
Viele Menschen in Wien sind täglich zu Fuß unterwegs. Im Bezirk Neubau ist fast alles in wenigen Minuten erreichbar. Damit das Gehen für alle Generationen angenehm möglich ist, braucht es Orte zum Ausruhen.
Um einen besseren Überblick zu schaffen, wurde in Neubau gemeinsam mit mehreren Organisationen eine interaktive Karte entwickelt. Sie zeigt, wo es bereits konsumfreie Sitzgelegenheiten gibt – und wo noch Bedarf besteht.
Konsumfreie Pausen
Konsumfreie Sitzmöglichkeiten, die frei und ohne Verpflichtung zur Konsumation genutzt werden können, sind ein wichtiger Teil der öffentlichen Infrastruktur: Sie erleichtern den Alltag von älteren Menschen, Familien mit Kindern oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Parkbänke, Parklets und andere Sitzmöbel im öffentlichen Raum können von allen jederzeit und kostenfrei genutzt werden, im Gegensatz dazu sind etwa Schanigärten an den Besuch eines Lokals gebunden.
Gemeinschaftsprojekt
Beteiligt an der Umsetzung waren unter anderem das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), die Interessensvertretungen "Walk-Space", "Radlobby Wien" sowie "Geht-Doch". Gemeinsam wurde ein frei zugänglicher Datensatz erstellt, der von allen Wiener*innen mitgestaltet werden kann.
Ein wesentlicher Beitrag kam aus dem Bezirk selbst: Der Mobilitätsbeauftragte von Neubau, Bezirksrat Dieter Komendera, trug die technische Konzeption mit, führte eine räumliche Analyse durch und erstellte eine erste Berechnung der Karteninhalte.
Mitmachen und Sitzbänke eintragen
Wer eine fehlende oder nicht mehr vorhandene Bank in der Potenzialkarte Sitzmöglichkeiten entdeckt, kann dies selbstständig eintragen. Durch diese Beteiligungsmöglichkeit kann die Karte laufend aktualisiert werden und eine gute Grundlage für weitere Verbesserungen im öffentlichen Raum bilden.
Eine Anleitung zum Mitmachen ist online unter Potenzialkarte Sitzmöglichkeiten - radlobby abrufbar.
Maßnahmen für eine besser Aufenthaltsqualität im Bezirk Neubau
Im Rahmen des seit 2022 geltenden "Masterplan Gehen" wurden im 7. Bezirk bereits mehrere Schritte zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum gesetzt. Dazu gehören breitere Gehsteige, Begegnungszonen, Begrünungen sowie Maßnahmen für sichere Schulwege.
Seit 2019 konnten zudem 129 neue konsumfreie Sitzmöglichkeiten geschaffen und rund 2.900 Meter Straßenraum umgestaltet werden. Beispiele sind die Neubaugasse mit 32 zusätzlichen Sitzgelegenheiten, die Bernardgasse mit 28 und die Zieglergasse mit 27 neuen Plätzen zum Verweilen.