Erstellung der Wiener Abfallwirtschaftskonzepte im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung (SUP)
Wiener Abfallwirtschaftskonzept 2007 auf der Basis der SUP 2006/2007
Das Wiener Abfallwirtschaftskonzept 2007 wurde einer Umweltprüfung unterzogen. Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem ersten SUP-Prozess entschloss sich die Stadt Wien, die Strategische Umweltprüfung gleichzeitig mit der Erstellung des Abfallwirtschaftkonzeptes durchzuführen. In Workshops wurde der Ist-Zustand der Wiener Abfallwirtschaft beurteilt. Ziele des künftigen Abfallwirtschaftskonzeptes wurden definiert sowie mögliche Alternativen zur Erreichung dieser Ziele formuliert und bewertet. Die besten Alternativen wurden zur Aufnahme in das Wiener Abfallwirtschaftkonzept 2007 empfohlen.
Wie auch schon bei der ersten SUP, bestand das SUP-Team aus Vertreterinnen und Vertretern der Wiener Verwaltung und der qualifizierten Öffentlichkeit (Umweltorganisatoren) sowie aus externen wissenschaftlichen Expertinnen und Experten der unterschiedlichsten Fachgebiete. Die Ergebnisse wurden im Abfallwirtschaftskonzept 2007 berücksichtigt. Nach Berücksichtigung der Stellungnahmen wurde das Wiener Abfallwirtschaftskonzept 2007 am 11. Dezember 2007 von der Wiener Landesregierung beschlossen. Damit wurden für die nächsten fünf Jahre Ziele und Maßnahmen der Wiener Abfallwirtschaft festgelegt.
Wiener Abfallwirtschaftskonzept 2002 auf der Basis der SUP 1999/2001
Die Stadt Wien erkannte 1999, dass die Beachtung sowohl von Umweltaspekten als auch von sozialen und wirtschaftlichen Aspekten ein Erfolgsgarant für eine langfristige Planung im Bereich der Abfallwirtschaft ist. So wurde in Wien von 1999 bis 2001 ohne entsprechende rechtliche Verpflichtung die erste SUP in Österreich auf dem Sektor der Abfallwirtschaft durchgeführt. Es galt eine Lösung zu finden, um die stetig ansteigenden Müllmengen auch zukünftig umwelt- und gesetzeskonform entsorgen zu können. Die Deponieverordnung sah das Verbot zur Ablagerung von Abfällen mit einem TOC-Gehalt (Total Organic Carbon) von über fünf Prozent vor. Die bestehenden thermischen Behandlungsanlagen reichten aber nicht aus, um dies künftig zu garantieren. Zur Lösung dieser Problemstellung wurden folgende Maßnahmen beschlossen:
- Forcierung von Abfallvermeidungsmaßnahmen
- Bau einer Biogasanlage
- Bau einer weiteren Müllverbrennungsanlage
An der SUP waren neben der Verwaltung auch externe wissenschaftliche Experten der unterschiedlichsten Fachgebiete und die qualifizierte Öffentlichkeit beteiligt. Die Ergebnisse wurden in das Wiener Abfallwirtschaftskonzept 2002 aufgenommen.
- Abfallwirtschaftskonzept 2007: 1,3 MB PDF • 387 KB RTF
- Ist-Zustand 2007: 4,2 MB PDF • 927 KB RTF
- Umweltbericht 2007: 2,4 MB PDF • 1,5 MB RTF
Zusammenfassende Erklärung: 132 KB PDF • 39 KB RTF
Verantwortlich für diese Seite:Bernhard Ratz (Magistratsabteilung 48)
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