Altspeiseöle und -fette – Mülltrennung

Verbrauchtes Speiseöl wird aus einer Pfanne in den WÖLI geschüttet

Seit 2003 ist die Sammlung von Altspeiseölen und Fetten mit dem WÖLI (Wiener Ölsammelkübel) möglich. Altspeiseöle sollen nicht über den Ausguss oder das WC in die Kanalisation gelangen, da dies zu Ablagerungen im Kanalnetz führen kann.


Sammlung mit WÖLI

Altspeiseöle und -fette werden auf allen Wiener Mistplätzen und bei den Problemstoffsammelstellen gesammelt.

  • Als praktische Sammelhilfe für zu Hause stellt die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) den Drei-Liter-WÖLI-Behälter an allen Abgabestellen gratis zur Verfügung. Der volle Kübel wird dort auch gegen einen sauberen ausgetauscht. Altspeiseöle und -fette können auch in anderen Behältern, wie beispielsweise Gurkengläsern oder PET-Flaschen, gesammelt und abgegeben werden.
  • Für Gastgewerbebetriebe gibt es auf den Mistplätzen den 20 Liter fassenden Gastro-WÖLI. Die erste Abholung eines Gastro-WÖLIs kostet fünf Euro. Der Tausch von vollen gegen saubere leere WÖLIs ist dann wieder kostenlos.

Für den WÖLI geeignet

  • Frittier- und Bratfette
  • Fette und Öle aus Fritteusen
  • Öle von eingelegten Speisen wie Sardinen, Schafskäse, Gemüse
  • Verdorbene Speisefette

Die gesammelten Fette und Öle sollen frei von Verunreinigungen sein.

Nicht geeignet für den WÖLI

  • Mineral-, Motor- und Schmieröle gehören in die Problemstoffsammlung.
  • Majonäsen, Salatsaucen, Dressings, Marinaden und andere Speisereste gehören in den Restmüll.

Verwertung

Die aufbereiteten Altspeiseöle und -fette können für die Produktion von Seifen, Kosmetika, Reinigungsmitteln und Biodiesel herangezogen werden. Aus dem gesammelten Wiener Altöl wird zu 100 Prozent Biodiesel hergestellt. Dieser wird im Kompostwerk Lobau für die Betankung sämtlicher für die Kompostierung nötigen Fahrzeuge und Geräte verwendet. Das ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz, da Biodiesel Kohlenstoffdioxid-neutral ist.

In Wien werden jährlich mehr als 320.000 Kilogramm an Altspeiseölen abgegeben. Daraus wird in etwa die gleiche Menge Biodiesel produziert. Jährlich werden so über 880 Tonnen fossiles Kohlenstoffdioxid eingespart. Für dieselbe Menge Diesel aus Rapsöl wäre eine Anbaufläche von 954 Hektar notwendig.

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