Problemstoffe - Mülltrennung

Verschiedene Haushaltsartikel wie Lacke und Reinigungsmittel, die in der Problemstoffsammlung abgegeben werden können

Problemstoffe gehören weder in den Mistkübel noch in den Abfluss. Sie sind - achtlos weggeworfen - nicht nur für die Umwelt schädlich, sondern können auch die Gesundheit von Menschen und den Lebensraum von Tieren und Pflanzen gefährden. Daher wurde in Wien bereits 1985 mit der getrennten Sammlung von gefährlichen Abfällen aus Haushalten begonnen. Bis heute haben sich die Sammelmengen fast verzehnfacht.


Sammlung

Die Sammlung von Problemstoffen erfolgt in Wien sowohl über die Mistplätze als auch über die Problemstoffsammlung. Auch der Handel beteiligt sich maßgeblich an der Sammlung von Problemstoffen:

  • Elektrogroßgeräte, Kühlgeräte, Bildschirmgeräte, Elektrokleingeräte und Gasentladungslampen werden ab einer Verkaufsfläche von 150 Quadratmetern Zug um Zug (neues Gerät kaufen, altes Gerät abgeben) gratis zurückgenommen. (Elektroaltgeräteverordnung §5, Abs. 2)
  • Batterien (genaue Bezeichnung: Gerätealtbatterien) werden ebenfalls vom Handel zurückgenommen. (Batterienverordnung §9, Abs. 4)
  • Altmedikamente können bei Apotheken gratis abgegeben werden.

Für die Problemstoffsammlung geeignet

  • Problemstoffe
    • Batterien: Gerätebatterien, Knopfzellen und Akkus (bis zu 5 kg)
    • Fahrzeugbatterien von PKWs (ein Stück)
    • Altmedikamente ohne Schachteln
      • Folder zur richtigen Entsorgung von Altmedikamenten: 3 MB PDF
    • Injektionsspritzen und Nadeln aus Privathaushalten (nur in einem durchstichfesten Behältnis)
    • Altmineralöle wie Motor-, Getriebeöle und Schmierfette, sowie alle mit diesen Stoffen verunreinigten Gebinde bis fünf Liter, Putzlappen und Filter
    • Säuren, Laugen
    • Fotochemikalien wie Entwickler-, Fixier- und Stoppbäder (unvermischt) bis fünf Liter
    • Fleckputz- und Reinigungsmittel, Spraydosen
    • Farben, Lacke, Verdünnungs-, Reinigungs- und Holzschutzmittel, Chemiekästen, Kleber, Emailfarben, Unkrautvertilgungsmittel, Düngemittel, sowie alle mit diesen Stoffen verunreinigten Gebinde
    • metallisches Quecksilber, quecksilberhaltige Fieberthermometer, Quecksilberschalter
    • unbekannte, nicht identifizierbare Stoffe (wenn möglich mit der Verpackung)
  • Altstoffe
    • Röntgenbilder
    • Toner und Druckerpatronen
    • CDs und DVDs ohne Hüllen
    • Altspeiseöle und -fette
  • Elektroaltgeräte

Die kostenlose Abgabe bezieht sich stets nur auf Haushaltsmengen.

Nicht geeignet für die Problemstoffsammlung

  • Alle anderen Altstoffe
  • Restmüll
  • Sperrmüll, große Elektro-Altgeräte (Kantenlänge größer als 50 Zentimeter) wie Waschmaschinen, Geschirrspüler, Mikrowellenherde, Kühlgeräte, Fernseher oder Computer. Diese sind gratis am Mistplatz zu entsorgen.
  • Feuerwerkskörper, andere explosive Materialien wie Sprengmittel, radioaktive Stoffe et cetera. Hierfür gibt es entsprechend befugte Entsorgungsbetriebe.

Hinweis: Giftige Substanzen sollten stets außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Verwertung und Entsorgung

Verwertbare Substanzen und Stoffe, die nicht verbrannt werden können, kommen in die Zentrale Problemstoffsammelstelle. Dort werden die Stoffe nachsortiert und an die entsprechenden Verwertungs- und Entsorgungsbetriebe übergeben. Rohstoffe der Elektroaltgeräte wie Metalle und Kunststoffe werden recycelt. Tonerkassetten werden wieder befüllt. Alle anderen Problemstoffe werden in der Verbrennungsanlage für gefährliche Abfälle Simmeringer Haide der Fernwärme Wien entsorgt.

  • Jährlich werden circa 7.000 Tonnen an Problemstoffen beziehungsweise gefährlichen Abfällen gesammelt.
  • Säuren und Laugen werden wiederverwertet, indem diese regeneriert werden.
  • Aus den Batterien werden die Säuren regeneriert und die Metallanteile verwertet.
  • Bei der Verwertung von Leuchtstoffröhren werden Glas, Quecksilber und Leuchtstaub abgetrennt.
  • CDs und DVDs werden zu Kunststoffgranulat weiterverarbeitet.
  • Bei der Verwertung von Röntgenbildern wird Silber zurückgewonnen.
  • Altspeiseöle werden zu Biodiesel verarbeitet und im Kompostwerk Lobau als klimaneutraler Ersatz von fossilen Brennstoffen für die Fahrzeuge und Geräte verwendet. Bis zu 880 Tonnen Kohlenstoffdioxid werden somit jährlich eingespart.
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