Behördlicher Hundeführschein

Allgemeine Informationen

Die Behörde (Landespolizeidirektion Wien) kann im Rahmen eines Strafverfahrens zur zukünftigen Vermeidung von Zwischenfällen mit Hunden (Bedrohungen, Bissattacken, usw.) per Bescheid Auflagen erteilen.

Eine der möglichen Auflagen kann die Ablegung eines behördlich vorgeschriebenen Hundeführscheins für Hund und Halterin oder Halter sein.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

  • Das Mindestalter der Hundehalterinnen und Hundehalter für die Prüfung muss 16 Jahre betragen.
  • Der Hund muss elektronisch gekennzeichnet (gechippt) sein. Die Tierhalterin bzw. der Tierhalter und ihr bzw. sein Hund müssen in der Heimtierdatenbank registriert sein. Dies kann gleichzeitig mit der Online-Anmeldung zum Hundeführschein erledigt werden. Die Registrierung ist kostenpflichtig.
  • Für den Hund muss die Hundeabgabe für das laufende Jahr entrichtet sein.
  • Für den Hund muss eine gültige Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 725.000 Euro abgeschlossen sein.
  • Bescheid von der Landespolizeidirektion Wien

Fristen und Termine

Die Frist zur Ablegung des behördlich beauftragten Hundeführscheins ist dem Bescheid der Landespolizeidirektion Wien zu entnehmen.

Der Prüfungstermin sowie der Prüfungsort wird direkt mit den Prüferinnen und Prüfern von den Hundehalterinnen und Hundehaltern vereinbart. Eine Liste aller möglichen Prüferinnen und Prüfer wird mit der Zulassungsbestätigung übermittelt.

Zuständige Stelle

Veterinärdienste und Tierschutz (MA 60)
3., Karl-Farkas-Gasse 16 (Zufahrt über Litfaßstraße und Maria-Jacobi-Gasse möglich)
Telefon: +43 1 4000-8060
E-Mail: post@ma60.wien.gv.at

Parteienverkehr (amtstierärztliche Sprechstunde):
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 8 bis 13 Uhr; Donnerstag Nachmittag nur nach Terminvereinbarung (+43 1 4000-8060)
Amtsstunden: Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr
Am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 8 bis 11 Uhr; an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Erforderliche Unterlagen

Die Anmeldung kann persönlich oder mit dem Online-Antrag erfolgen. Bei der Anmeldung müssen folgende Dokumente und Nachweise vorgelegt bzw. hochgeladen werden:

  • Amtlicher Lichtbildausweis
  • Nachweis über die Entrichtung der Hundeabgabe für das laufende Jahr
  • Nachweis über den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Hunde (inklusive Polizzeninhaberin oder -inhaber) mit einer Deckungssumme von mindestens 725.000 Euro (zur Deckung der durch den Hund verursachten Personen- oder Sachschäden)
  • Der Hund muss elektronisch gekennzeichnet, die Tierhalterin bzw. der Tierhalter und ihr bzw. sein Hund müssen in der Heimtierdatenbank registriert sein.
  • Bescheid der Landespolizeidirektion Wien
  • Zusatzinformation: Ist ein Foto auf dem Hundeführschein bzw. der Hundekarte gewünscht, muss ein Foto der Antragstellerin oder des Antragstellers und des Hundes in Passbildgröße mitgebracht oder bei der Online-Anmeldung elektronisch übermittelt werden. Der Hundeführschein mit Foto gilt als amtlicher Lichtbildausweis.

Kosten und Zahlung

Für die Antragstellung werden Verwaltungskosten von 20,84 Euro verrechnet.
Wenn Sie gleichzeitig mit der Anmeldung zum Hundeführschein die Registrierung des Hundes vornehmen möchten, fallen zusätzliche Kosten in der Höhe von 20,84 Euro an. Die entstehenden Kosten müssen mit der anschließend übermittelten Zahlungsanweisung bezahlt werden.

Die Prüferinnen und Prüfer sind berechtigt, für ihren Aufwand Verwaltungskosten von 40 Euro und gesondert etwaige Fahrtspesen zu verrechnen.

Formular

Online-Antrag: Wiener Hundeführschein (verpflichtend oder behördlich) - Anmeldung

Zusätzliche Informationen

Für bissige Hunde besteht in Wien (ex lege) eine Maulkorbpflicht.

Nach positiver Absolvierung der Prüfung werden für die Halterin bzw. den Halter ein Hundeführschein und für den Hund eine Hundekarte ausgestellt und zugesandt. Der Hundeführschein und die Hundekarte müssen immer mitgeführt werden.

Die Polizei kann Hundehalterinnen und Hundehaltern ohne Hundeführschein bzw. Hundekarte in Gefahrensituationen den Hund sofort und dauerhaft abnehmen. Zusätzlich können hohe Verwaltungsstrafen verhängt werden.

Bei Nichtbestehen der Hundeführscheinprüfung ist eine einmalige Wiederholung innerhalb von drei Monaten zulässig. Bei abermaligem Nichtbestehen der Prüfung muss die Behörde den Hund abnehmen und dieser ist als verfallen anzusehen. "Verfallen" bedeutet, dass Sie das Eigentum an ihrem Hund verlieren und diesen abgeben müssen.

Prüfungsvorbereitung - Unterlagen

Weitere Informationen:

Verantwortlich für diese Seite:
Veterinärdienste und Tierschutz (Magistratsabteilung 60)
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