Photovoltaikanlagen auf Flugdächern - Pilotförderung Wiener PV-Flugdachförderung - Förderungsantrag

Allgemeine Informationen

Mit der Wiener PV-Flugdachförderung wird gezielt die Errichtung von

  • Photovoltaikanlagen auf Flugdächern und damit
  • Photovoltaikanlagen, die als Verschattungseinrichtung für Parkplätze und sonstige versiegelte Bebauungsflächen genutzt werden, unterstützt.

Ziel ist es, die Errichtung von Überdachungen mit Photovoltaik auf unbebauten Liegenschaftsteilen, die für Park-, Rangier-, Lager- und Manipulationsflächen vorgesehen und nicht gärtnerisch auszugestalten sind, und sonstigen bereits befestigten und versiegelten Flächen, zu unterstützen. Bereits versiegelte Flächen sollen einer Doppelnutzung zugeführt werden.

Gefördert werden neu installierte PV-Anlagen auf neu errichteten Flugdächern in Wien, die im Netzparallelbetrieb geführt werden und mindestens 800 Volllaststunden pro Jahr aufweisen. Ein Flugdach im Sinne der Förderung ist ein eigenständiges Dach-Bauwerk, das lediglich auf Stützen aufliegt, oder dessen überdachter Raum auf zumindest 3 Seiten offen ist. Es können nur Anlagen gefördert werden, die auf bereits bestehenden versiegelten Flächen errichtet werden.

Anträge für die Wiener PV-Flugdachförderung können von juristischen Personen gestellt werden.

Der Förderung liegen die Voraussetzungen und Fördersätze der Standard-Förderbedingungen für PV-Anlagen zugrunde, diese sind unter "PV-Standardförderung" abrufbar.

Für die Wiener PV-Flugdachförderung ist kein zusätzlicher Zählpunkt erforderlich.

Die Wiener PV-Flugdachförderung kann jedoch unabhängig von der Bundesförderung (Klima- und Energiefonds bzw. EAG) grundsätzlich ab dem 1. kWp in Anspruch genommen werden.

Für Photovoltaikanlagen, die auf Flugdächern errichtet werden, kann zusätzlich zur PV-Standardförderung (250 bzw. 200 Euro/kWp) ein Zuschlag von maximal 250 Euro pro kWp für eine Leistung bis 100 kWp bzw. ein Zuschlag von maximal 200 Euro pro kWp für eine Leistung über 100 kWp gewährt werden.

Förderhöhe Wiener PV-Flugdachförderung:

  • Photovoltaikanlagen auf Flugdächern bis zu einer Leistung von 100 kWp werden mit (250 + 250 =) 500 Euro pro kWp gefördert. Die darüber hinausgehende Leistung (somit ab dem 101. kWp) wird mit (200 + 200 =) 400 Euro pro kWp gefördert oder
  • Es werden für Photovoltaikanlagen auf Flugdächern maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten gefördert. Es kommt der geringere Fördersatz, der sich aus Punkt 1 bzw. 2 errechnet, zur Anwendung.

Die maximale Fördersumme pro Anlage beträgt 200.000 Euro.

Es können maximal 2 Projekte pro Antragsteller*in innerhalb der Pilotphase gefördert werden.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Die Mindestgröße einer förderbaren PV-Flugdach-Anlage beträgt

  • • 100 m2 überdachte Fläche, oder
  • • 15 kWp Leistung

Die Flugdächer und PV-Anlagen müssen den derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen entsprechen und danach genehmigt werden. Die ausschlaggebende Engpassleistung ist jene, die durch die geförderten Flugdach-Anlagen an einem Netz-Einspeisezählpunkt zusammenlaufen.

Die Wiener PV-Flugdachförderung kann ausschließlich für jene Anlagenleistung gewährt werden, die direkt über dem Flugdach errichtet wird. Für Anlagen(teile), die nicht direkt über dem Flugdach errichtet werden, können die Fördersätze für die PV-Standardförderung gewährt werden.

