Katastrophenhochwässer

Erst seit dem 19. Jahrhundert erfolgt die lückenlose Aufzeichnung von Hochwasser-Ereignissen. Von Hochwässern spricht man, sobald der Wasserdurchfluss an einer Messstelle pro Sekunde einen festgelegten Schwellenwert überschritten hat.

Handelskai Hochwasser 1954

Im September 1899 ereignete sich mit rund 10.000 Kubikmetern pro Sekunde ein sogenanntes 100-jährliches Hochwasser. Das bedeutet, dass diese Durchflussmenge rechnerisch nur alle 100 Jahre seit Beginn der Messung auftritt. Im August 2002 wurde Wien von einem 80-jährlichen Hochwasser heimgesucht.


Jahrtausend-Hochwasser 1501

Aufgrund von Hochwassermarken oberhalb Wiens stellte man fest, dass im Jahre 1501 sogar 14.000 Kubikmeter pro Sekunde Wien passiert haben mussten. An diesem Wert ist heute Wiens Hochwasserschutz ausgerichtet.

Das Verhältnis von Niederwasserführung zum mittleren jährlichen Hochwasser beträgt rund 1:6. Vergleicht man das niedrigste beobachtete Niederwasser mit dem Hochwasser von 1501, so ergibt sich gar ein Verhältnis von 1:20.

Überschwemmungskatastrophe 1954

Auch 1954 wurde Wien beziehungsweise der gesamte Donauraum von einer Überschwemmungskatastrophe heimgesucht. In den betroffenen Bezirken mussten Personen in großem Umfang evakuiert, in Notquartieren untergebracht und versorgt werden. Dieses Katastrophenhochwasser war Anlass für eine Neudiskussion über die Verbesserung des Hochwasserschutzes. Das Hochwasser zeigte die Grenzen der Standfestigkeit einzelner Dammabschnitte.

Übersicht über Hochwasser-Großereignisse

Ereignis

Menge in Kubikmetern pro Sekunde (m3/s)

Höhe Pegel Korneuburg in Metern

Hochwasser 1501

14.000

10,3

Hochwasser 1899

10.500

8,66

Hochwasser 1954

9.600

8,61

Hochwasser 1975

8.560

8,04

Hochwasser 1991

9.600

8

Hochwasser 2002

10.000

8,63

Hochwasser 2013

11.000

8,09

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