Zweiter Bildungscampus in der Leopoldstadt - in Planung

Am ehemaligen Nordbahnhofgelände im 2. Bezirk soll in den nächsten Jahren ein Bildungscampus nach dem "Campus plus"-Modell für rund 1.850 Kinder und Jugendliche entstehen. Die Inbetriebnahme ist für das Kindergarten- und Schuljahr 2020/21 geplant.

Luftbildaufnahme mit gekennzeichnetem Bauplatzbereich für den Campus

Das Stadtentwicklungsgebiet nördlich des Verkehrsknotenpunktes Praterstern umfasst circa 85 Hektar mit rund 24.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Es zeichnet sich besonders durch seine Nähe zum historischen Zentrum Wiens und eine Reihe hochwertiger Grünräume im Bereich Donau, Donaukanal, Augarten und Prater aus.

Für diesen wachsenden Stadtteil soll im Bereich Schweidlgasse, Bruno-Marek-Allee und Leystraße auf einem 2,3 Hektar großen Areal ein weiterer Bildungscampus entstehen.


Bildungsangebot

Das Bildungsangebot wird folgende Einrichtungen umfassen:

  • Kindergarten mit 16 Gruppen
  • Ganztagsvolksschule mit 22 Klassen
  • Ganztägige Neue Mittelschule mit 20 Klassen
  • Fachmittelschule mit zwei Klassen
  • Vier Klassen Sonderpädagogik mit Therapiebereich
  • Turn- und Gymnastiksäle
  • Hauptstandort der Musikschule

Wettbewerb mit 89 Beiträgen

Schaubild des viergeschoßigen Baukörpers mit grünen und blauen Farbnuancen der Fassaden, im Vordergrund Grünflächen und zahlreiche Bäume

Vorplatz des Bildungscampus

Von der Stadt Wien wurde ein EU-weiter, offener, zweistufiger Realisierungswettbewerb ausgelobt. Aus 89 eingereichten Beiträgen wurden acht für die zweite Wettbewerbsstufe ausgewählt.

Unter dem Vorsitz von Architekt Dietmar Eberle fand im Mai 2016 die Sitzung des Preisgerichtes statt. Das Siegerprojekt stammt von Klammer Zeleny ZT GmbH.


Solitär schafft klare städtebauliche Lösung

Durch eine geschickte Anordnung und Baukörperkomposition werden durch das Siegerprojekt die umgebenden städtebaulichen Strukturen aufgenommen und stadträumliche Qualitäten geschaffen. Der Y-förmige Baukörper bildet einen großen Vorplatz an der Taborstraße und eine städtebauliche Aufweitung der Leystraße. Dadurch sind die jeweiligen Haupt-und Nebeneingänge klar ablesbar.

weißer Baukörper auf weißem Modelleinsatz, verwinkelte Form erkennbar.

Modellfoto des Siegerprojekts

grafische Darstellung des Lageplans mit dreiachsig strukturiertem Baukörper. Die Freiflächen und  Haupt- und Nebeneingänge sind färbig markiert und beschriftet-

Lageplan des Bildungscampus an der Leystraße


Campus Blume ermöglicht gute Orientierung

Die dreiarmig strukturierte Anordnung des großen Baukörpers soll den Kindern die Orientierung erleichtern. In diesen drei Gebäudearmen, den "Blütenblättern", sind die Bildungsbereiche untergebracht. Sie sind durch die gemeinschaftlich genutzten Funktionen, dem "Stiel", miteinander verwoben.

Durch die Aula im Erdgeschoß gelangt man links in die Musikschule und rechts in den sonderpädagogischen Bereich. Direkt erreichbar sind der Veranstaltungssaal, die offene Bibliothek und der Speisesaal. Die letzten beiden weisen einen direkten Zugang zum Garten auf. Die Kleinkindergruppen mit ihren angrenzenden Spielplätzen werden über die Leystraße erschlossen.

Innerhalb eines "Blütenblattes" sind die Bildungsräume um einen zentralen Multifunktionsraum angeordnet. Die zugehörigen Nebenräume sind versetzt angeordnet. Dadurch ergibt sich ein differenziertes räumliches Gefüge mit mehreren Teilbereichen. Sie können unterschiedlich genutzt werden.

Attraktive Freiraumgestaltung ermöglicht Mehrfachnutzung

Visualisierung eines Innenraumes mit weißen Wänden und runden Oberlichten, darin verschiedene färbige Möbelstücke

Multifunktionsraum

Schaubild: Gebäude mit davorliegender Terrasse. Die Gebäudefassaden sind mit gelben und blauen Farbtönen gestaltet, der Außenbereich hat rotbraunen Belag mit roten Kreisen

Terrasse


Es stehen für alle Altersgruppen unterschiedliche Freiraumfunktionen zur Verfügung. Direkt dem Gebäude zugeordnet sind ruhige Bereiche wie der Therapiekindergarten, die Kleinstkindergruppe und die Pausenflächen. Für sportliche Aktivitäten wie Ballspiele oder Laufen sind weitere Freiflächen vorgesehen.

In den Obergeschoßen werden großzügige Freibereiche mit beschatteten Freiluftklassen, Hochbeete und Gehölzpflanzungen angeordnet. Durch Außentreppen, Sitz- und Lernstufen gelangt man zu den in den unteren Ebenen angelegten Gärten.

Die Freiraumgestaltung wurde so konzipiert, dass sie einerseits den Ansprüchen der Bildungseinrichtung gerecht wird und andererseits in offenen, multifunktional ausgelegten Bereichen den Anrainerinnen und Anrainern zur Verfügung steht.

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Architektur und Stadtgestaltung (Magistratsabteilung 19)
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