570 Millionen Euro für das Schulsanierungspaket II

Das neue Schulsanierungspaket II beinhaltet eine Förderung für Generalsanierungen und einen Sonderfördertopf für Innovationsprojekte. Wien investiert dafür weitere 570 Millionen Euro.

Außenansicht eines Schulgebäudes

Die Volksschule in der Julius-Meinl-Gasse in Ottakring wurde im Rahmen des Schulsanierungspaket I saniert.

Die Stadt fördert die Bezirke, in deren Kompetenz die Schulerhaltung fällt, mit einem Teil der Kosten aus dem Zentralbudget.

Neben Substanzsanierungen - die Stadt fördert hier 40 Prozent der Kosten der Bezirke - wird das neue Schulsanierungspaket II auch Generalsanierungen umfassen. Die Stadt übernimmt hier bis zu 90 Prozent der Kosten der Bezirke.

Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner: "Uns war es wichtig, diesen Schritt gemeinsam mit den Bezirken zu gehen. Topmoderne Schulen zählen gerade in einer wachsenden Stadt zur wichtigsten Infrastruktur für Familien. Und moderne Räume tragen auch wesentlich zur Lernmotivation und letztlich zum Schulerfolg bei."

Einzelprojekte werden höher gefördert

Konkret umfasst das Sanierungsvolumen 513 Millionen Euro. Weitere 57 Millionen Euro stehen für Ausweichquartiere und als Reserve zur Verfügung. Die Auswahl der Sanierungsstandorte erfolgt nach fachlichen Kriterien beziehungsweise der Dringlichkeit der Sanierung. Mehr als 40 Projekte wurden für eine prioritäre Umsetzung bereits ins Auge gefasst. Damit werden Einzelprojekte im Schulsanierungspaket II insgesamt höher gefördert als im auslaufenden Schulsanierungspaket I, das im Jahr 2008 beschlossen wurde und 570 Millionen Euro umfasst.

Bisher wurden an 117 Standorten die geplanten Sanierungsvorhaben fertiggestellt. Allein 2017 wurden die Sanierungsarbeiten an rund 150 Wiener Pflichtschulen fortgesetzt. Für 2018 sind Sanierungstätigkeiten an rund 100 Schulen in der Höhe von 48 Millionen Euro geplant.

Sonderfördertopf für Innovationsprojekte

Erstmals ist auch ein Sonderfördertopf für Innovationsprojekte in der Höhe von 100 Millionen Euro eingeplant. Damit können beispielsweise innovative pädagogische Lösungen oder ökologische Aspekte gefördert werden.

Ersatzquartiere danach als reguläre Standorte nutzbar

Das neue Schulsanierungspaket II wird parallel zum ersten Paket anlaufen, um eine kontinuierliche Sanierungstätigkeit zu gewährleisten. Der Fokus des Nachfolgeprogramms liegt auf einer geringeren Anzahl von Objekten, die allerdings einer umfassenderen Sanierung unterzogen werden. Ein Augenmerk wird dabei auch auf der Qualität der Ersatzquartiere liegen. Sie sollen einen baulichen Standard wie normale Neubauten haben und können somit auch nach der Nutzung als Ersatzquartiere als reguläre Schulstandorte verwendet werden.

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