Schanigärten in Wien
Schanigärten haben in Wien eine lange Tradition. Ihre Bezeichnung, gemäß dem überlieferten "Schani" - wienerisch für "Jean, Johann trag' den Garten raus..." - weist auf die angestrebte Beschaffenheit derartiger Anlagen hin. Schanigärten sind mobil und werden sinngemäß nur in der schönen Jahreszeit aufgestellt und benützt. Sie sind in der Regel vor dem Gastronomiebetrieb oder zumindest in unmittelbarer Nähe des Gastronomiebetriebes im Straßenraum angelegt.
Übrigens: Die erste Genehmigung für einen Schanigarten bekam um 1750 der Kaffeehausbesitzer Gianni Tarroni am Graben.
Bewilligung
Schanigärten müssen von den Magistratischen Bezirksämtern (MBA) bewilligt werden. Im Zuge dessen begutachtet die MA 19 deren Lage, Größe und Gestaltung. Dabei werden Aspekte der Stadtgestaltung und die architektonische Wirkung im örtlichen Stadtbild beurteilt. Ziel ist, die Gestaltung der Schanigärten in ein architektonisch und künstlerisch ausgewogenes Verhältnis zur umgebenden Situation zu setzen und so in das örtliche Stadtbild einzuordnen. Visuelle Freiräume müssen neben den rein verkehrs- und sicherheitsbedingten Freiflächen erhalten bleiben, um ein "optisches Ausruhen" zu ermöglichen.
Gestaltung
Für die Anordnung und Lage der Schanigärten sind einheitliche und klar lesbare Konzepte zu wählen. Damit kann der Eindruck von Unruhe durch übertriebene Lagevielfalt vermieden werden. Größe und Gestaltung eines Schanigartens sollen nicht nur auf das örtliche Stadtbild Bezug nehmen, sondern auch den spezifischen Charakter eines Lokals zum Ausdruck bringen.
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Verantwortlich für diese Seite:Architektur und Stadtgestaltung (Magistratsabteilung 19)
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