Badewasser - Wasserhygiene

Künstliche Beckenbäder

Hallenbad

Badebeckenwasser wird unangemeldet überprüft.

Badebeckenwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch keine Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit, besonders in hygienischer Hinsicht, zu erwarten ist. Um einen einwandfreien Betrieb eines Schwimmbades zu gewährleisten, werden in der Bäderhygieneverordnung (BGBl. II Nr. 321/2012 idgF) unter anderem mikrobiologische, chemische und chemisch-physikalische Anforderungen an das Badebeckenwasser gestellt.


Wasserhygienische Gutachten

Der Betreiber einer künstlichen Badeanlage ist verpflichtet, mindestens einmal jährlich ein wasserhygienisches Gutachten über die Badewasserqualität von einer externen dafür geeigneten Stelle einzuholen. Die Labors für Umweltmedizin bieten wasserhygienische Gutachten gemäß Bäderhygieneverordnung an. Alle Proben werden von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen eines Lokalaugenscheins entnommen. Der Zeitpunkt der Entnahme wird so ausgewählt, dass die Probe repräsentativ für die Beckenwasserqualität ist und auch maximale Belastungssituationen durch hohe Besucherzahlen (nachmittags, Wochenende, Feiertage etc) erfasst werden. Die Entnahmen und die notwendigen Messungen und Kontrollen an Ort und Stelle, zum Beispiel Desinfektionsmittelgehalt, pH-Wert, Temperatur, Aufzeichnungen der innerbetrieblichen Badewasserkontrolle, etc. erfolgen unangemeldet.


Natürliche Badegewässer

Strandbad

Im Sommer werden zum Beispiel im Gänsehäufel Proben gezogen.

Seit 1997 werden in Wien sieben Badestellen an der Alten Donau, neun an der Neuen Donau sowie das Strandbad Stadlau am Mühlwasser nach EU-Richtlinien untersucht. Seit 2010 gelten dabei die Richtlinien des Rates über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung (RL 2006/7/EG) und die Badegewässerverordnung (BGBl. II Nr. 349/2009).

Angepasst an die Badegewohnheiten der Wiener Bevölkerung werden von Anfang Mai bis Mitte September bei 17 sogenannten "EU-Badestellen" Proben zur Untersuchung hygienisch relevanter Parameter gezogen. Die Probenentnahme erfolgt in 14-tägigen Intervallen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden zur Information der Bevölkerung auf wien.at veröffentlicht.

Wasserqualität Alte Donau, Neue Donau und Strandbad Stadlau


Andere Naturbadeplätze

Naturbadeplatz

Kleine Naturbadeplätze wie die Panozzalacke werden drei Mal jährlich kontrolliert.

Kleinere Naturbadeplätze, wie der Teich Hirschstetten, die Dechantlacke oder das Schillerwasser werden in jeder Badesaison zumindest dreimal auf ihre Eignung für Badezwecke überprüft. Das Hauptaugenmerk liegt dabei analog zu den EU-Badestellen auf der Hygiene. Auch die langfristige Entwicklung der Gewässer wird durch physikalisch-chemische und biologische Analysen überwacht.

Wasserqualität anderer Naturbadeplätze


Weitere Oberflächengewässer

Fluss

Auch die Wasserqualität des Wienflusses wird kontrolliert.

In den "Labors für Umweltmedizin" werden auch andere, nicht zum Baden genutzte stehende oder fließende Gewässer Wiens untersucht, um langfristig Daten über deren Gütezustand zu erhalten. Auch für private Besitzerinnen und Besitzer von Wiener Gewässern besteht die Möglichkeit, durch Untersuchungen die Qualität ihres Wassers überprüfen zu lassen. Die Eignung für Badezwecke in hygienischer Hinsicht steht dabei im Vordergrund, aber auch der allgemeine Gütezustand ist oft von Interesse.


Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien (Magistratsabteilung 39)
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