Einbürgerungen - Statistiken

Säulendiagramm über Einbürgerungen in Wien

Einbürgerungen in Wien 2004 bis 2014 (Textversion der Grafik: 52 KB RTF)

Als Einbürgerung wird die Kombination aus Willenserklärung der einzubürgernden Person und der Verleihung der Staatsbürgerschaft durch einen darauffolgenden Behördenakt bezeichnet. Zur Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft sind allgemeine Einbürgerungsvoraussetzungen zu erfüllen, unter anderem Unbescholtenheit.

Einbürgerungen in Wien werden von der Abteilung Einwanderung und Staatsbürgerschaft (MA 35) vorgenommen. Diese ist zuständig für alle einbürgerungswilligen Personen mit Hauptwohnsitz Wien sowie für Personen, die ihren Hauptwohnsitz im Ausland haben und nicht in einem Bundesland außerhalb Wiens geboren wurden. Für alle Geburten ab dem 1. Juli 1966 gilt als "Geburtsort" allerdings der Wohnort der Mutter zur Zeit der Geburt und nicht der tatsächliche Ort der Geburt.

Die Entwicklung der Zahl der Einbürgerungen spiegelt einerseits die Zuwanderung nicht-österreichischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in früheren Jahren wider. Andererseits wird sie durch Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen und deren Handhabung beeinflusst.


Daten

Titel

Tabellen-
Ansicht

CSV-Download

Einbürgerungen in Wien nach Geschlecht

1981 bis 2017

Einbürgerungen in Wien nach bisheriger Staatsangehörigkeit

2007 bis 2017

2002 bis 2017

Einbürgerungen in Wien nach Geburtsland

2011 bis 2017

Einbürgerungen in Wien nach Geburtsland und Rechtsgrund

1981 bis 2017

Einbürgerungen in Wien nach Geschlecht und Rechtsgrund

1981 bis 2017

Statistisches Jahrbuch

Erläuterungen

Daten über Einbürgerungen werden von den Einbürgerungsbehörden der Bundesländer an die Statistik Austria gemeldet. Die Entwicklung der Zahl der Einbürgerungen spiegelt einerseits die Zuwanderung nicht-österreichischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in früheren Jahren wider. Andererseits wird sie durch Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen und deren Handhabung beeinflusst. Im Jahr 2006 trat mit 23. März eine Novelle des Staatsbürgerschaftsgesetzes in Kraft. Diese führte zu einem gravierenden Rückgang der Einbürgerungen.

Für den starken Rückgang der Einbürgerungszahlen seit dem "Rekordjahr" 2003 (18.085 Einbürgerungen) sind im Wesentlichen zwei Aspekte verantwortlich: Zum einen knüpft die im Jahr 2006 in Kraft getretene Novelle zum Staatsbürgerschaftsgesetz strengere Voraussetzungen an den Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft. Zum anderen ging in den letzten fünf Jahren die Zahl der Einbürgerungen nach mindestens zehnjährigem, ununterbrochenem Hauptwohnsitz in Österreich (§ 10 Abs. 1 StbG) signifikant zurück. Parallel dazu ging die Zuwanderung ab dem Jahr 1993 zurück.

Mit 1.745 Einbürgerungen wurde 2010 in Wien die niedrigste Zahl an Staatsbürgerschaftsverleihungen seit 1972 verzeichnet, womit aber ein Ende des Rückganges erreicht war. Entsprechend der ab 2001 wieder gestiegenen Zuwanderung aus dem Ausland steigt seit 2011 die Zahl der Einbürgerungen wieder an. Im Jahr 2014 wurden in Wien insgesamt 2.632 österreichische Staatsbürgerschaften verliehen. Eine Betrachtung nach dem Geburtsland zeigt, dass seit 2007 etwa jede dritte der eingebürgerten Personen in Österreich geboren wurde.

Definitionen

Bevölkerung
Personen, die in Wien mit Hauptwohnsitz gemeldet sind (inklusive Obdachlosenmeldungen) und um den Stichtag herum eine ununterbrochene Mindestaufenthaltsdauer von 90 Tagen in Wien aufweisen.
Bevölkerung mit ausländischer/fremder Herkunft
Personen, die entweder nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder außerhalb Österreichs geboren wurden. Nähere Informationen zu Begriffen und Definitionen zum Thema Migration
Fremde
Personen, ohne Unterschied des Geschlechts, die die österreichische Staatsbürgerschaft nicht besitzen (fremde Staatsangehörigkeit).
Konventionsflüchtlinge
Erhalten vom Staat Asyl im Sinne der Genfer Konvention (unbefristetes Aufenthaltsrecht, freien Zugang zum Arbeitsmarkt, Begünstigungen bezüglich der Einbürgerungen).
LMR
Lokales (örtliches) Melderegister, in Wien von der örtlichen Meldebehörde (Abteilung Wahlen und verschiedene Rechtsangelegenheiten (MA 62) geführt. Die Meldefälle werden vom LMR an das ZMR weitergeleitet.
POPREG
Synonym für "population register". Bevölkerungsregister der Statistik Austria, das auf Basis des ZMR geführt wird.
Registerzählung
Beruht auf der Zusammenführung von anonymisierten Daten aus amtlichen Registern (Zentrales Melderegister, Gebäude- und Wohnungsregister, Unternehmensregister und andere), die aus dem Verwaltungsvollzug gewonnen werden.
Staatsbürgerinnen und Staatsbürger
Personen, ohne Unterschied des Geschlechts, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.
Wohnbevölkerung
Gesamtzahl aller Personen, die in der jeweiligen Verwaltungseinheit (zum Beispiel: Gemeinde, Bezirk, Bundesland) ihren Hauptwohnsitz haben beziehungsweise obdachlos gemeldet sind.
ZMR
Zentrales Melderegister des Bundesministeriums für Inneres.
Verantwortlich für diese Seite:
Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
Kontaktformular