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Schutz vor Cyber-Kriminalität beim Kauf von ESC-Tickets

Seit 13. Jänner 2026 kann man Tickets für den Songcontest kaufen. ORF, EBU, BMI, Stadt Wien, Polizei und "Watchlist Internet" haben eine zentrale Meldestelle für Betrugsversuche eingerichtet.

Mit dem Eurovision Song Contest im Mai 2026 in Wien steht der größte TV-Musikevent der Welt vor der Tür. Solche Großveranstaltungen ziehen nicht nur Millionen Fans an, sondern auch Betrüger*innen. Der ORF, die EBU, das BMI, die Stadt Wien und die Internetplattform "Watchlist Internet" wollen daher mit dem Start der ersten Ticket-Verkaufswelle am 13. Jänner sensibilisieren und auf die größten Cyber-Gefahren aufmerksam machen.

Ein wesentlicher Pfeiler für einen sicheren Ticket-Erwerb ist das bewährte mehrstufige Ticketing-System, das Transparenz und Fairness garantiert. Bis zum 18. Dezember 2025 konnte man sich auf den offiziellen Plattformen eurovision.com und oeticket.com registrieren. Nur mit dieser Registrierung ist der Kauf eines Tickets auf oeticket.com möglich. Wer sich bisher nicht registriert hat, kann keine Karten in der ersten Verkaufswelle erwerben. Verlockende Angebote sowie Geheimkontingente in sozialen Netzwerken und auf Online-Plattformen, die oft zu überhöhten Preisen verkauft werden, sind Fälschungen.

Die häufigsten Tricks der Betrüger*innen

Gefälschte Webseiten

Rund um Großevents nimmt die Anzahl von Fake-Shops und gefälschten Ticket-Angeboten zu. Betrüger*innen bauen dafür täuschend echte Kopien von Ticket-Webseiten nach. Käufer*innen zahlen auf der Fake-Webseite, erhalten aber nie ein Ticket - oder sie erhalten eine Fälschung, mit der sie am Eingang abgewiesen werden.

Phishing E-Mails

Ignorieren sollte man E-Mails von angeblichen Organisator*innen, die Gewinne oder Last-Minute-Tickets versprechen. Es handelt sich dabei um Phishing-Mails. Ein Blick auf die E-Mail-Adresse reicht meist, um zu bemerken, dass die E-Mail Teil eines ein Betrugsversuchs ist.

Soziale Medien

Bei "Geheimtipps" oder günstigen Social-Media-Ticket-Packages auf Facebook, Instagram et cetera oder Kleinanzeigen handelt es sich fast immer um Fallen. Dubiose Umfragen zum Eurovision Song Contest haben zum Ziel, Daten zu stehlen oder Computer-Viren zu verbreiten. Empfohlen wird zudem, keine Ticket-Selfies in den sozialen Medien zu posten. Der QR-Code der Tickets kann kopiert und gefälscht werden.

Betrügerische QR-Codes

Eine Gefahr abseits des Ticketverkaufs ist auch das sogenannte Quishing - dabei überkleben Kriminelle echte QR-Codes an Parkautomaten, E-Ladesäulen oder auf Tischen in Lokalen mit eigenen Stickern. Ein harmloser Scan einer vermeintlichen "ESC-Info" mit dem Handy führt auf gefälschte Banking-Seiten, die sensible Daten stehlen. Was hilft ist ein Fühl-Test, um Aufkleber zu identifizieren.

Telefonbetrug mit KI

Vorsicht gilt auch beim Enkeltrick 2.0: Die KI macht es möglich, dass Betrüger*innen Stimmen von Angehörigen klonen. Das könnte laut Cyber-Expert*innen vor allem in den Show-Wochen vom 12. bis 16. Mai brisant werden. Ein Anruf mit der täuschend echten Stimme eines Familienmitglieds, wie etwa "Mama, ich bin in Wien beim ESC, mein Geldbeutel ist weg, ich brauche sofort Geld!" kann selbst vorsichtige Menschen überrumpeln. Für das sogenannte Voice-Cloning genügen wenige Sekunden Audiomaterial aus Social-Media-Videos. Generell ist es gut, sich mit seiner Familie ein Sicherheits-Codewort für den Notfall auszumachen. Auch der Rückruf unter einer bekannten Rufnummer ist ein sinnvolles Vorgehen, rät die Polizei.

Wichtige Anlaufstellen für Hinweise und Hilfe

Sicherheit ist beim 70. Eurovision Song Contest als gemeinschaftliche Aufgabe zu verstehen. Während der ORF die technische Infrastruktur absichert, ist die Mithilfe der Bevölkerung ein entscheidender Faktor.

Um Betrugsmuster frühzeitig zu erkennen und Hilfe zu bieten, wurde ein Netzwerk an Anlaufstellen aufgebaut:

Cyber-Kriminalität und Betrug melden

Bitte melden Sie verdächtige E-Mails oder Webseiten rund um den ESC-Ticketverkauf per E-Mail an den ORF: esc-cybersecurity@orf.at

Eine Straftat können Sie in jeder Polizei-Dienststelle melden sowie per E-Mail an die Meldestelle gegen Internetkriminalität des Bundeskriminalamts: against-cybercrime@bmi.gv.at

Hilfe, Beratung und Information

Für konkrete Unterstützung und Beratung steht die Cybercrime-Helpline der Stadt Wien unter der Telefonnummer +43 1 4000-4006 zur Verfügung.

Aktuelle Warnungen vor Online-Fallen finden Sie auf der Plattform Watchlist Internet.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Stadt Wien - wien.gv.at-Redaktion

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