Gemeinderatssitzungssaal - Rathausführung per Mausklick

360° Video

Video: 360° Video: Gemeinderatssitzungssaal


Übersicht

Grundriss des Wiener Rathauses

Sitzordnung im Gemeinderatssitzungssaal

Im Gemeinderatssitzungssaal werden sowohl die Gemeinderatssitzungen als auch die Landtagssitzungen abgehalten. Wer wo sitzt, ist an den Namenstafeln erkennbar, die vor jedem Platz angebracht sind. Bis zur Amtszeit von Leopold Gratz saß der Bürgermeister auf der erhöhten Tribüne. Nun aber ist sein Platz in der ersten Sitzreihe. Auf der Tribüne nehmen das Gemeinderats- beziehungsweise Landtagspräsidium Platz.

Generelles Rauchverbot gilt heute bei allen Sitzungen. Das war nicht immer so. Früher wurden bei Gemeinderatssitzungen am Pult Kerzen angezündet. Solange sie brannten, durfte geraucht werden, waren sie erloschen nicht mehr.

Gemeinderatssitzungssaal Gemeinderatssitzungssaal

Journalisten- und Besuchergalerie

Bei öffentlichen Sitzungen ist die Galerie für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Ein Teil der Galerie ist für Journalisten reserviert.

Platzkarten werden an Sitzungstagen in der Stadtinformation (Friedrich-Schmidt-Halle), nach 18 Uhr in der Wache Rathaus, ausgegeben.

Kassettendecke

Kassettendecke im Gemeinderatssitzungssaal

Blickt man im Gemeinderatssitzungssaal nach oben, so sieht man die ganze Pracht der vom Holzbildhauer Franz Schönthaler gefertigten Edelholzkassettendecke. Die Holzkassettendecken sind mit Rosetten geschmückt und mit 22 Karat Blattgold veredelt. Den Übergang zu den Steinwänden bildet ein von den Brüdern Jobst gestalteter Fries mit in kräftigen Farben gehaltenen Ornamenten.


Fresken

Bedeutende Ereignisse aus der Geschichte Wiens werden in den Fresken des Malers Ludwig Mayer lebendig. Sie zeigen Szenen aus dem 13. bis 19. Jahrhundert:

  • Rudolf I. von Habsburg und sein Sohn König Albrecht I.
  • Grundsteinlegung für den Südturm des Stephansdoms 1359
    Herzog Rudolf IV., der Stifter, deutet die drei Hammerschläge an. Der Bischof von Passau gibt dazu seinen Segen. Ebenfalls zu sehen sind die Frau des Herzogs mit ihren Hofdamen, der Bürgermeister von Wien, der Turmbauer Meister Wenczla mit einem Modell des Turms sowie Mauerer und Steinmetz.
  • Gründung der Universität Wien 1365
  • Bürgerliche und soziale Reformen zu Ende des 14. Jahrhunderts
    Unter Rudolf IV. mussten erstmals auch Adel und Geistliche Steuern bezahlen: In der Szene deutet der Zolleinnehmer auf das herzogliche Wappen. Kaufleute, Fuhrmannswagen, Handelsschiffe und Handwerker zeugen von florierendem Handel und Gewerbe. Herzog Albrecht III. verliest den Bürgern, Gewerbetreibenden und Bauern die Freibriefe. Ja und schon damals war das Herzogtum Österreich ein Weinland: Der Maler Ludwig Mayer selbst erhebt auf diesem Fresko das Glas.
  • Kaiser Friedrich III. und Maximilian I., der letzte Ritter
  • Türkenkriege und Barock
    Kaiser Leopold I. und Prinz Eugen von Savoyen symbolisieren den Sieg über die Türken und Österreichs Aufstieg zur Großmacht. Unter Kaiser Leopold wurde Wien zur barocken Musik- und Theaterstadt.
  • Maria Theresia und Josef II.
  • Franz I. und Erzherzog Karl

Allegorien

Welch vielfältige Aufgaben die Stadtverwaltung hat, zeigen die Allegorien der mittleren Besuchergalerie:

Allegorien im Gemeinderatssitzungssaal: Soziales

Soziales

  • Industrie
  • Gesundheitswesen
  • Kunst
  • Bildung und Erziehung
  • Wissenschaft
  • Soziales
  • Handel und Verkehr

Allegorien im Gemeinderatssitzungssaal: Handel und Verkehr

Handel und Verkehr

Allegorien im Gemeinderatssitzungssaal: Kunst

Kunst


Spitzbogenfenster

Der Glasmaler Rudolf Geyling hat die farbige Bleiverglasung der Spitzbogenfenster angefertigt. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und nach den Originalplänen wiederhergestellt. Dabei wurde in der mittleren Rosette der ursprüngliche Doppelkopfadler der Österreich-Ungarischen Monarchie durch das Stadtwappen von Wien ersetzt.

Der Luster - ein Unikat

Luster im Gemeinderatssitzungssaal

1878 wurde dieses von Friedrich Schmidt entworfene Prunkstück auf der Pariser Weltausstellung präsentiert. Anschließend fand der 3.200 Kilogramm schwere und mit 213 Glühbirnen bestückte Luster seinen Bestimmungsort im Rathaus: Der riesige und in einem Stück gefertigte Luster wurde durch den offenen Dachstuhl hochgezogen und mit Stahlseilen in der Stahlkonstruktion des Dachstuhls verankert.

Um die über 200 Glühbirnen des Lusters, der im Durchmesser fünf Meter misst, wechseln zu können, wurde in dessen Inneren ein Wartungsgang aus Panzerglasplatten eingebaut. Der Luster wurde übrigens gegenüber seiner früheren Position einen Meter höher gehängt. Warum? Die enorme Hitze der Lampen war für die darunter sitzenden Abgeordneten unerträglich geworden.


Arbeiten am Luster im Gemeinderatssitzungssaal Arbeiten am Luster im Gemeinderatssitzungssaal

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