Befähigungsnachweis - Besondere Voraussetzung für reglementierte Gewerbe

Voraussetzung für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes (zu den reglementierten Gewerben gehören auch die Handwerke) ist - neben den allgemeinen Voraussetzungen - der Befähigungsnachweis. Der Befähigungsnachweis ist von der Gewerbeinhaberin/vom Gewerbeinhaber oder wenn eine gewerberechtliche Geschäftsführerin/ein gewerberechtlicher Geschäftsführer bestellt wird, von dieser/diesem zu erbringen.

Unter Befähigungsnachweis ist der Nachweis zu verstehen, dass die Einschreiterin/der Einschreiter (das ist die Gewerbeinhaberin/der Gewerbeinhaber oder die gewerberechtliche Geschäftsführerin/der gewerberechtliche Geschäftsführer) die fachlichen einschließlich der kaufmännischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen besitzt, um die dem betreffenden Gewerbe eigentümlichen Tätigkeiten selbstständig ausführen zu können.

Der Befähigungsnachweis ist zum Teil in der Gewerbeordnung, zum Teil in den zu den einzelnen reglementierten Gewerben erlassenen Befähigungsnachweisverordnungen geregelt. In der Regel ist die erfolgreiche Ablegung der Lehrabschlussprüfung oder der erfolgreiche Besuch einer einschlägigen Schule, meist in Verbindung mit einer entsprechenden Berufspraxis, bei Handwerken auch die Meisterprüfung, vorgesehen. Bei einigen Gewerben ist der Befähigungsnachweis durch die erfolgreiche Ablegung einer Befähigungsprüfung zu erbringen.

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