Der Donaupark

  • Lage: 22., Donaupark, zwischen Arbeiterstrandbadstraße, Donauturm und Am Hubertusdamm
  • Fahrplanauskunft
  • Größe: rund 604.000 Quadratmeter
  • Gartentelefon: +43 1 4000-8042

Geschichte

Donaupark als Baustelle und Donauturm im Bau (ungefähr 1963)

Von 1962 bis 1964 wurden der Donaupark und der Donauturm errichtet.

Bis zum Jahr 1960 wurden weite Teile des Gebietes zwischen Wagramer Straße, Siedlung Bruckhaufen, Arbeiterstrandbadstraße und Hubertusdamm im 22.Bezirk (Donaustadt) als Mülldeponie genützt. Dieses Gelände, nur vier Kilometer Luftlinie vom Stephansplatz entfernt, bot sich nach der Sanierung der Deponie für die Errichtung einer Parkanlage an. Die Wiener Stadtverwaltung beschloss, dies in Verbindung mit der "Wiener Internationalen Gartenschau 1964" (WIG 1964) in die Tat umzusetzen. Die Gesamtplanung übernahm der damalige Stadtgartendirektor Prof. Ing. Alfred Auer (1922 bis 2002).


Wiener Internationale Gartenschau (WIG) 1964

Vor dem Sessellift (1964)

Ein Sessellift diente 1964 zur Beförderung der AusstellungsbesucherInnen.

Die WIG 1964 gab einen Überblick über den Stand und die Leistungen des österreichischen und internationalen Gartenbaus. Sechs große Hauptschauen waren das Rückgrat dieser Veranstaltung. Im Freiland zeigten zehn Nationen in eigens entworfenen Gärten ihre Kunst. Leider sind die Nationenbeiträge im Laufe der Jahre verloren gegangen. Zusätzlich gab es zahlreiche Sonderausstellungen, eine Baumschulenschau sowie Rosen-, Iris-, Sommerblumen-, Begonien- und Dahlienbewerbe. Ausstellungsbesucherinnen und Ausstellungsbesucher konnten mit einer heute noch bestehenden Donauparkbahn (Liliputbahn) und einem inzwischen nicht mehr vorhandenen Sessellift die WIG 1964 aus der Vogelperspektive betrachten. Nach der Gartenschau wurde das Ausstellungsgelände zum heutigen Donaupark.


Donaupark heute

Übersichtsplan als Download: 850 KB PDF

In den Baulichkeiten, in denen im Rahmen der WIG 1964 die Gärten der Nationen untergebracht waren, befinden sich heute Spiel- und Sporteinrichtungen. Um den 1993 renaturierten Irissee steht heute noch ein Altbestand an Silberpappeln. Für die kleinen Parkbesucherinnen und Parkbesucher stehen viele Spielplätze zur Verfügung. Ältere Parkbesucherinnen und Parkbesucher können sich in Schach üben. Beliebt sind auch die Gratis-Tennisplätze in der Nähe des Donauturms sowie der Minigolfplatz im Bereich der Arbeiterstrandbadstraße. Der Donaupark ist gut an das Wiener Radwegenetz angeschlossen. Er bildet heute eine Einheit mit dem Erholungsgebiet Neue Donau.

Irissee im Donaupark

Der anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 errichtete 30.000 Quadratmeter große Donaupark-Irissee wurde durch zwei Brunnen gespeist. Mitte der 1980er-Jahre ergaben Untersuchungen, dass der Irissee durch Setzungen undicht geworden war. Größere Wassermengen drohten in die darunter liegende ehemalige Deponie zu versickern. 1993 wurde daher der Teich renaturiert, vertieft, die Ufer wurden abgeflacht und großflächige Sumpfzonen gepflanzt. Das aus der Deponie geförderte Wasser wird seither, mit Sauerstoff angereichert, durch den Irissee geleitet. Binsen, Seggen, Rohrkolben, Froschlöffel, Sumpfschwertlilien, Schwanenblumen, Wasserminze und Igelkolben bilden seither eine biologisch arbeitende Kläranlage.

Korea-Kulturhaus

Korea Kulturhaus im Donaupark

Das teilweise unter Denkmalschutz stehende ehemalige Seerestaurant am Irissee wurde 2011 zu einem Korea-Kulturhaus umgebaut und im Mai 2012 eröffnet.


Papstwiese im Donaupark

Zu Füßen des Donauturmes befindet sich die rund 20 Hektar große Papstwiese. Hier versammelten sich am 11. September 1983 anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II rund 300.000 Gläubige zu einer Heiligen Messe. Dafür wurde ein 40 Meter hohes und 56 Tonnen schweres Stahlkreuz errichtet. Die Papstwiese wird vom Salvador-Allende-Weg durchquert und ist heute ein beliebter Treffpunkt für zahlreiche Sport- und Freizeitaktivitäten.

Kaffeehausberg

Aus dem Aushubmaterial des Irissees wurde anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 ein Berg aufgeschüttet, auf welchem über einige Jahre ein Kaffeehaus stand. Mitte der 1980er-Jahre wurde dieses Kaffeehaus geschlossen. Seine Grundkonstruktion blieb jedoch erhalten und wurde in Eigenregie restauriert.

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