Städtevergleiche: Wien in Österreich und Europa - Statistiken

In Wien arbeitet man nur 12 Minuten für einen Big Mac; Wien ist eine der beliebtesten Kongresstädte der Welt

Big Mac-Index 2015 und internationale Kongresse 2016

In Wien lebt circa ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung, aber es wird mehr als ein Viertel des österreichischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Nur durchschnittlich 12 Minuten muss in Wien gearbeitet werden, um einen Big Mac kaufen zu können. In Prag benötigt man dafür fast die dreifache Arbeitszeit.

Wien ist auch eine der lebenswertesten Städte der Welt. Die Bundeshauptstadt wurde vom Beratungsunternehmen Mercer 2018 zum neunten Mal in Folge auf Platz eins der Metropolen mit der höchsten Lebensqualität gewählt.

Bevölkerung

Wien ist die sechstgrößte Stadt der Europäischen Union nach London, Paris, Berlin, Madrid und Rom. Sie wuchs in den letzten zehn Jahren schneller als die meisten anderen europäischen Metropolregionen. Gleichzeitig ist die Bundeshauptstadt mehr als sechsmal so groß wie Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs.

Bevölkerungsstand der Landeshauptstädte zum 1.1.2017

Stadt

Gesamt

Männer

Frauen

Wien

1.867.582

909.124

958.458

Graz

283.869

139.418

144.451

Linz

203.012

98.157

104.855

Salzburg

152.367

73.063

79.304

Innsbruck

132.236

64.471

67.765

Klagenfurt

99.790

47.217

52.573

Sankt Pölten

54.213

26.569

27.644

Bregenz

29.574

14.286

15.288

Eisenstadt

14.339

6.975

7.364

Quelle: Statistik Austria

Bevölkerungsentwicklung europäischer Städte 2007 bis 2017

Stadt

1.1.2007

1.1.2017

Veränderung
in Prozent

Bukarest

1.940.486

1.826.830

-5,9

Paris

2.193.030

2.181.866

-0,5

Warschau

1.702.139

1.750.345

2,8

Zagreb

779.521

803.647

3,1

Budapest

1.696.128

1.752.704

3,3

Berlin

3.404.037

3.574.830

5,0

Sofia

1.255.122

1.323.637

5,5

Bratislava

592.062

641.892

8,4

Prag

1.173.933

1.280.508

9,1

Wien

1.661.246

1.867.582

12,4

London

7.646.200

8.868.066

16,0

Brüssel

1.031.215

1.199.095

16,3

Quelle: Eurostat

Tourismus

Die Nächtigungszahlen in Wien stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich und erreich regelmäßig neue Rekordwerte. Die Bundeshauptstadt führt nicht nur die Übernachtungsstatistik in Österreich an, sondern ist auch eine der beliebtesten europäischen Städtetourismusdestinationen.

Der Anteil der internationalen Gäste ist sowohl im Österreich- als auch im europäischen Vergleich hoch. Das hängt einerseits mit der Größe Österreichs zusammen: Die potentielle Zahl inländischer Gäste ist hierzulande deutlich geringer als in großen Ländern wie Deutschland. Andererseits spiegelt sich darin auch die Bedeutung Wiens als internationaler Kongressstandort wider.

