Abteilung Wiener Gewässer an neuem Standort

Die Zentrale der Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) befindet sich seit Ende Juni 2017 im ehemaligen Schleusengebäude der historischen Nußdorfer Wehr- und Schleusenanlage.

Außenansicht eines Gebäudes im Jugendstil

Die Sanierung des historischen Jugendstilgebäudes am Brigittenauer Sporn zwischen Donau und Donaukanal vereint viele Vorteile. Alte und Neue Donau sowie die Außenstellen der MA 45 auf der Donauinsel sind von der neuen Zentrale aus schnell zu erreichen. Durch die Rolle der Stadt Wien als Miteigentümerin des Gebäudes sind die Kosten für die Büromiete im Vergleich zum alten Standort in Wien Ottakring stark gesunken.


Anspruchsvolle Sanierung

Die vorangegangene Sanierung des Daches und des Gebäudeinneren erfolgte unter hohen Auflagen des Denkmalschutzes. Die Sanierungsarbeiten starteten im Oktober 2016. Anfang Juni 2017 konnte das Gebäude bereits fertiggestellt werden.

Das Gebäude bietet nach der Innenraumsanierung auf vier Ebenen Büro- und Sozialräumlichkeiten für rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einen barrierefreien Zugang.

Gewässer-Hotspot Brigittenauer Sporn

Panorama: Jugendstilgebäude an der Donau

Die neue Zentrale der Abteilung Wiener Gewässer liegt auf dem Areal der Nußdorfer Wehr- und Schleusenanlage am Sporn zwischen Donau und Donaukanal. Diese wurde in den Jahren 1894 bis 1899 errichtet. Die Anlage umfasst neben dem ehemaligen Schleusengebäude die mit Löwenfiguren bestückte Schemerlbrücke und ein steinernes Kettenmagazin. Die kunstvolle Brückenkonstruktion ist das Tragwerk der Wehranlage.


Architektur und Nutzung

Detailansicht eines Jugendstilgebäudes: Balkon, Fassadenornamente

Die von Otto Wagner Ende des 19. Jahrhunderts geplante Anlage ist ein Juwel des Wiener Jugendstils und ein markanter geschichtsträchtiger Ort. Ein begehbarer Dachaufsatz mit Rundblick, die sogenannte "Laterne", diente in früheren Jahren für die Hochwasserbeobachtung der Donau.

Hochwasserschutz

Bevor die Wehr- und Schleusenanlage in Nußdorf erbaut wurde, schützte ein Schwimmtor - das sogenannte "Sperrschiff" - den Donaukanal vor Treibeis und Hochwasser. Für die Regulierung des Wasserstandes im Donaukanal war das Schwimmtor jedoch ungeeignet.

Mit dem Bau der Anlage begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Hochwasserschutzes in Wien. Das Wehr schützt noch heute die Wiener Innenstadt vor Hochwasser und regelt die Wassermenge im Donaukanal. Die Schleusenanlage dient der Donauschifffahrt als Tor zum Donaukanal.

Innovative Projekte

Seit 2005 produziert ein Kleinwasserkraftwerk, das direkt in das Nußdorfer Wehr eingebaut wurde, umweltfreundlichen Strom für rund 10.000 Wiener Haushalte.

Ebenfalls in die Wehranlage integriert ist eine neue, bautechnisch beeindruckende Fischaufstiegshilfe, die Anfang April 2017 eröffnet wurde. Als eine der größten Fischwanderhilfen Österreichs verbindet sie die beiden Lebensräume des Donaukanals und der Donau.

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