Neue Dotation der Oberen Lobau über die Panozzalacke ab 2023

Naturgewässer mit Schilf im Sonnenschein

Panozzalacke

Im Jänner 2023 starteten die Bauarbeiten für eine zweite Dotationsleitung in die Obere Lobau. Damit wird die Wasserzufuhr in die Gewässer der Oberen Lobau verbessert. "Dotation" bedeutet, dass künstlich Wasser zugeführt wird, um eine Austrocknung zu verhindern.

Betonrohr, dahinter Gewässer

Das Wasser wird durch eine Rohrleitung von der Neuen Donau in die Panozzalacke fließen und von dort im freien Gefälle weiter zu den Gewässern der Oberen Lobau.

Das Wasser wird von der Panozzalacke ausgehend in bereits bestehenden Gewässern und Gerinnen verlaufen. Dadurch fallen keine Kosten für eine Gerinne-Herstellung an und es sind nur geringe Grabungsarbeiten im Nationalpark notwendig.

Im November 2023 werden der Bau der Dotationsleitung und die weiteren wasserbaulichen Maßnahmen abgeschlossen sein. Die Bauarbeiten werden von der WGM - Wiener Gewässer Management beauftragt und begleitet.


Auswirkungen der neuen Dotationsleitung

Karte zeigt Maßnahmen der künstlichen Wasserzufuhr in der Oberen Lobau

Die Dotationsmenge wird - gemeinsam mit der bestehenden Dotation über das Mühlwasser - bis zu maximal 1.500 l/s betragen. Dotiert wird nur in den Monaten März bis Oktober.

Mit der Dotation über die Panozzalacke können - gemeinsam mit der bestehenden Dotation über das Mühlwasser - große Teile der Oberen Lobau erreicht und mit ausreichenden Wassermengen gesichert werden. Außerdem ist mit einer Verbesserung der Wasserqualität in der sehr nährstoffreichen Panozzalacke zu rechnen.

Durch diese zweite Dotation in der Oberen Lobau werden im Gewässerzug Panozzalacke - Fasangartenarm - Tischwasser die Wasserspiegel angehoben und dadurch die Gesamtsituation der Gewässer ökologisch aufgewertet. Außerdem wird durch die Wassermengen auch der Großenzersdorfer Arm von der Dotation profitieren.

Begleitende Maßnahmen

Begleitend zur neuen Rohrleitung werden schrittweise Maßnahmen für einen optimalen Verlauf der Dotation gesetzt. So werden beispielsweise, wo notwendig, Geländeerhöhungen abgesenkt. Am Mühlwasser im Bereich der Saltenstraße wird eine Wehranlage zur Wasserspiegel-Steuerung errichtet, um die Wassermenge flexibel an verschiedene Situationen anpassen zu können.

Sanierung der Hausgraben-Traverse

Der Hausgraben ist ein Donaualtarm nördlich des Tanklagers Lobau, welcher über das Oberleitner Wasser dotiert wird. Durch die neue Dotation wird auch eine ausreichende Grundwasserversorgung des Hausgrabens gewährleistet. Der Hausgraben hat die wichtige Funktion, Grundwasser anzureichern und den dort herrschenden Mangel auszugleichen. Denn durch die Sperrbrunnen rund um die Altlastsicherung des Tanklagers Lobau besteht dort ein verringerter Grundwasserspiegel. Die bestehende Traverse - ein Querbauwerk - wird saniert und mit einer beweglichen Wehranlage ausgestattet.

Dotation gegen Austrocknung der Oberen Lobau

Die kleineren Nebengewässer der Lobau sind in niederschlagsarmen Zeiten von Verlandung und der teilweisen oder vollständigen Austrocknung betroffen. Die Gewässer der Oberen Lobau werden bereits seit 2 Jahrzehnten "dotiert", also künstlich mit Wasser versorgt.

Verantwortlich für diese Seite:
Stadt Wien | Wiener Gewässer
Kontaktformular