Gästeübernachtungen in den Landeshauptstädten 2016

Stadt

Gesamt

aus dem Inland

aus dem Ausland

aus dem Inland
in Prozent

aus dem Ausland
in Prozent

Wien

14.962.438

2.822.607

12.139.831

18,9

81,1

Salzburg

2.828.871

694.235

2.134.636

24,5

75,5

Innsbruck

1.595.130

425.730

1.169.400

26,7

73,3

Graz

1.125.372

493.568

631.804

43,9

56,1

Linz

779.248

362.999

416.249

46,6

53,4

Klagenfurt

429.217

217.106

212.111

50,6

49,4

Bregenz

371.801

118.616

253.185

31,9

68,1

Sankt Pölten

141.921

100.544

41.377

70,8

29,2

Eisenstadt

52.781

32.004

20.777

60,6

39,4

Quelle: Statistik Austria

Gästeübernachtungen in den europäischen Städten (inklusive Umland) 2016

Stadt

Gesamt

aus dem Inland

aus dem Ausland

aus dem Inland
in Prozent

aus dem Ausland
in Prozent

London*

85.889.000

26.339.000

59.550.000

30,7

69,3

Paris

44.016.074

18.328.914

25.687.160

41,6

58,4

Berlin

31.067.775

16.888.504

14.179.271

54,4

45,6

Rom*

28.608.474

8.671.986

19.936.488

30,3

69,7

Barcelona

19.162.580

2.902.957

16.259.623

15,1

84,9

Madrid

18.097.379

7.478.468

10.618.911

41,3

58,7

Prag

16.796.384

1.778.681

15.017.703

10,6

89,4

Wien

15.760.254

3.062.575

12.697.679

19,4

80,6

München

14.027.106

7.305.963

6.721.143

52,1

47,9

Amsterdam*

13.983.000

2.192.000

11.791.000

15,7

84,3

Stockholm

13.438.009

8.708.632

4.729.377

64,8

35,2

Hamburg

13.331.001

10.051.005

3.279.996

75,4

24,6

Lissabon

9.717.718

1.881.295

7.836.423

19,4

80,6

Budapest

9.323.228

1.127.946

8.195.282

12,1

87,9

Kopenhagen

8.864.148

3.341.239

5.522.909

37,7

62,3

Brüssel

5.547.772

1.174.927

4.372.845

21,2

78,8

* revidierte Werte

Quelle: European Cities Marketing

Verkehr

Nicht zuletzt aufgrund des steigenden Wohlstands erhöht sich auch die Anzahl der Pkw in Wien seit den 1950er-Jahren stetig. Während im Stadtgebiet damals nur rund 50.000 Autos gemeldet waren, sind es heute über 692.000. Dies ist ein historischer Höchststand. Die Tendenz der vergangenen Jahre zeigt weitehin nach oben.

Die Pkw-Dichte Wiens (Autos pro 1.000 EinwohnerInnen) ist trotzdem die niedrigste aller österreichischen Bundesländer und sinkt seit dem Jahr 2002 leicht.

Motorisierungsgrad in den Landeshauptstädten 2016

Stadt

EinwohnerInnen
Stand 1.1.2017

Pkw-Bestand
in 1.000

Pkw-Dichte
pro 1.000 EW

EinwohnerInnen
pro Pkw

Wien

1.867.582

692.847

371,0

2,7

Graz

283.869

131.723

464,0

2,2

Linz

203.012

101.971

502,3

2,0

Salzburg

152.367

77.460

508,4

2,0

Bregenz (Bezirk)

132.933

69.898

525,8

1,9

Innsbruck

132.236

55.959

423,2

2,4

Klagenfurt

99.790

60.138

602,6

1,7

Sankt Pölten

54.213

30.644

565,3

1,8

Eisenstadt (inkl. Rust)

16.239

10.665

656,8

1,5

Quelle: Statistik Austria

Wirtschaft

Wien ist das österreichische Bundesland mit der größten Wirtschaftsleistung. Etwa ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung erwirtschaftet 26 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das zeigt sich auch am Wohlstandsindikator BRP pro Kopf: Salzburg und Wien liegen hier deutlich vor allen anderen Bundesländern.

Bei europäischen Vergleichen wird das BIP pro Kopf meistens nach den lokalen Preisniveaus gewichtet, die in der EU höchst unterschiedlich sind ("Kaufkraftstandards"). Der Wohlstand wird somit daran gemessen, was sich die lokale Bevölkerung um das gemeinsam Erwirtschaftete vor Ort leisten kann. Die Verteilung der Einkommen wird nicht berücksichtigt.

Wien befindet sich hier im oberen Mittelfeld und deutlich über dem EU-Durchschnitt. Aufgrund niedriger Preise und der starken wirtschaftlichen Konzentration in den Hauptstädten liegen mittel- und osteuropäische Städte beim BIP pro Kopf nach Kaufkraftstandards gemeinsam mit den westeuropäischen Metropolen vorne.

