Beschäftigung - Statistiken

Eine wesentliche Quelle für die Beschäftigung sind die Administrativdaten des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, der alle unselbstständigen Beschäftigungsverhältnisse erfasst. Der Hauptverband unterscheidet zwischen Standardbeschäftigung (inklusive freier Dienstverträge), geringfügiger Beschäftigung und geringfügig freien Dienstverträgen (wird durch einen Maximalverdienst definiert). Über das Ausmaß von Voll- und Teilzeitbeschäftigung geben die Daten des Hauptverbands keine Auskunft, da dieses Merkmal nicht erfasst wird. Hier muss auf die Daten der regelmäßig von der Statistik Austria durchgeführten Arbeitskräfteerhebung zurückgegriffen werden.

Über das Ausmaß von Voll- und Teilzeitbeschäftigung geben die Daten des Hauptverbands keine Auskunft, da dieses Merkmal nicht erfasst wird. Hier muss auf die Daten der regelmäßig von der Statistik Austria durchgeführten Arbeitskräfteerhebung zurückgegriffen werden. Seit dem Jahr 2008 steht mit der abgestimmten Erwerbsstatistik der Statistik Austria eine zusätzliche Datenquelle im Bereich der Arbeitsmarktstatistik zur Verfügung. Diese beinhaltet registerbasierte Werte, die jährlich zum Stichtag 31. Oktober erstellt werden. Sie ermöglichen eine regional tief gegliederte Beobachtung.


Daten

Beschäftigungsverhältnisse

Titel

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Beschäftigungsverhältnisse in Wien nach Beschäftigungsform und Geschlecht

2008 bis 2017

2000 bis 2016

Versicherte Beschäftigungsverhältnisse in Wien nach detaillierter Stellung und Geschlecht

2016

Unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse in Wien nach Geschlecht

2008 bis 2017

Unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse in Wien nach Staatsangehörigkeit und Geschlecht

2008 bis 2017

Unselbstständige Beschäftigung in Wien nach Staatsangehörigkeit

2008 bis 2016

Unselbstständige Beschäftigung in Wien nach Altersgruppen und Geschlecht

2016

Unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse in Wien nach sozialrechtlicher Stellung und Geschlecht

2008 bis 2017

2008 bis 2016

Unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse in Wien nach Wirtschaftssektor und Geschlecht

2008 bis 2017

Selbstständige Beschäftigungsverhältnisse in Wien nach Geschlecht

2008 bis 2017

Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse in Wien nach Geschlecht

2008 bis 2017

Erwerbstätige Personen in Wien nach Bezirk und Geschlecht

2015

Unselbstständig erwerbstätige Personen in Wien nach Bezirk und Geschlecht

2015

Selbstständig erwerbstätige Personen in Wien nach Bezirk und Geschlecht

2015

Unselbstständige Beschäftigung in Wien nach Monaten, sozialrechtlicher Stellung und Geschlecht

2016

Unselbstständige Beschäftigung und geringfügige Beschäftigung in Wien nach Wirtschaftstätigkeiten

2016

Beschäftigungsquote

Titel

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Beschäftigungsquote für Wien (Arbeitsort)

2008 bis 2017

Beschäftigungsquote für Österreich

2008 bis 2017

Erwerbsquote

Titel

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Erwerbsquote für Wien (Arbeitsort)

2008 bis 2017

Erwerbsquote für Österreich

2008 bis 2017

Statistisches Jahrbuch

Erläuterungen

Beschäftigungsverhältnisse

Eine wesentliche Quelle für die Beschäftigung sind die Administrativdaten des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, der alle unselbstständigen Beschäftigungsverhältnisse erfasst. Zu beachten ist dabei, dass es sich um die Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse handelt, nicht um die der beschäftigten Personen. Unterschieden wird nach aktiven und inaktiven Beschäftigungsverhältnissen. Als inaktiv gelten jene Beschäftigungsverhältnisse, die derzeit aufgrund des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld (bis 2001 Karenzgeld) oder aufgrund des Präsenzdienstes nicht ausgeübt werden.

Der Hauptverband unterscheidet zwischen unselbstständiger Beschäftigung (inklusive freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer) und geringfügiger Beschäftigung (inklusive geringfügig freie Dienstverträge). Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse werden durch einen Maximalverdienst definiert, bis zu welchem keine Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung entsteht. Kombinationen der Beschäftigungsverhältnisse einzelner Personen werden in den Statistiken des Hauptverbandes nicht wiedergegeben. So lässt sich aus diesen Daten beispielsweise nicht herauslesen, ob und wie viele Personen neben ihrer Hauptbeschäftigung zusätzlich einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Seit 1.1.2004 werden Personen, die eine Schulung des Arbeitsmarktservice besuchen und dafür eine Beihilfe zur Deckung ihres Lebensunterhaltes beziehen, nicht mehr in die unselbstständige Beschäftigung eingerechnet. Die regionale Zuordnung der Beschäftigten erfolgt über den Betriebsort der Dienstgeberin beziehungsweise des Dienstgebers, die Zuordnung nach Wirtschaftsklassen nach der wirtschaftlichen Tätigkeit des Betriebes.

