Scooter und Roller im Straßenverkehr

Für die Fortbewegung mit Elektro-Rollern und muskelkraftbetriebenen Scootern gelten im Straßenverkehr unterschiedliche Regelungen. Beim Abstellen von Leih-Elektro-Rollern müssen Sie Vorgaben beachten.

Micro-Scooter (Trittroller, Tretroller)

Micro-Scooter sind 2-rädrige Kleinfahrzeuge mit einem bodennahen Trittbrett, die mit Muskelkraft betrieben werden. Sie werden rechtlich als fahrzeugähnliche Kinderspielzeuge beziehungsweise nicht für die Fahrbahn geeignete Kleinfahrzeuge eingestuft.

Junge fährt mit einem Micro-Scooter am Karlsplatz

Sie dürfen mit Micro-Scootern auf folgenden Verkehrsflächen fahren, wenn weder der Verkehr auf der Fahrbahn noch Fußgänger*innen gefährdet oder behindert werden:

  • Gehweg oder Gehsteig
  • Fußgänger*innen-Zone
  • Wohn- oder Spielstraßen
  • Begegnungszonen (am Gehsteig)

Kinder dürfen ab dem 8. Geburtstag alleine mit Micro-Scootern im öffentlichen Verkehr unterwegs sein. Kinder unter 8 Jahren müssen von einer Person beaufsichtigt werden, die mindestens 16 Jahre alt ist.

Private Elektro-Roller bzw. E-Scooter

Elektro-Roller oder E-Scooter haben eine Bauartgeschwindigkeit bis 25 km/h und maximal 600 Watt. Es gelten die Regeln, die auch für das Nutzen von Fahrrädern gelten:

  • Verkehrsregeln und Tempolimits müssen eingehalten werden.
  • Das Fahren auf Gehsteigen, Gehwegen und Schutzwegen ist verboten.
  • In Wohnstraßen und Begegnungszonen ist das E-Scooter-Fahren in an den Fußverkehr angepasster Geschwindigkeit erlaubt. In Fußgänger*innen-Zonen ist das Fahren mit E-Scootern verboten. Ausnahme: Ist das Radfahren erlaubt, darf auch mit dem E-Scooter in angepasster Geschwindigkeit gefahren werden.
  • Elektro-Roller müssen wie Fahrräder mit Bremsen, Scheinwerfer nach vorne und rotem Rücklicht sowie Reflektoren beziehungsweise Rückstrahlern ausgestattet sein.
  • Kinder unter 12 Jahren, die keinen Radfahrausweis haben, dürfen im öffentlichen Verkehr, außer in Wohnstraßen, nur in Begleitung einer Person unterwegs sein, die mindestens 16 Jahre alt ist.
  • Für Kinder unter 12 Jahren gilt eine Helmpflicht.
  • Das Telefonieren ist während des Fahrens verboten.

Leih-Elektro-Roller bzw. Leih-E-Scooter

Mann mit Elektro-Roller

In Wien bieten mehrere Firmen Leih-Elektro-Roller bzw. Leih-E-Scooter zum Ausborgen an. Bei der Benützung gelten dieselben Vorschriften wie für private Elektro-Roller bzw. E-Scooter.

Die E-Roller müssen rechtwinklig am fahrbahnseitigen Gehsteigrand so abgestellt werden, dass andere Verkehrsteilnehmende weder behindert, noch gefährdet werden. Auf Gehsteigen, die weniger als 4 Meter breit sind, gilt ein Abstellverbot. Besondere Vorsicht gilt bei Blindenleitsystemen (Bodenmarkierungen). Hier sollten keine E-Scooter abgestellt werden, da sie sonst für blinde beziehungsweise stark sehbehinderte Menschen das Gehen mit dem Blinden- beziehungsweise Pendelstock behindern.

In welchen Bereichen stationslose Mietfahrräder oder stationslose elektrisch betriebene Klein- und Miniroller nicht abgestellt werden dürfen, können Sie in § 5 (1) der Verordnung des Magistrats der Stadt Wien betreffend stationslose Mietfahrräder und elektrisch betriebene Klein- und Miniroller nachlesen.

Falsch abgestellte E-Scooter melden

Sie können widerrechtlich abgestellte E-Scooter beim Stadtservice Wien oder in der Sag's Wien-App melden. Wählen Sie bei der Meldung in der Sag's Wien-App irgendeine der Kategorien aus.

E-Scooter mit mehr als 25 km/h Baugeschwindigkeit und 600 Watt

Mit einer Bauartgeschwindigkeit über 25 km/h und mehr als 600 Watt werden Elektro-Roller als Motorfahrräder (Mopeds) definiert. Nähere Auskünfte dazu erhalten Sie beim BMK: E-Scooter

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