Förderungsfähige Anlagen(teile):

  • Planungs- und Beratungsleistungen
  • Gutachten inklusive der erforderlichen Vorleistungen und Versuche
  • Baukosten (Material und Arbeitsleistungen)
    • Flugdachkonstruktion inklusive Fundamente
    • Anlagen zur Versickerung der Oberflächenwässer aus der überbauten Fläche
    • Wiederherstellung der Oberflächen bis zum 1,1-fachen der überdachten Fläche
  • PV-Anlage und dazugehörende Komponenten (Material und Arbeitsleistungen)
    • Module, elektrische Leitungen und deren Verrohrung, Armaturen, Steuer-und Regeleinrichtungen, Messeinrichtungen
    • Montagesystem

Nicht förderungsfähige Anlagen(teile):

  • Stromspeicher (Akkus, Batterien)
  • Einrichtungen für Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen
  • Sonstige elektrische Anlagen und Einrichtungen für Beleuchtung, Überwachung, Beschallung, Visualisierung oder Telekommunikation, die in Verbindung mit dem Dach errichtet werden, und nicht für den Betrieb der PV-Anlage zwingend erforderlich sind
  • Gebühren im Allgemeinen (z. B.: Bauanzeige)
  • Garantie- oder Versicherungskosten (z. B. Wechselrichter-Garantie-Verlängerung)
  • Netzanschluss des Netzbetreibers

Eine Kombination mit der Förderung des Klima- und Energiefonds oder mit der Förderung nach dem EAG ist ausgeschlossen.

Fristen und Termine

Die Wiener PV-Flugdachförderung ist eine Pilotförderung und kann bis zum 31. Dezember 2023 beantragt werden. Die Errichtung und Fertigstellung der Photovoltaikanlage muss innerhalb von 18 Monaten ab Förderzusage erfolgen.

Das Förderansuchen muss vor Bestellung der Anlage (das ist der Beginn der Arbeiten) für das Vorhaben gestellt werden. Der Beginn der Arbeiten ist entweder der Beginn der Bauarbeiten für die Investition oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung von Ausrüstung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist (Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission).

Hinweis: Um den Ausbau der E-Mobilität zu forcieren, weisen wir auf die ideale Kombination von PV-Flugdachanlagen mit E-Lademöglichkeiten hin.

Zuständige Stelle

Für betriebliche Antragsteller*innen

Kommunalkredit Public Consulting GmbH
9., Türkenstraße 9
Telefon: + 43 1 31 6 31 730
Fax: + 43 1 31 6 31-99-730
E-Mail: wien-pv@kommunalkredit.at
www.umweltfoerderung.at

Der Förderantrag kann ausschließlich online erfolgen.
Antragsformular für betriebliche Antragsteller*innen: www.umweltfoerderung.at

Erforderliche Unterlagen

Fördereinreichung

  • Angebot der Errichterfirma
  • Berechnung der Volllaststunden mit standardisierten Methoden
  • Vollständig ausgefülltes Einreichformular
  • Vollmacht: Wird der Antrag durch einen Anlagenerrichter oder eine andere natürliche oder juristische Person eingebracht, muss eine schriftliche Vollmacht der Förderwerber*innen beigelegt werden.

Der Antrag auf Förderung kann ausschließlich vor Bestellung der Photovoltaikanlage erfolgen. Es werden ausschließlich richtig und vollständig ausgefüllte Anträge bearbeitet.

Förderabrechnung

Anlagenbesichtigungen werden auf Stichproben beschränkt. Folgende Unterlagen müssen gesammelt und mit vollständigen und richtigen Angaben vorgelegt werden:

  • Rechnungen
  • Einzahlungsbelege bzw. Banküberweisungsbestätigungen
  • Nachweis der Zählpunktnummer für die Stromeinspeisung (schriftliche Bestätigung durch den Netzbetreiber)
  • Anzeigebestätigung (Abteilung Bau-, Energie-, Eisenbahn- und Luftfahrtrecht) gemäß Wiener Elektrizitätswirtschaftsgesetz 2005
  • Baubewilligung (falls erforderlich)
  • Unterschriebener Fördervertrag
  • Funktionsprüfung gemäß ÖVE E 8001
  • Fotos von Anlage und Wechselrichter

Unvollständige Unterlagen können nicht bearbeitet werden. Unterlagen die in Papierform eingereicht werden, können nicht retourniert werden.

Kosten und Zahlung

Der Antrag ist gebührenfrei.

Erledigungsdauer

Die Dauer der Erledigung richtet sich danach, ob alle Unterlagen vollständig und fristgerecht eingereicht wurden. Durch die unvollständige Vorlage von Unterlagen kann das Verfahren verzögert werden.

Zusätzliche Informationen

Förderungsrichtlinien 2023 für die Förderung der Erzeugung und Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern und von Energieeffizienzmaßnahmen und -programmen: 176 KB PDF

Auf die Gewährung einer Förderung nach den geltenden Förderungsrichtlinien besteht kein Rechtsanspruch.

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