Beschleunigungsoffensive für Wiens Öffis
Ob Falschparker*innen, Autos, die unmittelbar vor der Bim abbiegen wollen, oder der Bus, der aus der Haltestelle kommt und sich hinter den Pkws einreihen muss: Die Öffis der 2-Millionenstadt werden trotz vieler umgesetzter Maßnahmen an vielen Stellen im Netz ausgebremst oder stehen im Stau.
Die Stadt Wien und die Wiener Linien starten aus diesem Grund gemeinsam eine große Beschleunigungsoffensive für Straßenbahnen und Busse, um die Öffis noch attraktiver zu machen. Der Anteil der Öffis liegt bei 34 Prozent. Das zeigt, dass die Wiener*innen zunehmend auf nachhaltige Mobilität setzen. Dieser positive Trend soll durch weiteren Ausbau und zusätzliche Attraktivierung bestehender Angebote fortgesetzt werden.
Geplant sind unter anderem weitere Ampelbevorrangungen und grüne Wellen für Bus und Bim, die Beseitigung neuralgischer Öffi-Blockierer-Hotspots, die Anpassung von Abbiege-Relationen des motorisierten Individualverkehrs sowie die Schaffung von zusätzlichen eigenständigen Bus- und Straßenbahnspuren.
Gemeinderatsantrag für großangelegtes Beschleunigungsprogramm
Unter dem Motto "Mehr Tempo für Bus und Bim" werden in einem großangelegten, dienststellen- und betriebszweigübergreifenden Programm alle Straßenbahn- und Buslinien genau analysiert, mögliche Beschleunigungspotenziale erhoben und entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Busse und Straßenbahnen sollen nach Möglichkeit nur mehr an der Haltestelle halten und ansonsten auf der Strecke zügig fahren können.
Angesichts der einmaligen Gelegenheit, dass die Verkehrs- und Mobilitätskompetenzen in dieser Legislaturperiode in einem Ressort zusammengeführt wurden, sollen die Anstrengungen zur Öffi-Beschleunigung nun nochmals intensiviert werden. Im Gemeinderat vom 18. Februar wird daher ein Antrag eingebracht, eine langfristig wirkende Programmstruktur unter dem Titel "Mehr Tempo für Bus und Bim" aufzusetzen, welche die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs konsequent und gesamtheitlich vorantreibt.
Der Wiener Gemeinderat bekennt sich damit klar zur hohen Bedeutung der Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs als Beitrag zur Erreichung der Mobilitäts- und Klimaziele und zum effizienten Betrieb des Straßenbahn- und Busverkehrs. Der in der Smart Klima City Strategie festgelegten "Priorität für Bim und Bus" sowie dem im Wien-Plan 2035 verankerten Grundsatz "Halt nur bei Haltestellen" wird damit neuer Schwung verliehen.
Bereits Vielzahl von Maßnahmen gesetzt
Bereits in den letzten Jahren haben die Stadt Wien und die Wiener Linien intensiv daran gearbeitet, die Öffis zu beschleunigen. So schalten bereits 3 Viertel aller von Öffis genutzten Ampeln in Wien für Bus und Bim auf Grün und allein 2024 sind 40 neue Bevorrangungen dazugekommen. Über die Hälfte der Straßenbahnstrecken verläuft auf einem vom Individualverkehr getrennten Gleiskörper.
Ein besonders großes Ärgernis für die Öffi-Fahrgäste sind Falschparker*innen. Im Schnitt 4-mal pro Tag werden Busse und Straßenbahnen von falsch abgestellten Pkws blockiert. 2010 gab es noch 3.600 Öffi-Verparker*innen, in den vergangenen Jahren hat sich die Zahl dank konsequenter Maßnahmen bei rund 1.500 eingependelt. Das ist eine Reduktion um 60 Prozent.
Beispiel Camillo-Sitte-Gasse
Aktuelles Beispiel sind die baulichen Verbesserungen in der Camillo-Sitte-Gasse im 15. Bezirk: Statt Falschparker*innen finden sich dort nun Begrünung und breitere Gehsteige für eine bessere Lebensqualität.
Es wurden nicht nur bauliche Maßnahmen gesetzt. Nachdem bereits 2023 die Strafen für widerrechtlich abgestellte Autos erhöht wurden, wurde auch hier nochmals nachgezogen: Statt den bisherigen 365 Euro sind seit 1. Jänner 2026 467 Euro fällig.
Weiterführende Informationen
Kontakt
Diesen Inhalt teilen
Diesen Inhalt einbetten
Der eingebettete Inhalt aktualisiert sich automatisch, sobald wir ihn auf wien.gv.at ändern.
Informationen zum Inhalt
- Letzte Aktualisierung: 18.02.2026, 15.11 Uhr
- Eindeutige ID dieses Inhalts: d645714c-6b19-4255-a301-879f0c64b80c
- Maschinenlesbare Version: JSON
Dieser Inhalt wird von der Stadt Wien kostenfrei gemäß Creative Commons CC-BY 4.0 zur Verfügung gestellt.