Änderungen und Ergänzungen in Reisepässen

Nicht in jedem Fall, in dem sich im Reisepass angeführte Daten ändern, ist eine Neuausstellung eines Reisepasses erforderlich. In den nachstehend genannten Fällen kann eine Änderung beziehungsweise Ergänzung im gültigen Reisepass beantragt werden.

Der beschriebene Ablauf stellt eine grundlegende Information dar. Für Fragen im Einzelfall wenden Sie sich bitte an ein Passservice der Stadt Wien.

Zuständigkeit

Änderungen beziehungsweise Ergänzungen im Reisepass können in Wien in jedem Passservice in den Magistratischen Bezirksämtern sowie im Zentralen Wiener Passservice der MA 62 beantragt werden.

Öffnungszeiten und Adressen des Wiener Passservice

Kosten

28,50 Euro für nachträgliche Änderungen beziehungsweise Ergänzungen in Reisepässen

Kostenlos sind Ergänzungen in neu beantragten Reisepässen.

Die Gebühr für nachträgliche Änderungen beziehungsweise Ergänzungen muss sofort bei Antragstellung bar, oder per Bankomat- oder Kreditkarte (Visa, Master/Eurocard, Diners Club, JCB, American Express) bezahlt werden.

Unterlagen

Die notwendigen Unterlagen findet man im folgenden Abschnitt unter der jeweiligen Änderung oder Ergänzung.

Für alle Fälle gilt, dass Urkunden im Original oder in einer gerichtlich oder notariell beglaubigten Kopie vorgelegt werden müssen. Bei ausländischen, nicht in internationaler Form abgefassten Urkunden muss zusätzlich eine Übersetzung von gerichtlich beeideten Dolmetscherinnen beziehungsweise Dolmetschern vorgelegt werden.

Mögliche Änderungen oder Ergänzungen

Eintragung eines akademischen Grades oder der Standesbezeichnung "Ingenieurin" beziehungsweise "Ingenieur"

Die Eintragung ist freiwillig.

Notwendige Unterlagen

  • Aktueller gültiger Reisepass
  • Verleihungsurkunde

Eintragbare akademische Grade

Amtlicher Vermerk bei Namen mit einem Umlaut (Ä, Ö, Ü) oder einem scharfen s (ß)

Bei der Ein- beziehungsweise Ausreise in oder aus einigen Ländern kann es Schwierigkeiten bei Namen mit Umlauten oder mit dem Buchstaben "ß" geben, da auf Grund internationaler Vorgaben in der maschinenlesbaren Zeile des Reisepasses das "Ä" als "AE", "Ö" als "OE", "Ü" als "UE" und "ß" als "SS" eingetragen ist.

Um diesen Schwierigkeiten im Ausland vorzubeugen, kann ein amtlicher Vermerk in deutscher, englischer und französischer Sprache im Reisepass eingetragen werden. Dieser Vermerk verweist darauf, dass zum Beispiel der Name mit dem Buchstaben "Ä" einem Namen mit den Buchstaben "AE" oder ein Name mit dem Buchstaben "ß" einem Namen mit den Buchstaben "SS" entspricht.

Die Eintragung ist freiwillig.

Vermerk über einen nicht verpflichtend zu führenden Doppelnamen

Personen, die einen nicht verpflichtend zu führenden Doppelnamen im Reisepass führen (möglich bei Eheschließungen vor dem 1. Mai 1995), kann der Vermerk "Zur Führung des Doppelnamens nicht verpflichtet" in den Reisepass eingetragen werden.

Die Eintragung ist freiwillig.

Notwendige Unterlagen

  • Aktuelle Heiratsurkunde
  • Geburtsurkunde beziehungsweise Heiratsurkunde der betroffenen Vorehe

Eintragung von medizinischen Implantaten und/oder Prothesen

Die in deutscher, englischer und französischer Sprache gedruckte Eintragung ist freiwillig.

Notwendige Unterlagen

  • Aktueller gültiger Reisepass
  • Nachweis über das medizinische Implantat und/oder die Prothese (beispielsweise Befund eines Krankenhauses, ärztliche Bestätigung, Implantats- beziehungsweise Prothesenausweis oder –pass, entsprechende Eintragung im Behindertenausweis)

Eintragung von besonderen Kennzeichen

Besondere Kennzeichen einer Person, die bei einer Grenzkontrolle offensichtlich sind, (beispielsweise sichtbare Narben, körperliche Beeinträchtigungen), können im Reisepass eingetragen werden.

Die Eintragung ist freiwillig.

Wohnortänderung

Eine Wohnortänderung ist nur im roten EU-Reisepass (ausgestellt bis 15. Juni 2006) möglich.

Die Eintragung ist freiwillig.

Notwendige Unterlagen

  • "Alter" roter EU-Reisepass (ausgestellt bis 15. Juni 2006)
  • Befindet sich der einzutragende Wohnort im Ausland ist - wenn möglich - eine Meldebestätigung vorzulegen

Hinweis zu bestehenden Miteintragungen von Minderjährigen

Durch eine Gesetzesänderung ist seit 15. Juni 2009 keine Miteintragung von Kindern in Reisepässen von gesetzlichen Vertreterinnen beziehungsweise Vertretern mehr möglich. Seit diesem Zeitpunkt können für Minderjährige nur mehr eigene Reisedokumente ausgestellt werden.

In einer Übergangsphase seit 15. Juni 2009 blieben bereits bestehende Miteintragungen für die Dauer von drei Jahren weiterhin gültig. Mit 15. Juni 2012 wurden diese Miteintragungen automatisch ungültig. Der Reisepass, in dem sich die Miteintragung befindet, behält seine Gültigkeitsdauer.

Hinweis für Personen mit einem Künstlerinnennamen beziehungsweise Künstlernamen

Seit der Einführung der neuen Sicherheitspässe im Juni 2006 ist die Eintragung von Künstlerinnennamen beziehungsweise Künstlernamen im Reisepass gemäß § 6 Absatz 2 Passgesetz-Durchführungsverordnung idgF. des Bundes nicht mehr zulässig.

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