(Verdeckte) Wohnungslosigkeit von Frauen

Vermutlich gibt es eine hohe Dunkelziffer an Frauen in verdeckter Wohnungslosigkeit.

Zwei Frauen mit Hund

30 Prozent des Angebots der Wiener Wohnungslosenhilfe wird von Frauen in Anspruch genommen. In der Delogierungsprävention der Fachstelle für Wohnungssicherung (FAWOS) liegt der Anteil der Frauen unter den Klientinnen und Klienten hingegen bei 52 Prozent.

Die Diskrepanz zwischen den beiden Zahlen lässt sich nur zum Teil durch die verdeckte Wohnungslosigkeit erklären. Sie wirft weitere Fragen auf:

  • Warum wählen Frauen eher eine, oft nur kurzfristige, Wohnmöglichkeit innerhalb einer mitunter belastenden Abhängigkeitsbeziehung, statt die Angebote der Wohnungslosenhilfe zu nutzen?
  • Welche Wahl haben von Wohnungslosigkeit bedrohte oder betroffene Frauen?
  • Welche Angebote gibt es für Frauen in der Wiener Wohnungslosenhilfe?
  • Welche Angebote brauchen Frauen, um sich angesprochen zu fühlen?

Wohnzentren für Frauen

Ein Haus, in dem von Wohnungslosigkeit betroffene Frauen ein Zuhause finden können, ist das Frauenwohnzentrum der Caritas. Es bietet je nach Bedarf unterschiedliche Formen der Unterstützung an, die von Notbetten bis hin zu Betreutes Wohnen reicht.

Seit 2013 gibt es eine weitere Einrichtung, die sich ausschließlich an Frauen wendet: Das Tageszentrum ESTER bietet wohnungslosen Frauen Beratung und Betreuung durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.. Gesellschaftliche und kulturelle Aktivierungsangebote, Informations- und Bildungsveranstaltungen helfen den Frauen, sich zu stabilisieren und weiterzuentwickeln.

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