Familienname des Kindes nach der Geburt

Ein neugeborenes Kind erhält mit Geburt grundsätzlich den gemeinsamen Familiennamen der Eltern. Es erhält nur dann den Familiennamen der Mutter, wenn die verheirateten Eltern keinen gemeinsamen Familiennamen bestimmt haben oder die Eltern nicht miteinander verheiratet sind.

Namensrecht seit 1. April 2013

Kindersocken

Das neue Namensrecht gilt für alle Kinder mit österreichischer Staatsbürgerschaft, deren Geburt seit 1. April 2013 beurkundet wird. Wenn Eltern das neue Namensrecht auf ein Kind anwenden möchten, dessen Geburt bereits vorher registriert wurde, kann das ab 1. September 2013 durch Erklärung beim Standesamt erfolgen.

Die verheirateten Eltern beziehungsweise die unverheiratete Mutter haben beziehungsweise hat durch das neue Namensrecht größere Wahlmöglichkeiten beim Familiennamen für das Neugeborene. Der Familienname wird bei der Geburtsregistrierung am Standesamt durch Abgabe einer Erklärung bestimmt.

Kinder können auch einen Doppelnamen führen, zum Beispiel durch eine "Mischung" der Elternnamen. Dieser Doppelname darf höchstens aus zwei Teilen bestehen und muss durch einen Bindestrich getrennt werden.

Ausnahmen

Hat sich seit 1. April 2013 der Familiennamen eines Elternteils geändert, so kann bereits vor dem 1. September 2013 für ein Kind, dessen Geburt vor dem 1. April 2013 beurkundet wurde, ein anderer Familienname nach dem neuen Namensrecht beim Standesamt bestimmt werden.

Dasselbe gilt, wenn sich seit dem 1. April 2013 ein Elternteil geändert hat, zum Beispiel durch eine Vaterschaftsanerkennung, Adoption oder gerichtliche Vaterschaftsfeststellung.

Rechtliche Bestimmungen

Die mögliche Namensführung für Kinder mit österreichischer Staatsbürgerschaft ist in den Paragrafen 155, 156 und 157 Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) geregelt.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Gewerberecht, Datenschutz und Personenstand (Magistratsabteilung 63)
Kontaktformular