Kleinwasserkraftwerk auf der Donauinsel im Vollbetrieb

Beim Wehr 1 wurde ein neues Kleinwasserkraftwerk errichtet. Das Kraftwerk an der Neuen Donau erzeugt erneuerbaren Strom für 130 Wiener Haushalte.

Das Wehr 1 an der Neuen Donau mit der Neuen Donau und Wasserpflanzen im Vordergrund

Nach einer mehrmonatigen Probephase im Frühjahr ging das neue Kleinwasserkraftwerk auf der Donauinsel im Bereich des Wehr 1 im Juni 2017 in Vollbetrieb. Die Anlage wird jährlich 400.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und damit 130 Wiener Haushalte versorgen.

Bauweise

Optisch ist in diesem Bereich der Donauinsel alles gleich geblieben.

Die Anlage besteht aus einer unterirdischen Wasserzuleitung, einem kleinen Krafthaus mit einer 15 Meter langen Wasserkraftschnecke und einem 60 Meter langen Ableitungstunnel. Der Einbau erfolgte direkt neben der bestehenden Wehranlage 1.


Stromerzeugung aus unterschiedlichem Gefälle

Video: Kleinwasserkraftwerk

Durch den Aufstau der Donau beim Kraftwerk Freudenau ergibt sich zwischen Donau und Neuer Donau eine deutliche Differenz der Wasserspiegel. Dieser Höhenunterschied von rund vier Metern verursacht einen Grund- und Sickerwasserzustrom aus der Donau in die Neue Donau, der wiederum über die Wehranlagen - bisher ungenutzt - abgeführt wird.

Die Kraftwerksanlage nutzt das bestehende Energiepotenzial aus dem unterschiedlichen Gefälle der beiden Gewässer und erzeugt daraus umweltfreundlichen Strom.

Der technische Betrieb der Kraftwerksanlage inklusive Überwachung, Wartungs- und Reparaturarbeiten erfolgt durch die Wiener Gewässer (MA 45). Im Falle eines Hochwassers wird das Kraftwerk außer Betrieb genommen.

Detailinformationen zu Bau und Leistung

  • Standort: Wehr 1, Neue Donau (Donauinsel, Kilometer 9,8)
  • Leistung: rund 100 Kilowatt (kW)
  • Jahresstromproduktion: 400.000 Kilowattstunden (kWh)
  • Versorgung: rund 130 Haushalte
  • CO2-Einsparung: 175 Tonnen pro Jahr
  • Spatenstich: Juli 2016
  • Inbetriebnahme: Juni 2017

Das Kraftwerksprojekt ist eine Kooperation von Wien Energie und der Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) der Stadt Wien.

Es wurde vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), dem BMVIT sowie der ÖMAG gefördert. Die Baukosten beliefen sich auf 1,8 Millionen Euro.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Gewässer (Magistratsabteilung 45)
Kontaktformular