Stadtgebiet - Statistiken

Karte von Wien mit eingezeichneten Bezirken

Karte von Wien mit eingezeichneten Bezirken

Auf einer Fläche von 415 Quadratkilometern erstreckt sich die Stadt Wien von den Ausläufern des Wienerwalds im Westen und dem Donaudurchbruch im Norden bis zum Rand des ebenen Marchfelds, der Donau-Auen und des Wiener Beckens im Osten und Süden. Die Grünflächen (unter anderem Parkanlagen, landwirtschaftlich genutzte Flächen oder Wälder) machen knapp die Hälfte der Stadtfläche aus. Der Grünanteil innerhalb der Bezirke schwankt von unter zwei bis 15 Prozent in den innerstädtischen Regionen und beträgt bis zu 70 Prozent in den westlichen Bezirken.

Wien nimmt innerhalb europäischer Großstädte eine Sonderstellung ein: Kaum eine andere Stadt besitzt so viel "Öffentliches Grün". Ob im Lainzer Tiergarten, im Wienerwald, in der Lobau oder auf der Donauinsel: Wiens Wälder bieten den Wienerinnen und Wienern sowie den Gästen Wiens vielfältige und attraktive Freizeitmöglichkeiten.


Daten

Zeitreihen

Titel

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Räumliche Entwicklung des Stadtgebiets

1850 bis 2008

Naturdenkmäler in Wien nach Typen

1991 bis 2016

1990 bis 2016

Wiendaten

Titel

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Wiener Stadtgebiet – Geografische Eckdaten

2017

2017

Straßenbäume nach Baumgattungen und Altersgruppen

2016

2016

Straßenbäume nach Baumgattungen und Vitalitätsstufen

2016

2016

Bezirksdaten

Titel

Tabellen-
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Stadtgebiet nach Nutzungsklassen und Bezirken

2016

2016

Grünflächen nach Nutzungsklassen und Bezirken

2016

2016

Schutzgebiete in Wien

2016

2016

Straßenbäume nach Baumgattungen und Bezirken

2016

2016

Naturdenkmäler Wiens nach Typen und Bezirken

2016

2016

Statistisches Jahrbuch

Erläuterungen

Stadtfläche und Schutzgebiete

Auf einer Fläche von 415 Quadratkilometern erstreckt sich die Stadt Wien von den Ausläufern des Wienerwalds im Westen und der Donau im Norden bis zum Rand des ebenen Marchfelds, der Donau-Auen und des Wiener Beckens im Osten und Süden. Die Grünflächen (Parkanlagen, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Wälder und so weiter) machen rund die Hälfte der Stadtfläche aus. Der Grünanteil innerhalb der Gemeindebezirke schwankt von zwei bis 15 Prozent in den innerstädtischen Regionen und beträgt bis zu 70 Prozent in den westlichen Gemeindebezirken.

Die Stadt Wien nimmt innerhalb europäischer Großstädte eine Sonderstellung ein: Kaum eine andere Stadt besitzt so viel öffentliches Grün. Um diese "Grüne Lunge" Wiens auch für künftige Generationen zu erhalten, wurden viele Schutzgebiete geschaffen, die vom Nationalpark bis zu Geschützten Biotopen in einzelnen Bezirksteilen reichen und Gebiete betreffen, die reich an seltenen Pflanzen- beziehungsweise Tierarten sind, die sich durch eine besondere Landschaftsform auszeichnen oder besondere Kulturlandschaften sind. Der Wienerwald - inklusive des Wiener Teils innerhalb des Stadtgebiets von 9.900 Hektar - wurde von der UNESCO nach internationalen Kriterien als Biosphärenpark (BP) anerkannt. Der Nationalpark Donau-Auen , das Naturschutzgebiet (NSG) Lainzer Tiergarten, das Landschaftsschutzgebiet (LSG) Liesing und Teile des Bisambergs und der Leopoldsberg wurden zu Europaschutzgebieten (ESG) erklärt. Darüber hinaus findet man in Wien auch das Ramsar-Gebiet Untere Lobau und im Jahr 2016 431 Naturdenkmäler.

