St. Marxer Friedhof

Das Grab von Mozart mit Blumen beschmückt

Das Mozart-Grab in St. Marx

Marx ist eine alte Form von Markus. St. Markus war das Patrozinium des mittelalterlichen Spitals vor der Stadt.

Als "Communaler Friedhof" wurde das Gelände 1784 bis 1874 belegt. Seine Stilllegung ergab sich nach der Eröffnung des Zentralfriedhofs in Simmering. Viele Jahrzehnte lang lag der St. Marxer Friedhof dann verlassen da. Sein Fortbestand war wiederholt gefährdet.

Kunst- und kulturgeschichtlich interessierte Wienerinnen und Wiener - vor allem der Heimatforscher Hans Pemmer - plädierten jedoch dafür, dass der Begräbnisort Mozarts in seinem Gesamtbestand erhalten bleiben müsse. Und so wurde 1936/37 die Anlage erstmals instand gesetzt, unter Denkmalschutz gestellt und 1937 der Öffentlichkeit zum Besuch freigegeben.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Friedhof teilweise zerstört, bald darauf aber wiederhergestellt. Der St. Marxer Friedhof erfüllt seine Aufgabe als Kultur- und Erholungsstätte. Er verbindet Friedhof, Gedenkstätte, Kulturdenkmal und Parkanlage. Als besonders erlebenswert gilt hier die Fliederblüte im April bis Mai: An keinem anderen Platz in Wien lässt sich so viel Flieder auf engstem Raum finden.

Öffnungszeiten

  • 1. April bis 30. September: 6.30 bis 20 Uhr
  • 1. Oktober bis 31. März: 6.30 bis 18.30 Uhr

Die Sperrzeiten verstehen sich plus/minus einer halbe Stunde.

Mozart-Grab

Video: St. Marxer Friedhof - Kleinod des Biedermeiers

Heutzutage kommen zahlreiche Gäste aus aller Welt, um vor allem das Mozart-Grab in St. Marx zu besuchen. Mozart starb 1791 und wurde in einem Armengrab auf dem St. Marxer Communalen Friedhof beigesetzt. Lange Jahre war das Grab so gut wie unbekannt, erst 1855 wurde seine Lage "mit größter Wahrscheinlichkeit" festgestellt.

1859 errichtete Gasser ein Grabmal, das später in die Gruppe der Musik-Ehrengräber am Zentralfriedhof übertragen wurde. Den leer gewordenen Platz zierte ein Friedhofswärter mit einer Steinplatte mit Namen, Geburts- und Sterbejahr Mozarts.

Später kamen ein "trauernder Genius", eine neue Steintafel und ein Säulenstumpf hinzu. Das gegenwärtige Aussehen verdankt das Mozart-Grabmal dem Bildhauer Florian Josephu-Drouot, der es 1950 restaurierte. Die Grabstätten der Familie Mozart selbst sind über ganz Europa verstreut: Vater und Witwe in Salzburg, Mutter in Paris, Sohn Wolfgang in Karlsbad, Sohn Karl Thomas in Mailand.

Generelles Hundeverbot

Bitte beachten Sie das generelle Hundeverbot. Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer werden gebeten, ihren Hund in die Hundezone zu führen.

Weiterführende Informationen

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