Rückwirkend mit Jänner 2008 wurde Anfang 2011 die offizielle Statistik der unselbstständigen Beschäftigung des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger umgestellt. Diese wird seither nicht mehr auf Basis der Daten der Krankenversicherungsträger, sondern ausschließlich aus den Datenbanken des Hauptverbandes erstellt. Durch Änderungen in den Erfassungskriterien weicht der Beschäftigtenbestand von den bisherigen Ergebnissen ab und bedingt daher einen Bruch in der Zeitreihe. Freie Dienstverträge sind in der Beschäftigtenstatistik ab 2008 in den unselbstständigen Standardbeschäftigungsverhältnissen enthalten und werden zudem gesondert ausgewiesen.

Durch die EU-Osterweiterung im Jahr 2007 ist aufgrund des geänderten statistischen Ausweises eine Vergleichbarkeit der Daten zur Standardbeschäftigung von EU-BürgerInnen mit den Jahren davor nicht gegeben, diese werden daher nicht ausgewiesen.

Die Angaben zur Standardbeschäftigung und zu Unternehmen in den Bezirken basieren auf einem Auszug aus dem statistischen Unternehmensregister der Bundesanstalt Statistik Österreich. Es handelt sich bei den Beschäftigtendaten um eine Verknüpfung der im Unternehmensregister geführten Unternehmenseinheiten mit den Daten der Sozialversicherung. Zu beachten ist, dass Beschäftigte unterschiedlicher Arbeitsstätten eines Unternehmens der Adresse des Unternehmenssitzes zugerechnet werden.

Arbeitskräfteerhebung

Über das Ausmaß von Voll- und Teilzeitbeschäftigung geben die Daten des Hauptverbands keine Auskunft, da dieses Merkmal nicht erfasst wird. Hier muss auf die Daten der regelmäßig von Statistik Austria durchgeführten Arbeitskräfteerhebung (AKE) zurückgegriffen werden. Diese repräsentative Stichprobenerhebung wird in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union - in Österreich seit dem EU-Beitrittsjahr 1995 - laut jeweils gültiger EU-Verordnung durchgeführt und dient als Basis zur Erstellung international vergleichbarer Daten über Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit.

Erwerbstätigkeit wird nach dem international üblichen Labour Force Konzept (LFK) definiert. Demnach gelten Personen als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche – die Woche vor dem Befragungszeitpunkt – mindestens eine Stunde gearbeitet haben bzw. wegen Urlaub, Krankheit etc. nicht gearbeitet haben, aber normalerweise einer Beschäftigung nachgehen. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann.

Aufgrund einer Änderung des Hochrechnungsverfahrens mit dem 4. Quartal 2014 wurden die Daten rückwirkend bis 2004 revidiert.

Abgestimmte Erwerbsstatistik

Die Abgestimmte Erwerbsstatistik ist eine jährlich für den Stichtag 31.10. auf der Basis von Administrativdaten erstellte Statistik zu Merkmalen der ökonomischen Aktivität der österreichischen Wohnbevölkerung. Sie ist als Vollerhebung konzipiert und ermöglicht damit eine jährliche Zählung von Erwerbstätigen, Arbeitslosen und Nicht-Erwerbspersonen auf regional kleinräumiger Ebene (Gemeinden), die zuvor nur alle zehn Jahre auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung möglich war.

In der abgestimmten Erwerbsstatistik werden insgesamt rund 30 administrative und statistische Datenquellen, zum Teil auf Personenebene, zum Teil auf der Ebene der Beschäftigungsverhältnisse beziehungsweise der Registereinträge sowie zum Teil auf der Ebene von Unternehmen beziehungsweise Arbeitsstätten miteinander verknüpft.

Erhebungsstichtage

Datenquellen zu selbstständig Beschäftigten sind die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft und die Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Die Daten der unselbstständigen Beschäftigungsverhältnisse sowie die Daten zu den Selbstständigen nach Bauernsozialversicherungsgesetz sind gewichtete Jahresdurchschnittswerte. Die Daten zu den Selbstständigen nach Gewerbesozialversicherungsgesetz und Versicherten nach dem Freiberuflich-Selbstständigen-Sozialversicherungsgesetz sind Jahresendwerte.

