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Wien baut größten geschlossenen Trinkwasserspeicher der Welt

  • Standort
    Wien baut den größten geschlossenen Trinkwasserspeicher der Welt in Neusiedl am Steinfeld (Niederösterreich).
  • Beachten
    So wird sichergestellt, dass auch in Zukunft ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht.
  • Information
    Das Speichervolumen nach der Fertigstellung beträgt rund 1 Milliarde Liter Wasser.
Großer unterirdischer Wasserbehälter aus Beton mit Säulen und Mitarbeitern, die mit Wasserschlauch arbeiten.

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  • Letzte Aktualisierung: 12.02.2026, 14.06 Uhr
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Dieser Inhalt wird von der Stadt Wien kostenfrei gemäß Creative Commons CC-BY 4.0 zur Verfügung gestellt.

Wien investiert weiter in die Trinkwasserversorgung. Vor einem Jahr startete in Neusiedl am Steinfeld in Niederösterreich der Bau des weltweit größten geschlossenen Trinkwasserspeichers. Seither ist der Rohbau des riesigen Wasserbehälters weit fortgeschritten.

Der Behälter Neusiedl am Steinfeld ist schon jetzt zentral für die Versorgungssicherheit von Wien. Mit dem Ausbau wird sichergestellt, dass auch in Zukunft ausreichend hervorragendes Trinkwasser zur Verfügung steht.

Mehr Wasser zu speichern, ist ein zentraler Schwerpunkt der Trinkwasser-Strategie "Wiener Wasser 2050". Wien stärkt damit die Versorgungssicherheit und passt die Trinkwasser-Infrastruktur an den erhöhten Wasserbedarf durch Bevölkerungswachstum und Klimawandel an.

Die hohe Qualität des Wiener Trinkwassers zählt zur weltweit bewunderten Wohn- und Lebensqualität in unserer Stadt. Die regelmäßigen und zuverlässigen Kontrollen durch die Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle garantieren für Sicherheit: sowohl bei der hygienischen Wasserqualität wie auch hier bei der Planung und beim Bau der Infrastruktur. Im größten geschlossenen Trinkwasserbehälter der Welt in Neusiedl am Steinfeld können in Zukunft rund 1 Milliarde Liter Wasser gespeichert werden. Das ist ein Jahrhundertprojekt für die Wasserversorgung der Stadt. Wien investiert jährlich rund 130 Millionen Euro in die Wasser-Infrastruktur, damit unsere Wasserversorgung langfristig sicher ist. Wir treffen jetzt die notwendigen Maßnahmen, damit auch für die nächsten Generationen zu jeder Zeit Trinkwasser in bester Qualität verfügbar ist.

Betonexpert*innen sorgen für Langlebigkeit

Der Behälter wird insgesamt um 4 Wasserkammern ausgebaut. Die erste neue Kammer nimmt bereits Gestalt an. Nach Aushub-Arbeiten bis zu 8 Metern Tiefe und der Errichtung der Bodenplatten wurde bereits ein Großteil der 11 Meter hohen Wände und Säulen betoniert: von 67 Wänden stehen bereits 50 Stück, und 120 der 169 Säulen ragen in die Höhe. Trotz eisiger Temperaturen wird demnächst damit begonnen, die Kammerdecke zu betonieren, die durch die Säulen getragen wird.

Insgesamt werden rund 35.000 Kubikmeter Beton verbaut. Damit daraus sichere, wasserundurchlässige und langlebige Wasserkammern entstehen, werden seit Baubeginn wöchentliche Betonprüfungen durchgeführt. Das ist besonders bei den derzeitigen Temperaturen unter 0 Grad erforderlich.

Trinkwasser wird täglich untersucht

Wiens Trinkwasser wird vor Ort und in den Hygienelabors der Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle täglich untersucht - pro Jahr sind das rund 70.000 Einzelparameter. So wird eine lückenlose Qualität von der Quelle bis zum Wasserhahn sichergestellt.

Speichervolumen von 1 Milliarde Liter Wasser

Die Erweiterung des Speichervolumens erfolgt in 2 Etappen:

Bis Ende 2028 wird der Behälter um 2 Kammern ausgebaut. Diese können insgesamt 200 Millionen Liter Wasser speichern. Damit erhöht sich das Speichervolumen nach 4 Jahren Bauzeit auf insgesamt 800 Millionen Liter Wasser. Danach ist ein Ausbau um weitere 2 Kammern sowie die Sanierung der aktuell bestehenden Kammern geplant.

Nach der Fertigstellung beträgt das Speichervolumen im Behälter Neusiedl am Steinfeld rund 1 Milliarde Liter Wasser (1 Million Kubikmeter), was einer Steigerung des Status Quo um rund 70 Prozent entspricht. Um die Größenordnung zu veranschaulichen: 1 Million Kubikmeter entsprechen in etwa einer Fläche eines Fußballfeldes, das 140 Meter hoch mit Wasser gefüllt ist. In dieses Fußballfeld könnte der gesamte Stephansdom hineingesetzt werden.

Insgesamt kann Wiener Wasser künftig in seinen 31 Wasserbehältern rund 2 Milliarden Liter Wasser speichern.

Ein Drittel der Strategie "Wiener Wasser 2050" umgesetzt

Laut Prognosen wird Wien bis 2050 in etwa um die Größe der Stadt Graz wachsen. Wiener Wasser rechnet daher mit einem Anstieg des Gesamtwasserverbrauchs um rund 15 Prozent. Gleichzeitig führt der Klimawandel verstärkt zu Extremwetter-Ereignissen wie Dürre, Hochwasser und Starkregen. Das kann die Verfügbarkeit von Quellwasser beeinträchtigen.

Mit der Trinkwasser-Strategie "Wiener Wasser 2050" hat Wien einen Plan entwickelt, um den steigenden Wasserbedarf trotz dieser Herausforderungen zu meistern. Seit der Präsentation der Strategie im Jahr 2022 wurde rund ein Drittel der Maßnahmen umgesetzt. Als nächstes Großprojekt startet im Frühjahr der Bau eines neuen hochmodernen Trinkwasserwerks auf der Donauinsel. Ab 2029 soll es bei Bedarf bis zu 1.000 Liter Trinkwasser pro Sekunde liefern können.

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