Wiener Pflege- und Patient*innen-Anwalt

Porträt von einem Herrn in Anzug

Am 1. Juli 2022 wurde Dr. Gerhard Jelinek für die Dauer von 5 Jahren mit der Leitung der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft (WPPA) betraut.

Zusammen mit einem bewährten Team steht er Patient*innen im Wiener Gesundheitswesen und im Pflegebereich zur Verfügung.

Aufgaben und Ziele

Als Patient*innen-Anwalt prüft Jelinek individuelle Schadensfälle und thematisiert kollektive Patient*innen-Interessen öffentlich.


Gerhard Jelinek:

Die Gesundheit ist das wertvollste Gut. In einer immer älter werdenden Gesellschaft kommt ihr, aber auch der Thematik der altersgerechten Pflege ein besonderer Stellenwert zu. Trotz des hohen Berufsethos und der Einsatzbereitschaft von Ärzt*innen und generell dem gesamten im Gesundheits- und Pflegebereich arbeitenden Personal kann es im Einzelfall zu fehlerhaften Behandlungen oder unvorhersehbaren Komplikationen mit fatalen Folgen kommen. In diesen Fällen, aber auch wenn allgemein Organisationsabläufe verbessert werden können, wird es meine Aufgabe sein, gemeinsam mit meinem Team die Interessen von Patient*innen und Pflegeheimbewohner*innen mit Nachdruck zu vertreten.

Dr. Jelinek will Patient*innen außerdem ermutigen, sich mit Gesundheitsfragen zu befassen und Erkrankungen vorzubeugen. Es geht darum, dass auch bildungsferne Menschen Zugang zu Gesundheitsinformation bekommen. Sie sollen mit dem Gesundheitspersonal auf Augenhöhe kommunizieren können und mit ihren Anliegen, Sorgen und Anregungen ernst genommen werden. Dabei hilft ihm auch sein Team der Unabhängigen Patient*inneninformationsstelle (UPI).

Biographie

Dr. Gerhard Jelinek absolvierte von 1975 bis 1979 in Wien das Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften. Während seiner Studienzeit war er als Studienassistent im Institut für Handels- und Wertpapierrecht bei Univ.-Prof. Dr. Schönherr beschäftigt.

Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er zunächst als Rechtsanwaltsanwärter in der Kanzlei Schönherr & Partner, entdeckte aber während der aufgeschobenen Gerichtspraxis seine Liebe für den Richterberuf. Diesen übte er von 1984 bis 2021, zunächst als Richter des BG Innere Stadt Wien und des BG Donaustadt (allgemeine Zivilsachen und Bestandstreitigkeiten), danach am HG Wien und schließlich am OLG Wien aus.

2008 wurde er zum Vizepräsidenten und 2015 zum Präsidenten des OLG ernannt und war damit für die Justizverwaltung des größten OLG-Sprengels Österreichs zuständig. Sein besonderes Augenmerk galt der Auswahl und Ausbildung des richterlichen Nachwuchses.

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