Scooter und Roller im Straßenverkehr

Für die Fortbewegung mit Elektro-Rollern und muskelkraftbetriebenen Scootern gelten im Straßenverkehr unterschiedliche Regelungen.

Elektro-Roller (E-Scooter)

Elektro-Roller oder E-Scooter haben eine Bauartgeschwindigkeit bis 25 km/h und maximal 600 Watt. Es gelten die Regeln, die auch für das Nutzen von Fahrrädern gelten:

  • Verkehrsregeln und Tempolimits müssen eingehalten werden.
  • Das Fahren auf Gehsteigen, Gehwegen und Schutzwegen ist verboten.
  • Auf dem Gehsteig dürfen E-Scooter nur abgestellt werden, wenn dieser breiter als 2,5 Meter ist.
  • In Wohnstraßen und Begegnungszonen ist das E-Scooter-Fahren in an den Fußverkehr angepasster Geschwindigkeit erlaubt. In FußgängerInnen-Zonen ist das Fahren mit E-Scootern verboten. Ausnahme: Ist das Radfahren erlaubt, darf auch mit dem E-Scooter in angepasster Geschwindigkeit gefahren werden.
  • Elektro-Roller müssen wie Fahrräder mit Bremsen, Scheinwerfer nach vorne und rotem Rücklicht sowie Reflektoren beziehungsweise Rückstrahlern ausgestattet sein.
  • Kinder unter 12 Jahren, die keinen Radfahrausweis haben, dürfen im öffentlichen Verkehr, außer in Wohnstraßen, nur in Begleitung einer Person unterwegs sein, die mindestens 16 Jahre alt ist.
  • Für Kinder unter 12 Jahren gilt eine Helmpflicht.
  • Das Telefonieren ist während des Fahrens verboten.
Mann mit Elektro-Roller

Mit einer Bauartgeschwindigkeit über 25 km/h und mehr als 600 Watt werden bestimmte Elektro-Roller als Motorfahrräder (Mopeds) definiert. Nähere Auskünfte dazu erteilt das BMVIT: Neues fürs Fahren mit Fahrrad und Micro-Scooter.

Besondere Vorsicht gilt bei Blindenleitsystemen (Bodenmarkierungen). Hier sollten keine E-Scooter abgestellt werden, da sie sonst für blinde beziehungsweise stark sehbehinderte Menschen das Gehen mit dem Blinden- beziehungsweise Pendelstock behindern.

Micro-Scooter (Trittroller, Tretroller)

Micro-Scooter sind mit Muskelkraft betriebene, 2-rädrige Kleinfahrzeuge mit einem bodennahen Trittbrett. Sie werden rechtlich als fahrzeugähnliche Kinderspielzeuge beziehungsweise nicht für die Fahrbahn geeignete Kleinfahrzeuge eingestuft.

Junge fährt mit einem Micro-Scooter am Karlsplatz

Sie dürfen mit Micro-Scootern auf folgenden Verkehrsflächen fahren, wenn weder der Verkehr auf der Fahrbahn noch Fußgängerinnen oder Fußgänger gefährdet oder behindert werden:

  • Gehweg oder Gehsteig
  • FußgängerInnen-Zone
  • Wohn- oder Spielstraßen
  • Begegnungszonen (am Gehsteig)

Kinder dürfen ab dem 8. Geburtstag alleine mit Micro-Scootern im öffentlichen Verkehr unterwegs sein. Kinder unter 8 Jahren müssen von einer Person beaufsichtigt werden, die mindestens 16 Jahre alt ist.

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