Wien Kanal testet neues Kamera- und Reinigungssystem

Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur testet Wien Kanal seit März 2017 ein neuartiges System. Es reinigt den Kanal und zeichnet den Vorgang gleichzeitig mit einer HD-Kamera auf.

Drei Gerätteile aus Metall, eines mit integrierter Kamera

Neues Reinigungssystem mit HD-Kamera

Das öffentliche Kanalnetz in Wien ist 2.500 Kilometer lang. Knapp ein Drittel der Kanäle ist aufgrund ihrer Größe nicht begehbar. Deshalb werden zur Inspektion der Kanäle ferngesteuerte Kameras eingesetzt. Diese benötigen allerdings einen sauberen Kanal, da der vierrädrige Roboter nicht jedes Hindernis überwinden kann.

Kanalreinigung für Video-Roboter

Um mit dem Gerät nicht stecken zu bleiben, ist vor jeder Kanal-TV-Untersuchung ein Reinigungsteam mit einem Hochdruckreiniger im Einsatz. Das Spezialfahrzeug mit Wassertank und Kompressor kann bis zu 180 bar Wasserdruck erzeugen und Kanalabschnitte bis zu 200 Meter Länge spülen.

Den Reinigungserfolg können die Kanalarbeiter dabei aber nur bedingt feststellen. Es liegt an der Erfahrung des Mitarbeiters, wie und wie oft er die Reinigung in dem Abschnitt durchführt. Steht das Kanal-TV-Team bei der Inspektion des Kanals dann doch vor einem unüberwindbaren Hindernis, muss der Kanal noch einmal gereinigt werden.

Reinigung und Videoaufzeichnung gleichzeitig

Visualisierung zeigt Funktionsweise des Kanalreinigungs-Video-Roboters

Künftig wird ein neues System den Kanal reinigen und den Vorgang gleichzeitig als Video aufzeichnen. Die integrierte HD-Kamera liefert während des Spülvorgangs scharfe Bilder in Echtzeit. Damit ist der Kanalreinigungserfolg wesentlich größer.

Die Testphase wird 2017 abgeschlossen sein, erst danach liegen konkrete Zahlen und Fakten vor.

Die Erfahrungen, die im Rahmen einer Diplomarbeit begleitet werden, sollen zukünftig die Kanalreinigung und Inspektion effizienter machen.

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