Mehrweg - Vermeidung von Abfällen und Umweltbelastungen

Wohlstandsgesellschaften sind Wegwerfgesellschaften. So werden auch in Österreich sehr viele Produkte nach einmaligem Gebrauch in den Müll geworfen. Dabei ist gerade die einmalige Verwendung ökologisch besonders nachteilig, da für die Produktion verhältnismäßig viel Energie und Ressourcen aufgewendet werden müssen. Auch wenn Einwegartikel recycelt werden entstehen Emissionen, die durch die Verwendung von Mehrwegprodukten großteils vermeidbar wären. Im Abfallwirtschaftsgesetz und in Richtlinien der Europäischen Union wird die Abfallvermeidung in der Hierarchie vor die Abfallverwertung gestellt. Die Verwendung von Mehrwegprodukten ist daher dem Recycling vorzuziehen.

Das Beispiel für die Anwendung von Mehrweg sind Getränkeverpackungen in Form von Mehrweg-PET (Polyethylenterephthalat)- oder Mehrweg-Glasflaschen. Getränkeverpackungen werden innerhalb von wenigen Minuten zu Abfall: Sobald der Inhalt getrunken wurde, verliert die Einwegverpackung ihren Zweck. Dann landet sie im besten Fall in der Verpackungssammlung, zu einem großen Teil allerdings im Restmüll oder - im schlechtesten Fall - in der Landschaft.

Für eine Mehrwegflasche erhält man bei der Rückgabe im Geschäft das Pfandgeld zurück. Die Flasche kann erneut befüllt und anschließend wieder in den Verkauf gebracht werden. Mehrweg vermeidet Abfälle, schont Ressourcen und belastet die Umwelt in geringerem Ausmaß.

Ökobilanzen favorisieren die Mehrwegflaschen

Selbst wenn Einwegflaschen dem Recycling zugeführt werden, die Nutzung von Mehrwegflaschen ist in jeder Hinsicht ökologisch vorteilhafter. Das beweisen alle bisher erstellten Ökobilanzen. Ökobilanzen werden für den gesamten Lebensweg des Produktes von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung erstellt. Dabei werden auch die Herstellung von Vorprodukten, Hilfsstoffen, die Energieerzeugung sowie die Bereitstellung von Rohstoffen und alle Transporte einbezogen.

Recycling von PET-Flaschen wie zum Beispiel in einer Bottle-to-Bottle-Anlage ist ökologisch nicht dem Einsatz von Mehrwegflaschen gleichzusetzen. Für die Herstellung von neuen Flaschen werden derzeit in der einzigen Anlage in Österreich maximal 30 Prozent gebrauchte PET-Flaschen eingesetzt. Zu 70 Prozent ist neues Material erforderlich.

Daten und Fakten zu Mehrweg

Anwendungsbereiche

Folder "Mehrweg - Einsatz der sich auszahlt!"

Der Folder bietet neben sieben Argumenten für Mehrweg auch eine Karte an die Filialleitung mit der Forderung nach einem größeren Angebot an Mehrwegflaschen im Geschäft.

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Wiener Umweltschutzabteilung (Magistratsabteilung 22)
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