WasteWatcher

Zwei Waste Watcher

Müll landet oftmals statt in den vorgesehenen Behältern auf der Straße. 90 Prozent der Wienerinnen und Wiener befürworten deshalb Strafen und Kontrollen. Mit in Kraft treten des Wiener Reinhaltegesetzes 2008 wurde die rechtliche Grundlage für die WasteWatcher geschaffen. Dieses sieht nicht nur ein ausdrückliches Verbot von Verunreinigen im öffentlichen Raum vor, es ermöglicht auch eine öffentliche Aufsicht durch die WasteWatcher. Diese sind befugt abzumahnen, Organstrafen in einer Höhe von 36 Euro zu verhängen und notfalls Anzeige bei der zuständigen Oberbehörde der Abteilung Wasserrecht (MA 58) zu erstatten. Bei schweren Verschmutzungen kann es auch Anzeigen mit Strafen bis zu 1.000 Euro geben.

Das primäre Ziel ist jedoch nicht das Belangen, sondern das Aufklären, Sensibilisieren und Stärken der Eigenverantwortung der Wienerinnen und Wiener für mehr Sauberkeit in Wien. Die eingenommenen Strafgelder sind zweckgewidmet und werden für die Reinigung der Straßen und Parkanlagen verwendet.

Auch sonn- und feiertags sowie nachts können Sie einem WasteWatcher begegnen. Schwerpunkte sind Sperrmüll, Hundekot und Einkaufswagen.

WasteWatcher wirken

Der Erfolg der Anstrengungen in Sachen Sauberkeit ist offensichtlich. Er ist nicht nur subjektiv spürbar, sondern manifestiert sich auch in beeindruckenden Zahlen bei unterschiedlichsten Verunreinigungen:

Sperrmüll: Minus 32 Prozent
In Sachen illegal abgelagerter Sperrmüll konnte eine deutliche Entspannung festgestellt werden: Über 32 Prozent nahmendie Verunreinigungen in diesem Bereich ab, von zirka 113.000 Kubikmetern im Jahr 2008 auf 77.000 Kubikmeter im Jahr 2011.
Einkaufswagen: Minus 28 Prozent
Vor Start der Aktion "Saubere Stadt" mussten 2006 noch über 30.000 illegal abgestellte Einkaufswagen entfernt werden. 2008 waren es noch 26.000 Stück, im Jahr 2011 waren es knapp 19.000 Stück. Dies entspricht einer Reduktion von 28 Prozent.
Kühlgeräte: Minus 46 Prozent
Die Anzahl der auf Gehsteigen oder in Grünflächen abgestellten Kühlgeräte sank von 2008 auf 2011 sogar um 46 Prozent. Von 1.800 im Jahr 2008 auf unter 1000 im Vorjahr.
Hundekot: 47.200 gefüllte Sackerln täglich
Auch beim Hundekot hat sich die Situation merklich verbessert. Die Hundebesitzerinnen und -besitzer nehmen das breite Angebot an Gratis-Sackerln gut an. Es gibt bereits über 2.750 Gratis-Sackerl-Automaten. Über 47.200 "gefüllte" Sackerln landen täglich in Wiens Mistkübeln.
Zigarettenstummel: Host an Tschick?
In den letzten Jahren wurde das Angebot an Papierkörben mit Aschenrohren beziehungsweise an freistehenden Aschenrohren massiv ausgeweitet. Mittlerweile gibt es bereits 10.800 Papierkorb-Ascher-Kombinationen und 850 freistehende Aschenrohre, beide mit dem auffälligen Slogan "Host an Tschick".

50 hauptberufliche WasteWatcher im Dienste der Sauberkeit

Die Erfolge konnten durch die sinnvolle Ausnutzung von Synergien durch als WasteWatcher ausgebildete Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter erreicht werden. Die Anzahl wurde stetig ausgeweitet: Bei Einführung der WasteWatcher 2008 gab es 30 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aktuell gibt es heute 50 hauptberufliche WasteWatcher. Zudem üben 370 ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MA 48 und der MA 42 die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst aus. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in zivil unterwegs.

Hohe Beliebtheitswerte

Die WasteWatcher erfreuen sich bei der Wiener Bevölkerung großer Beliebtheit. Auch vier Jahre nach deren Einführung unterstützen 93 Prozent der Bevölkerung die Arbeit der WasteWatcher.

Nach vier Jahren liegt die Bekanntheit der WasteWatcher bereits bei über 70 Prozent. Beides sind sensationelle Werte für eine derartige Straftruppe.

Neben dem positiven Zeugnis durch die Bevölkerung gab es für die WasteWatcher 2011 auch eine hohe Auszeichnung von der Gesellschaft für Prozessmanagement: Für die gut funktionierenden Arbeitsabläufe und das Know-how erhielten sie den anerkannten GPard-Award.

Neben den Kontrollen gibt es eine Vielzahl von bewusstseinsbildenden Maßnahmen, wie die alljährliche Mitmachaktion "Wien räumt auf! Mach mit!" im Mai oder das Mistfest im September.

Aktionstage: Hohe Präsenz

Seit Sommer 2008 werden auch Aktionstage durchgeführt, an denen in ausgewählten Bezirken zwischen 40 und 100 WasteWatcher konzentriert Kontrollen durchführen. 2011 wurden 22 derartige Aktionen durchgeführt, für 2012 sind 24 Schwerpunkttage geplant.

Verantwortlich für diese Seite:
Bernhard Ratz (Magistratsabteilung 48)
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