Positive Maulkorbgewöhnung - Haltung von Hunden

Für Hunde ist das Tragen eines Maulkorbs manchmal notwendig. Sei es aus gesetzlichen Gründen oder um eine Aufnahme ungeeigneter Stoffe beim Freilauf zu verhindern.

1. Schritt: Ein passender Maulkorb

Wichtig ist, dem Hund beizubringen, einen Maulkorb ohne Stress zu tolerieren. Nach Anschaffung eines gut passenden Maulkorbs kann mit der Maulkorbgewöhnung begonnen werden. Der richtige Sitz des Maulkorbs ist wichtig. Er darf nicht zu weit in den Bereich der Augenlider reichen, sollte nicht zu schwer sein und muss ausreichend groß sein, um dem Hund hecheln und trinken zu ermöglichen.

2. Schritt: Positive Gewöhnung

Zuerst soll eine positive Verknüpfung hergestellt werden, das heißt, der Maulkorb wird zum "Leckerli"-Spender: Es wird besonders schmackhaftes Futter in kleinen Stücken oder Leberpastete in den Maulkorb gegeben, um den Hund daraus fressen zu lassen. In diesem Trainingsschritt wird der Maulkorb noch nicht verschlossen, sondern nur für eine kurze Zeit - am besten mehrmals am Tag einige Tage lang als "Napf" angeboten. Der Hund wird sehr schnell den Maulkorb mit der positiven Erfahrung des Leckerlis verknüpfen. Während des Fressens kann der Hund natürlich auch intensiv gelobt werden.

Später beginnt die Halterin oder der Halter, während des Fressens den Maulkorb für einige Sekunden zu verschließen. Wird dies vom Hund gut akzeptiert, kann dieser Zeitraum in kleinen Schritten ausgedehnt werden. Es kann auch dazu übergegangen werden, das Futter durch das Gitter hindurch anzubieten.

Das wird so lange praktiziert, bis der Hund keine Probleme mehr mit dem Tragen des Maulkorbs hat. Kleine Rückschläge sind ganz normal.

Während des Trainings sollen Lob und Belohnung für das Tragen des Maulkorbs erfolgen. Nach Ablegen des Maulkorbs und Beenden der Übung sollte nicht mehr gelobt werden. So lernt der Hund, dass das Tragen des Maulkorbs Spaß macht - und nicht das Ablegen.

Parallel dazu bekommt der Maulkorb auch dann eine positive Bedeutung, wenn dieser beispielsweise in besonders angenehmen Situationen angelegt wird, zum Beispiel bei einem langen Spaziergang oder während der Streicheleinheiten. Zudem sollte der Hund auch dann fallweise gelobt und mit Futter belohnt werden, wenn er den Maulkorb bereits gewöhnt ist.

Ein Hund, der eine positive Maulkorbgewöhnung erfahren hat, wird später keine Probleme mit dem Tragen eines Maulkorbs haben. Er kann seinen Freilauf in vollen Zügen genießen, ohne dass andere Menschen oder vielleicht der Hund selbst gefährdet werden.

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