Arbeitsfreistellung wegen Mutterschutz - Antrag

Allgemeine Informationen

Fachärztinnen bzw. Fachärzte für Frauenheilkunde oder Fachärztinnen bzw. Fachärzte für Innere Medizin dürfen Freistellungszeugnisse ausstellen, wenn bestimmte Gründe für eine Arbeitsfreistellung über die acht Wochen Frist hinaus vorliegen. Ein Freistellungszeugnis von einer Amtsärztin bzw. vom Amtsarzt ist dann nicht erforderlich.

Gründe für eine Freistellung: Verordnung des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz über die vorzeitige Freistellung werdender Mütter (Mutterschutzverordnung – MSchV)

Eine Freistellung wegen anderer Gründe als den in der Verordnung genannten muss gemäß § 3 Abs. 3 Mutterschutzgesetz im Einzelfall von einer Amtsärztin bzw. eines Amtsarztes ausgestellt werden.

Bei Beschwerden, die mit den Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz im Zusammenhang stehen, erfolgt eine Freistellung im Einzelfall durch eine Arbeitsinspektionsärztin bzw. einen Arbeitsinspektionsarzt.

Für werdende Mütter, die nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz versichert sind, besteht keine fachärztliche Zuständigkeit zur Ausstellung eines Zeugnisses.

Zur Beantragung der Betriebshilfe (Wochengeld) über die Frist von acht Wochen vor der Entbindung hinaus, wenn bei Fortdauer der Tätigkeit Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind gefährdet wäre, muss gemäß § 102a GSVG ein Zeugnis einer Amtsärztin bzw. eines Amtsarztes vorgelegt werden.

Voraussetzungen

Begutachtung der Empfehlung einer Arbeitsfreistellung

Fristen und Termine

Keine

Zuständige Stelle

Bezirksgesundheitsämter

Erforderliche Unterlagen

Für die Bearbeitung des Antrages im Bezirksgesundheitsamt ist die Vorlage folgender Unterlagen unbedingt erforderlich:

  • Lichtbildausweis
  • Mutter-Kind-Pass
  • Fachärztlicher Befund oder fachärztliches Gutachten

Aus der fachärztlichen Empfehlung für die Arbeitsfreistellung müssen die medizinischen Freistellungsgründe eindeutig und nachvollziehbar hervorgehen.

Kosten und Zahlung

Keine

Erledigungsdauer

Sofern im Einzelfall keine zusätzlichen Befunde angefordert werden, erfolgt die Erledigung und Ausfolgung des amtsärztlichen Zeugnisses sofort.

Zusätzliche Informationen

Die Zuständigkeit der AmtsärztInnen der Bezirksgesundheitsämter richtet sich nach dem Wohnsitz der werdenden Mutter.

Eine telefonische Terminvereinbarung ist für die amtsärztliche Begutachtung von Anträgen gemäß § 3 Abs. 3 Mutterschutzgesetz notwendig.

Homepage: Gesundheitsdienst der Stadt Wien

Verantwortlich für diese Seite:
Gesundheitsdienst der Stadt Wien (Magistratsabteilung 15)
Kontaktformular