Bruttoregionalprodukt der Bundesländer 2016

Bundesland

in Millionen Euro

Anteil an Österreich
in Prozent

in Euro pro Kopf

Wien

90.111

25,5

48.600

Oberösterreich

59.957

17,0

41.100

Niederösterreich

54.962

15,6

33.100

Steiermark

44.283

12,5

35.800

Tirol

32.479

9,2

43.700

Salzburg

26.683

7,6

48.700

Kärnten

19.262

5,5

34.300

Vorarlberg

17.270

4,9

44.700

Burgenland

8.160

2,3

28.000

Österreich

353.297

100

40.400

Quelle: Statistik Austria

Bruttoregionalprodukt von europäischen Städteregionen 2016

Stadtregion*

Kaufkraftstandards
pro Kopf

Région de Bruxelles-Capitale (Brüssel)

58.400

Bratislavský kraj (Bratislava)

53.700

Praha (Prag)

53.100

Île de France (Paris)

51.100

Stockholm

50.400

Inner London-East (London)

48.700

Noord-Holland (Amsterdam)

47.800

Hovedstaden (Kopenhagen)

46.300

Wien

44.700

Bucuresti - Ilfov (Bukarest)

40.400

Comunidad de Madrid

36.400

Berlin

34.500

Lazio (Rom)

32.100

Mazowieckie (Warschau)

31.700

Közép-Magyarország (Budapest)

29.800

Lisboa (Lissabon)

29.700

Durchschnitt Europäische Union

29.200

Etelä-Suomi (Helsinki)

28.200

Attiki (Athen)

26.900

Yugozapaden (Sofia)

22.800

* NUTS-2-Regionen, stimmen nur in einigen Fällen (wie bei Wien oder Berlin) mit den offiziellen Stadtgrenzen überein. Inner London-West wurde aus methodischen Gründen nicht miteinbezogen.

Quelle: Eurostat

Verwaltung

Da Wien als einziges Bundesland gleichzeitig Land und Gemeinde ist, kann man den Wiener Schuldenstand nur mit der Summe aus Landes- und Gemeindeschulden der anderen Bundesländer vergleichen. Beim Schuldenstand pro Kopf zeigt sich, dass Wien österreichweit im Mittelfeld liegt.

Schuldenstand der Länder und Gemeinden 2014 bis 2016

Bundesland

Summe des Schuldenstands des Bundeslands und seiner Gemeinden
pro EinwohnerIn in Euro 2014 bis 2016

2014

2015

2016

Kärnten

4.371

4.665

6.574

Salzburg

3.505

3.620

4.532

Niederösterreich

4.315

4.383

4.524

Steiermark

4.051

4.366

4.465

Wien

2.723

2.946

3.213

Oberösterreich

2.257

2.257

2.175

Vorarlberg

2.104

2.069

2.135

Burgenland

2.050

2.027

2.013

Tirol

1.417

1.387

1.378

Quelle: Statistik Austria

Ausgaben der Gemeinden und Bundesländer 2016

Bundesland

Ausgaben insgesamt
in Millionen Euro

Ausgaben pro EinwohnerIn
in Euro

Personalaufwand
in Prozent

Wien

13.381,5

7.272

20,9

Niederösterreich

13.207,4

7.970

17,1

Oberösterreich

10.301,2

7.085

16,4

Steiermark

9.770,5

7.930

15,6

Tirol

6.085,8

8.234

17,9

Salzburg

4.865,0

8.913

23,3

Kärnten

5.360,1

9.563

19,5

Vorarlberg

3.145,5

8.188

20,9

Burgenland

1.851,2

6.361

23,2

Quelle: Statistik Austria

Erläuterungen und Definitionen

Big Mac-Index
Da es sich beim Big Mac um ein weltweit standardisiertes Produkt handelt, eignet er sich gut für internationale Kaufkraftvergleiche. Der Big Mac-Index wird von UBS berechnet und ergibt sich aus dem Preis für einen Big Mac in der jeweiligen Stadt dividiert durch den gewichteten Nettostundenlohn aus 14 verschiedenen Berufen.
Bruttoinlandsprodukt
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt nach Abzug aller Vorleistungen wurden.
Bruttoregionalprodukt
Das Bruttoregionalprodukt (BRP) zu Marktpreisen errechnet sich aus den regionalen Bruttowertschöpfungen zu Herstellungspreisen von den in einer Region ansässigen produzierenden beziehungsweise Dienstleistungen erbringenden Einheiten, umgerechnet zu Marktpreisen.
Gästeübernachtungen
Pro Person wird die Anzahl der tatsächlichen Übernachtungen in einem Beherbergungsbetrieb gezählt.
NUTS
NUTS (Nomenclature des unités territoriales statistiques - Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik) bezeichnet eine hierarchische Systematik zur eindeutigen Identifizierung und Klassifizierung der räumlichen Bezugseinheiten der amtlichen Statistik in den Mitgliedsländern der Europäischen Union.
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