Verpflichtender Hundeführschein

Allgemeine Informationen

Das Ziel des Hundeführscheins ist es, das Zusammenleben von Mensch und Tier in Wien konfliktfrei zu gestalten.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

  • Der Hundeführschein muss innerhalb von drei Monaten ab Beginn der Haltung absolviert werden.
  • Die Hundeführscheinprüfung mit dem entsprechenden Hund muss im Zeitraum von 21 bis 24 Monaten - gerechnet ab der erstmaligen positiven Absolvierung - von der Halterin bzw. dem Halter wiederholt werden.
  • Das Mindestalter der Hundehalterinnen und Hundehalter für die Prüfung muss 16 Jahre betragen.
  • Die Hundehalterinnen und Hundehalter dürfen keine einschlägigen Vorstrafen haben.
  • Die Prüfung kann frühestens ab vollendetem sechsten Lebensmonat des Hundes absolviert werden.
  • Der Hund muss elektronisch gekennzeichnet (gechippt) sein. Die Tierhalterin bzw. der Tierhalter und ihr bzw. sein Hund müssen in der Heimtierdatenbank registriert sein. Dies kann gleichzeitig mit der Online-Anmeldung zum Hundeführschein erledigt werden. Die Registrierung ist kostenpflichtig.
  • Für den Hund muss die Hundeabgabe für das laufende Jahr entrichtet sein.
  • Für den Hund muss eine gültige Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 725.000 Euro abgeschlossen sein.

Chip-Pflicht: Kennzeichnung und Registrierung von Hunden

Liste der betroffenen Hunderassen
Die vorliegende Liste der betroffenen Hunde ist jederzeit erweiterbar. Derzeit betrifft es:

  • American Staffordshire Terrier
  • Bullmastiff
  • Bullterrier
  • Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff)
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Mastin Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Pitbullterrier
  • Rottweiler
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu

Der Führschein gilt auch für Mischlinge mit diesen Rassen.

Fristen und Termine

Der Prüfungstermin sowie der Prüfungsort werden direkt mit den Prüferinnen und Prüfern von den Hundehalterinnen und Hundehaltern vereinbart. Eine Liste aller möglichen Prüferinnen und Prüfer für Ihre Bezirksgruppe wird gemeinsam mit der Zulassung zur Prüfung (nach Prüfung des Antrags) zugestellt.

Zuständige Stelle

Veterinärdienste und Tierschutz (MA 60)
3., Karl-Farkas-Gasse 16 (Zufahrt über Litfaßstraße und Maria-Jacobi-Gasse möglich)
Telefon: +43 1 4000-8060
E-Mail: post@ma60.wien.gv.at

Parteienverkehr (amtstierärztliche Sprechstunde):
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 8 bis 13 Uhr; Donnerstag Nachmittag nur nach Terminvereinbarung (+43 1 4000-8060)
Amtsstunden: Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr
Am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 8 bis 11 Uhr; an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Erforderliche Unterlagen

Die Anmeldung kann persönlich oder mittels Online-Antrag erfolgen. Bei der Anmeldung müssen folgende Dokumente und Nachweise vorgelegt bzw. hochgeladen werden:

  • Amtlicher Lichtbildausweis
  • Auszug aus dem Strafregister (nicht älter als drei Monate ab Ausstellung)
  • Chipnummer des Hundes, am besten Nachweis über EU-Heimtierausweis oder Impfpass
  • Nachweis über die Entrichtung der Hundeabgabe für das laufende Jahr
  • Nachweis über den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Hunde (inklusive Polizzeninhaberin oder -inhaber) mit einer Deckungssumme von mindestens 725.000 Euro (zur Deckung der durch den Hund verursachten Personen- oder Sachschäden)
  • Zusatzinformation: Ist ein Foto auf dem Hundeführschein bzw. der Hundekarte gewünscht, muss ein Foto der Antragstellerin oder des Antragstellers und des Hundes in Passbildgröße mitgebracht oder bei der Online-Anmeldung elektronisch übermittelt werden. Der Hundeführschein mit Foto gilt als amtlicher Lichtbildausweis.

Kosten und Zahlung

Für die Antragstellung werden Verwaltungskosten von 20,84 Euro verrechnet.
Wenn Sie gleichzeitig mit der Anmeldung zum Hundeführschein die Registrierung des Hundes vornehmen möchten, fallen zusätzliche Kosten in der Höhe von 20,84 Euro an. Die entstehenden Kosten müssen mit der anschließend übermittelten Zahlungsanweisung bezahlt werden.

Die Prüferinnen und Prüfer sind berechtigt, für ihren Aufwand Verwaltungskosten von 40 Euro und gesondert etwaige Fahrtspesen zu verrechnen.

Formular

Online-Antrag: Wiener Hundeführschein (verpflichtend oder behördlich) - Anmeldung

Zusätzliche Informationen

Bis zur positiven Absolvierung des Hundeführscheins müssen die Hunde an öffentlichen Orten immer einen Maulkorb tragen. Erst nach positiver Absolvierung des Hundeführscheins gelten auch für hundeführscheinpflichtige Hunde die allgemeinen Bestimmungen hinsichtlich des Maulkorb- und Leinengebotes in Wien.

Nach positiver Absolvierung der Prüfung durch die Halterin oder den Halter wird für den Hund eine auf 24 Monate befristete Hundekarte ausgestellt, die immer mit dem Hundeführschein gemeinsam mitgeführt werden muss. Bei einem Hundeführschein ohne Foto ist zusätzlich ein amtlicher Lichtbildausweis mitzuführen. Verwahrerinnen und Verwahrer erhalten im Rahmen der Prüfung keine eigene Hundekarte - diese muss während der Betreuung des Hundes von der Hundehalterin oder dem Hundehalter übernommen werden.

Bedenken Sie bitte, dass Sie als Halterin und Halter eines hundeführscheinpflichtigen Hundes seit 22. Dezember 2018 verpflichtet sind, die Hundeführscheinprüfung mit dem entsprechenden Hund im Zeitraum von 21 bis 24 Monaten - gerechnet ab der erstmaligen positiven Absolvierung - zu wiederholen.

Werden Hundehalterinnen und Hundehalter mit einem Listenhund ohne gültigen Hundeführschein bzw. ohne gültiger Hundekarte aufgegriffen, kann eine Verwaltungsstrafe ausgesprochen werden.

Die Polizei kann Hundehalterinnen und Hundehaltern ohne Hundeführschein bzw. Hundekarte in Gefahrensituationen den Hund sofort und dauerhaft abnehmen. Zusätzlich können hohe Verwaltungsstrafen verhängt werden.

Bei Nichtbestehen der Hundeführscheinprüfung ist eine einmalige Wiederholung innerhalb von drei Monaten zulässig. Bei abermaligem Nichtbestehen der Prüfung muss die Behörde den Hund abnehmen und dieser ist als verfallen anzusehen. "Verfallen" bedeutet, dass Sie das Eigentum an ihrem Hund verlieren und diesen abgeben müssen.

Prüfungsvorbereitung - Unterlagen

Weitere Informationen:

Homepage: Veterinärdienste und Tierschutz

Verantwortlich für diese Seite:
Veterinärdienste und Tierschutz (Magistratsabteilung 60)
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