Definitionen

Beamtinnen und Beamte
Beamtinnen und Beamte sind in einem unkündbaren (pragmatischen) Dienstverhältnis stehende öffentlich Bedienstete.
Beschäftigungsquote
Die Beschäftigungsquote ist definiert als der Anteil der Beschäftigten (unselbstständig und selbstständig Beschäftigte) an der Wohnbevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Dem derzeitigen gesetzlichen Pensionsantrittsalter entsprechend wurden unterschiedliche Altersabgrenzungen für Frauen und Männer gewählt (Frauen: 15 bis 59 Jahre, Männer: 15 bis 64 Jahre). Für die Bevölkerungsdaten wurden die Statistik des Bevölkerungsstandes der Bundesanstalt Statistik Austria herangezogen. Die Daten zur Beschäftigung basieren auf den Daten des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger und wurden aus der BALI Online-Datenbank des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz entnommen. Die regionale Zuordnung der unselbstständig und selbstständig Beschäftigten erfolgt nach dem Arbeitsort.
Erwerbspersonen
Die Zahl der Erwerbspersonen ergibt sich aus der Summe der Beschäftigten (selbstständig und unselbstständig Beschäftigten) und der Arbeitslosen.
Erwerbsquote
Die Erwerbsquote ist definiert als der Anteil der Erwerbspersonen (unselbstständig und selbstständig Beschäftigte sowie vorgemerkte Arbeitslose) an der Wohnbevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Dem derzeitigen gesetzlichen Pensionsantrittsalter entsprechend wurden unterschiedliche Altersabgrenzungen für Frauen und Männer gewählt (Frauen: 15 bis 59 Jahre, Männer: 15 bis 64 Jahre). Für die Bevölkerungsdaten wurden die statistische Datenbank der Bundesanstalt Statistik herangezogen, die Daten zur Beschäftigung und Arbeitslosigkeit basieren auf den Daten des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger und des Arbeitsmarktservice und wurden aus der BALI Online-Datenbank des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz entnommen. Die regionale Zuordnung der unselbstständig und selbstständig Beschäftigten erfolgt nach dem Arbeitsort, vorgemerkte arbeitslose Personen wurden nach dem Wohnort erfasst.
Erwerbstätigkeit – Labour Force-Konzept (LFK)
Nach dem international üblichen Labour Force-Konzept (LFK) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gelten Personen als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche – die Woche vor dem Befragungszeitpunkt – mindestens eine Stunde gearbeitet oder wegen Urlaub, Krankheit, usw. nicht gearbeitet haben, aber normalerweise einer Beschäftigung nachgehen. Als arbeitslos gilt, wer in diesem Sinne nicht erwerbstätig ist, aktive Schritte zur Arbeitssuche tätigt und kurzfristig zu arbeiten beginnen kann.
Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse
Ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis wird durch ein Maximalverdienst (Geringfügigkeitsgrenze) definiert. Es begründet keine Pflichtversicherung in der Pensions- und Krankenversicherung, sondern nur eine Unfallversicherung.
Inaktive unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse
Inaktive unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse umfassen alle unselbstständigen Beschäftigungsverhältnisse (inklusive freier Dienstverträge) von Personen mit aufrechtem Beschäftigungsverhältnis, die derzeit aufgrund des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld beziehungsweise Karenzgeld oder aufgrund des Präsenz- beziehungsweise Zivildienstes nicht aktiv sind.
Standardbeschäftigung
Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger versteht unter dem Begriff "Standardbeschäftigung" klassische, voll sozialversicherungspflichtige, unselbstständige Beschäftigung (inklusive freie DienstnehmerInnen) im Vollzeit- oder Teilzeitausmaß.
Teilzeitquote
Die Teilzeitquote wird auf Basis der Arbeitskräfteerhebung berechnet und bezeichnet den Anteil jener Erwerbstätigen, die bei der Frage nach Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung eine Teilzeiterwerbstätigkeit angeben. Erwerbstätigkeit wird dabei nach dem international üblichen Labour Force Konzept (LFK) definiert. Demnach gelten Personen als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche – die Woche vor dem Befragungszeitpunkt – mindestens eine Stunde gearbeitet haben beziehungsweise wegen Urlaub, Krankheit et cetera nicht gearbeitet haben, aber normalerweise einer Beschäftigung nachgehen.
Unselbstständig Beschäftigte
Die Gruppe der unselbstständig Beschäftigten umfasst alle unselbstständig Versicherten (unabhängig vom Beschäftigungsausmaß) inklusive Karenzgeld- beziehungsweise KindergeldbezieherInnen und Präsenzdiener.

Analysen und Studien

Analysen der MA 23

Titel

PDF

Beschäftigungsformen in Wien im Vergleich

924 KB PDF

Klassisch unselbständig Beschäftigte in Wien

438 KB PDF

Freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer in Wien

960 KB PDF

Leiharbeit in Wien

716 KB PDF

Geringfügig Beschäftigte in Wien

977 KB PDF

Selbstständig Beschäftigte in Wien

611 KB PDF

Studien

Titel

PDF

"Unselbständige Beschäftigung in Österreich - Eine konsistente Zeitreihe 1990 bis 2014", Hofer, Helmut/Titelbach, Gerlinde (2015)

720 KB PDF

"Unselbständige Beschäftigung in Wien – Eine konsistente Zeitreihe 1990 bis 2014", Hofer, Helmut/Müllbacher, Sandra (2015)

930 KB PDF

"Arbeitszufriedenheit in Wien - Sonderauswertung des Arbeitsklima Index", Schönherr, Daniel/Mayerl, Corinna (2015)

7 MB PDF

"Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Wien nach Beschäftigungsform", Hyee, Raphaela/Müllbacher, Sandra/Titelbach, Gerlinde (2014)

2 MB PDF

Abbildungen

Säulendiagramm mit den Teilzeitquoten von Männern und Frauen in Wien 2005 bis 2014

Teilzeitquoten von Männern und Frauen in Wien 2005 bis 2014 (Textversion der Grafik: 44 KB RTF)


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