Charakteristische Wiener Straßennamen

Falcostiege im 5. Bezirk

Vom reichhaltigen kulturellen Leben der Stadt zeugen zahlreiche Straßennamen, die nach Persönlichkeiten aus den Bereichen Musik, Malerei, Literatur und Schauspiel benannt sind. Allein 300 Straßennamen erinnern an berühmte oder in Wien populäre Musikerinnen und Musiker.

Weitere Namensgeberinnen und Namensgeber haben sich in Wissenschaft, Architektur, Medizin und Technik verdient gemacht. Als Beispiel sei der Luftfahrtpionier Lilienthal genannt. Zahlreiche Straßen, Gassen und Plätze tragen die Namen von Personen, die in Land, Stadt oder Bezirk politisch gewirkt haben. Auch wohltätige Personen wurden durch Straßennamen verewigt.


Statue Carl Schwarzenbergs auf dem gleichnamigen Platz

Über 300 Straßennamen erzählen aber auch von Kriegen, die Wien durchleben musste. Im Zeitraum um den Zweiten Weltkrieg schlug sich die Änderung der politischen Machtverhältnisse besonders stark nieder. Nach dem Krieg wurden viele Verkehrsflächen rück- und umbenannt, um die Spuren des Nationalsozialismus zu beseitigen. Von Widerstand gegen den Nationalsozialismus zeugen die Jägerstetterstraße, die Käthe-Leichter-Gasse und 60 weitere Straßenbezeichnungen. In Großjedlersdorf erinnert ein eigenes "Widerstandsviertel" an diese Zeit.

Neue Viertel sind oft nach Themenbereichen benannt. So gibt es zum Beispiel ein Edelstein-, ein Planeten- und ein Blumenviertel. Botanik, Tierwelt, Gewässer oder Flurnamen werden auch häufig für Straßenbezeichnungen heran gezogen.

Das gemütliche Wien wird durch Kaffee- und Gasthausnamen ("Lammgasse") repräsentiert. Hier folgte die offizielle Namensgebung oft den in der Bevölkerung gebräuchlichen Bezeichnungen.

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