Wiener Ringstraße

Lage: 1., Stubenring bis Schottenring, verbunden durch Franz-Josefs-Kai
Fahrplanauskunft
Größe: 24.600 Quadratmeter Grünstreifen
Gartentelefon: +43 1 4000-8042

drei-reihige Allee mit Rad- und Fußgängerweg

Der Abbruch der alten Befestigungsanlagen ermöglichte den Bau der Ringstraße.

Geschichte

Die Ringstraße zählt zu den größten städtebaulichen Leistungen des 19. Jahrhunderts. An ihrem Beginn stand ein Erlass von Kaiser Franz Joseph I. vom Dezember 1857. Darin wurde das Fallen der Befestigungsanlagen und die Verbauung des Glacis angekündigt. Mit der Errichtung einer Prachtstraße sollte die Vereinigung der heutigen Inneren Stadt mit den 1850 eingemeindeten Vorstädten vollzogen werden. Prunkbauten auf dem frei gemachten Gelände sollten die neue Straße schmücken. Bereits im März 1858 wurde mit dem Abbruch der Basteien begonnen. So fielen mit den Mauern auch die beliebten Spazierwege auf der Bastei. Das wichtige Luftreservoir des mit Bäumen und Wiesen bewachsenen Glacis ging verloren.

Aus dem städtebaulichen Wettbewerb gingen die Architekten Ludwig Förster, August Siccard von Siccardsburg und Eduard van der Nüll als Sieger hervor. Am 1. Mai 1865 erfolgte die feierliche Eröffnung der Ringstraße durch den Kaiser. Mit einer Breite von 57 Metern und einer Länge von über vier Kilometern gehört der Ring heute zu den größten und schönsten Prunkstraßen der Welt.

Gestaltung

Die Ringstraße wurde bewusst nach Landschaftsprinzipien gestaltet: Zwischen der Straße und den Monumentalbauten wurde auf beiden Seiten je zwei bis drei Baumreihen - Platanen und so genannte Götterbäume - gepflanzt. Dazwischen befand sich eine Geh- und Reitallee. Die Götterbäume hielten jedoch den klimatischen Bedingungen nicht stand und mussten mehrfach nachgepflanzt werden.

Der heutige Baumbestand setzt sich hauptsächlich aus Linden, Ahorn und Platanen zusammen. Die Ringstraße hat lange Grünstreifen, in denen die Baumreihen stehen. Die Bereiche von Haltestellen und Kreuzungen wurden allerdings mit Baumscheiben ausgestattet. Die Bäume selbst litten unter der zunehmenden Versiegelung der Straßenflächen, der Salzstreuung im Winter, dem Hundekot und dem ständig sinkenden Grundwasserspiegel. 1987 bis 1991 und 2005 wurden daher Generalsanierungen durchgeführt. Die brachten bereits im ersten Jahr feststellbare Erfolge: Die Bäume blieben bis zum Herbst grün, der Laubfall setzte später ein.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Stadtgärten (Magistratsabteilung 42)
Kontaktformular