Tipps für ein nachhaltiges Mittagessen

Unser tägliches Essverhalten hat großen Einfluss auf die Umwelt und die lokale (Land-)Wirtschaft. Wer regionale, möglichst biologische, Speisen genießt und Müll vermeidet, trägt viel zur Nachhaltigkeit bei.

Mehrweg statt Einweg bei Speisen

Um Verpackungsabfall zu vermeiden, kann selbst mitgebrachtes Geschirr bei der Essensabholung in einem Gastronomieunternehmen beziehungsweise im Lebensmittelhandel an der Feinkost-Theke verwendet werden. Entweder direkt von zu Hause mitnehmen oder im Büro lagern: Das eigene Geschirr zu verwenden ist die nachhaltigste Form für Take-away.

Take-away-Essen ohne Einwegverpackung

Für ein Unternehmen endet die Verantwortung für das verkaufte Essen mit der Abfüllung in ein selbst mitgebrachtes Gefäß. Auch steht es dem Unternehmen frei, die Abfüllung in mitgebrachte Behältnisse zu verweigern. Um etwaige Fragen zu klären und Missverständnisse zu vermeiden, sollte vorab ein Gespräch mit der beziehungsweise dem Verantwortlichen im Betrieb geführt werden. Wenn viele Kundinnen und Kunden nach dieser Möglichkeit fragen, wird der Bedarf nach einer derartigen Lösung offenkundig.

Falls sich ein Betrieb nicht sicher ist, unter welchen Bedingungen das Befüllen von mitgebrachten Behältnissen aus hygienischer Sicht erlaubt ist, wird eine Beratung durch das Marktamt (MA 59) empfohlen.

Einige Lieferservice-Betriebe arbeiten bereits mit Mehrweggeschirr, damit wird Qualität geboten und Abfall eingespart.

Mitte Mai 2020 startete mit Skoonu Wiens 1. Mehrweggeschirr-Verleih, um die Gastronomie mit Edelstahlgeschirr zu versorgen. Skoonu hat für dieses Konzept 2019 den Umweltpreis der Stadt Wien erhalten.

Edelstahl-Behälter

Take-away und Lieferservice

Statt aus Wegwerfplastik können Kundinnen und Kunden ihr Essen im qualitativ hochwertigen wiederverwendbaren Mehrweggeschirr mitnehmen. Wenn das Lokal bereits Partner ist, kann bei einer Bestellung über den Lieferservice die Option "Mehrweg" ausgewählt werden. Für das Geschirr wird kein Pfand verrechnet. Welche Lokale bereits dabei sind und wie das Geschirr retourniert werden kann, ist in der kostenlosen App oder auf der Webseite von Skoonu ersichtlich.

Die Stadt Wien unterstützte dieses Start-up bei der Entwicklung der umweltfreundlichen Alternative zum Einweggeschirr mit einer Förderung.

Seit 2021 gibt es einen weiteren Anbieter von Mehrweggeschirr für Take-away in Wien: Aus Köln stammt das System Vytal, mit dem man mit Handy, aber auch ohne, nämlich mit einer Karte mit QR-Code, das Mehrweggeschirr aus Polypropylen nutzen kann. Nach der Registrierung und dem Scannen des Codes durch das Lokal kann das Mehrweggeschirr ohne Pfand genutzt werden.

Weitere Unternehmen mit Mehrweggeschirr-Lieferservice

Zu den ersten Unternehmen, die ihr Essen in Mehrweggeschirr lieferten, gehören:

  • Das Webrestaurant des Unternehmens Cateringsolutions GmbH liefert in ganz Wien die Speisen auf Porzellangeschirr ohne Überproduktion. 2012 wurde die Firma mit dem Umweltpreis der Stadt Wien ausgezeichnet.
  • Das VEGIRANT im 9. Bezirk bietet vegetarische Vollwertküche, zugestellt im Mehrweggeschirr. Mindestbestellmenge sind 5 Menüs.
  • iss mich!** Bio-Catering und Lieferservice liefert verschiedenste biologische Gerichte aus aussortiertem Gemüse und Obst in vakuumierten Mehrweg-Rexgläsern mit dem Lastenfahrrad.

Immer mehr Unternehmen setzen auf Mehrweg- statt auf Einweggeschirr. Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des jeweiligen Betriebes oder auf persönliche Nachfrage.

Wertvolle Reste mitnehmen

Falls beim Essen im Lokal etwas übrig bleibt, nehmen Sie es einfach im mitgebrachten Mehrweg-Geschirr mit nach Hause. Essen ist zu wertvoll, um es wegzuschmeißen.

Getränke in Mehrweg

Auch bei Getränken sollte denen der Vorzug gegeben werden, die in Mehrweg-Glasflaschen aus der Region abgefüllt sind. Bei Glas können auch keine Stoffe aus der Verpackung ins Getränk übertreten. Gänzlich ohne Verpackung kommt das umweltfreundlichste und gesündeste Getränk aus: Wiener Leitungswasser.

Kaffee genießen Sie am besten im Lokal aus einer Tasse oder zumindest aus einem Mehrweg-Becher, wie dem myCoffeeCup, den Sie in Lokalen und Automaten an zentralen Punkten in der Stadt zurückgeben können.

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