Wasserqualität der Alten Donau

Bei einer Sichttiefe von bis zu vier Metern erfreuen sich jeden Sommer mehr als eine Million Menschen am sauberen Wasser der Alten Donau. Vielfältige, aufeinander abgestimmte Maßnahmen sorgen dafür, dass das so bleibt.

Video: "Neue Mähboote für die Alte Donau"

In der Badesaison misst die Stadt Wien an sieben Stellen die Badewasserqualität. Die Ergebnisse sind seit Jahren ausgezeichnet: Die Qualität des Wassers an der Alten Donau ist mit jener der schönsten Badeseen Österreichs vergleichbar.

Nicht nur aus hygienischer, sondern auch aus gewässerökologischer Sicht ist die Alte Donau ein hochwertiges Gewässer. Gezieltes Wasserpflanzenmanagement sorgt für klare Sicht.


Wasserpflanzen als biologischer Filter

Zwei Personen sitzen in Badebekleidung auf einem Badesteg, der ins Wasser ragt.

Auch wenn sie bei Wassersportlerinnen und -sportlern unbeliebt sind und beim Baden am Bauch kitzeln: Die Unterwasserpflanzen, die sogenannten aquatischen Makrophyten, sind für die gute Wasserqualität in der Alten Donau unbedingt notwendig. Sie wirken als biologischer Filter, der Nährstoffe bindet und damit einer Trübung vorbeugt. Damit sorgen sie für klare Sicht. Ihre Sauerstoffproduktion gewährleistet die Selbstreinigungskraft des Gewässers.

Wasserpflanzen in der Alten Donau

"Gartenpflege" unter Wasser

Boot transportiert abgeschnittene Unterwasserpflanzen ab.

Damit die hochwachsenden Unterwasserpflanzen das Bade- und Bootfahrvergnügen nicht trüben, werden sie von Mähbooten soweit gemäht, dass sie beim Schwimmen nicht stören und Boote nicht behindern.

Mähen von Unterwasserpflanzen in der Alten Donau

Sanierung in den 1990er-Jahren und Erhaltungsmaßnahmen

Anfang der 1990er-Jahre verschlechterte sich die Wasserqualität der Alten Donau massiv. Umfassende Sanierungsmaßnahmen mussten getroffen werden. Regelmäßige Erhaltungsmaßnahmen sorgen seitdem dafür, dass die Wasserqualität auf hohem Niveau bleibt.

Sanierung der Alten Donau in den 1990er-Jahren

EU-Projekt LIFE+ Alte Donau (2013 bis 2018)

Damit die Wasserqualität auch in Zukunft so ausgezeichnet bleibt, entwickelte die Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) im Rahmen eines EU-Projektes ein Gesamtpaket an bewährten und neuen Maßnahmen zum Schutz der Alten Donau.

Ziel des vierjährigen Projekts LIFE+ Alte Donau war es, mittels eines sogenannten integrativen Gewässermanagements die Alte Donau sowohl als ökologisch wertvolles Kleinod als auch als beliebtes Naherholungsgebiet nachhaltig zu sichern.

Eine Vielzahl an Maßnahmen und Projekte wurde realisiert und einem abschließenden Monitoring unterzogen.

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