Unterstützung und Entlastung durch neue Blindenakustik

Seh- und hörbeeinträchtigte Menschen können künftig die Lautstärke von Blindenakustik-Signalen bei neuen FußgängerInnen-Ampeln an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Lärmbelästigung wird so vermieden.

Ampelkästchen mit Eurokey-Symbol

Neue Blindenakustik-Signalanlage der Stadt Wien

Alle zukünftig neu errichteten Blindenakustik-Signalanlagen werden wie bisher mit einer Taste zur Signal-Auslösung ausgestattet. Die Signallautstärke wird der ortsüblichen Lärmsituation entsprechen, Anrainerinnen und Anrainer werden nicht gestört.

Sollte jemand ein wesentlich lauteres Signal benötigen, kann dies mittels RFID-Chip oder EuroKey eingestellt werden.

Blindenakustik-Signale ermöglichen Blinden und seheingeschränkten Personen das gefahrlose Überqueren von Kreuzungen. Die Akustik-Signale werden mittels einer Taste an einem Anmelde-Kästchen am Ampelmast angefordert.

Ampelkästchen mit eingestecktem Eurokey

Signalanlage mit EuroKey

Ampelkästchen, eine Hand hält einen Chip davor

Signalanlage mit RFID-Chip


In Wien sind derzeit 889 von rund 1.300 Ampelanlagen mit Blindenakustik ausgestattet: Ampelanlagen mit akustischen und taktilen Querungshilfen

Benötigte Signallautstärke

Sehbeeinträchtigte Personen mit eingeschränktem Hörvermögen benötigen ein besonders lautes Signal zum Queren der Straße. Das führt immer wieder zu Protesten von Anrainerinnen und Anrainern.

Unsachgemäße Verwendung

Die Signal-Tasten werden zudem nicht nur von der vorgesehenen Zielgruppe verwendet. Passantinnen und Passanten betätigen diese oft in der falschen Annahme, schneller Grün zu bekommen. So kommt es zu vermeidbarer Lärmbelästigung für Anrainerinnen und Anrainer.

Vereinbarung und Vertragsunterzeichnung

V.l.n.r.: Elmar Fürst (Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs), Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Brigitte Fila (Blindenwohlfahrt) und Kurt Prall (BSVWNB)

Die Vereinbarung, künftig alle neuen Ampeln mit der Anforderungs-Technik auszustatten, wurde am 12. Mai 2017 von Vertreterinnen und Vertretern der Blindenverbände sowie Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou unterzeichnet.

Der Vertragsunterzeichnung gingen Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Betroffenen voraus, in denen nach einer Lösung für alle Zielgruppen gesucht wurde.

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