WasteWatcher

Zwei Waste Watcher

Mit in Kraft treten des Wiener Reinhaltegesetzes am 1. Februar 2008 wurde die rechtliche Grundlage für die WasteWatcher geschaffen. Das Gesetz sieht nicht nur ein ausdrückliches Verbot von Verunreinigen im öffentlichen Raum vor, es ermöglicht auch eine öffentliche Aufsicht durch die WasteWatcher. Sie sind befugt abzumahnen, Organstrafen in einer Höhe von 36 Euro zu verhängen und notfalls Anzeige bei der zuständigen Oberbehörde der Abteilung Wasserrecht (MA 58) zu erstatten. Bei schweren Verschmutzungen kann es auch Anzeigen mit Strafen von bis zu 1.000 Euro geben. Das deckt sich auch mit der Meinung der Wiener Bevölkerung: 92 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass das Wegwerfen von Abfällen, die Verunreinigung durch Hundekot und illegale Sperrmüllablagerungen in Wien weiterhin stärker kontrolliert werden sollen. Die eingenommenen Strafgelder sind zweckgewidmet und werden für die Reinigung der Straßen und Parkanlagen verwendet.

Durch den Ausbau der Serviceeinrichtungen wie Hundekotsackerlautomaten, die Aufrüstung der Papierkörbe mit Aschenbechern, die Installation von freistehenden Aschenrohren bis hin zum Service der Mistplätze wird die Eigenverantwortung der Wienerinnen und Wiener für mehr Sauberkeit in Wien unterstützt.

Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und rund 400 ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MA 48 und der Abteilung Wiener Stadtgärten (MA 42). Die OrdnungsberaterInnen von Wiener Wohnen können ebenfalls nach dem Wiener Reinhaltegesetz einschreiten. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in zivil und zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs.

Auch sonn- und feiertags sowie nachts können Sie einem WasteWatcher begegnen. Schwerpunkte sind Sperrmüll, Hundekot, Einkaufswagen und Zigarettenstummel.

WasteWatcher und Sauberkeitsmaßnahmen wirken

Die Bilanz der WasteWatcher in den Jahren 2008 bis 2016 ist ein Erfolg auf der ganzen Linie. Das beweisen die hohe Beliebtheit der Kontrolltruppe und der drastische Rückgang an Sauberkeitsvergehen: 88 Prozent der Wienerinnen und Wiener halten die WasteWatcher für eine gute Einrichtung. 77 Prozent der Befragten meinen, Wien ist eine sehr saubere oder saubere Stadt. Und der Blick auf Wiens Straßen und öffentliche Plätze zeigt ein klares Bild: Die Sauberkeitsmaßnahmen der Stadt Wien inklusiver strenger Kontrollen der Sauberkeitsspielregeln wirken.

In den Jahren 2008 bis 2016 kamen die WasteWatcher auf beachtliche 50.000 Amtshandlungen. Neben den Kontrollen gibt es eine Vielzahl von bewusstseinsbildenden Maßnahmen, wie die alljährliche Mitmachaktion "Wien räumt auf! Mach mit!" im Mai oder das Mistfest im September. Es kam dadurch zu dramatischen Rückgängen der Müllsünden.

Hohe Beliebtheitswerte

Die WasteWatcher erfreuen sich bei der Wiener Bevölkerung großer Beliebtheit. Auch viele Jahre nach deren Einführung unterstützen 88 Prozent der Bevölkerung die Arbeit der WasteWatcher.

Laut einer Umfrage wollen 92 Prozent der Befragten, dass Sauberkeitsverfehlungen auch weiterhin geahndet werden. Beides sind sensationelle Werte für eine derartige Straftruppe.

Neben dem positiven Zeugnis durch die Bevölkerung gab es für die WasteWatcher 2011 auch eine hohe Auszeichnung von der Gesellschaft für Prozessmanagement: Für die gut funktionierenden Arbeitsabläufe und das Know-how erhielten sie den anerkannten GPard-Award.

Seit Sommer 2008 werden auch Aktionstage durchgeführt, an denen in ausgewählten Bezirken zwischen 40 und 100 WasteWatcher konzentriert Kontrollen durchführen, um noch stärkeres Bewusstsein zu schaffen.

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