Die Schutzkategorien überlagern sich in vielen Bereichen, sodass es Gebiete gibt, die mehrfach geschützt sind. Beispiele: Der Lainzer Tiergarten ist NSG, ESG und Teil des BP Wienerwald; das ESG Leopoldsberg befindet sich vollständig im LSG Döbling, der geschützte Landschaftsteil Endlichergasse ist im LSG Favoriten integriert, die ökologischen Entwicklungsflächen in Hernals sind Teil des BP Wienerwald, das geschützte Biotop "Nähe Herrnholz-Stammersdorf" liegt vollständig im LSG Floridsdorf und im ESG Bisamberg. 34,1 Prozent der Gesamtfläche Wiens sind nach zumindest einer Schutzkategorie erfasst.

Räumliches Bezugssystem Wien und Realnutzungskartierung

Grundlage aller Daten zum Stadtgebiet nach Nutzungsklassen ist das Räumliche Bezugssystem Wien (RBW). Eine Untergliederung des RBW nach der Nutzung ist die Realnutzungskartierung (RNK). Die RNK entsteht mittels Luftbildinterpretation (Klassifizierung von Inhalten in Luftbildern mit anschließender Kartierung) eines Orthofotos (maßstabsgetreue fotografische Abbildung) und wird alle zwei Jahre aktualisiert. Die einzelnen Nutzungskategorien der RNK werden den großen Nutzungsklassen Bauflächen, Grünflächen, Gewässer und Verkehrsflächen zugeordnet. Seit 2007/2008 werden bei der RNK nur mehr 32 anstatt 42 Nutzungskategorien unterschieden.

Straßenbäume

Alle Wiener Straßenbäume, die auf öffentlichen Straßen, das heißt nicht auf Grünflächen, gepflanzt wurden, sind in einem Baumkataster der Abteilung Wiener Stadtgärten (MA 42) erfasst. Sie werden von dieser Abteilung verwaltet und betreut. Dazu zählen auch alle Alleebäume. Diese Straßenbäume sind nach Baumgattungen, Altersgruppen, Gemeindebezirken und Vitalitätsstufen in Tabellen dargestellt. Das Alter der Bäume wird aufgrund des Stammumfangs geschätzt. Ab 2006 ist das genaue Pflanzjahr bekannt. Die Vitalitätsstufen sind nach der Klassifizierung von Prof. Dr. Andreas Roloff, Institut für Forstbotanik und Forstzoologie, TU Dresden, eingeteilt. Roloff entwickelte vier Vitalitätsstufen für die wichtigsten Laubbaumarten, deren Grundlage Verzweigung und Kronenstrukturen bilden. In Wien werden die Laubbäume mittels Visual Tree Assessment (VTA) vom Boden mittels Umrundung aus beurteilt und klassifiziert. Folgende Vitalitätsstufen werden unterschieden:

  • Vitalitätsstufe 0 - sehr gut: Vitale, ungeschädigte Bäume. Der Baum entwickelt eine relativ gleichmäßige Verzweigung, die in die Krone hineinreicht. Es entsteht eine dichte Belaubung ohne größere Lücken.
  • Vitalitätsstufe 1 - gut: Ist der Baum geschwächt, zeigen sich Langtriebe, die aus der Krone herausragen. Die Krone wirkt äußerlich zerfranst. Zwischen den Spießen ist der Luftraum nicht vollständig mit Trieben und Blättern ausgefüllt.
  • Vitalitätsstufe 2 - mittel: Im unbelaubten Zustand bilden die Kurztriebe ein "Krallenstadium". Diese Kurztriebe brechen im belaubten Zustand bei böigen Winden oder stärkeren Regen ab. Diese Astreinigung betrifft den äußeren Kronenbereich.
  • Vitalitätsstufe 3 - schlecht: Größere Äste oder ganze Kronenteile sterben ab. Die Krone zeigt peitschenartige Strukturen, wirkt unharmonisch und skelettiert.

Definitionen

Baulandnutzung
Wohn- und Mischnutzung (Schwerpunkt Wohnen), Geschäfts-, Kern- und Mischnutzung (Schwerpunkt betriebliche Tätigkeit), Industrie- und Gewerbenutzung, soziale Infrastruktur, technische Infrastruktur / Kunstbauten / Sondernutzung.
Die Baulandnutzung entspricht in der Realnutzungskartierung 2014 (RNK 2014) der Nutzungsklasse Bauflächen mit den Nutzungskategorien Wohnbaugebiete, Betriebsbaugebiete, Kultur-, Sport-, religiöse und öffentliche Einrichtungen.
Biosphärenpark
Diese Parks schützen Gebiete, die durch Natur- und Kulturlandschaften geprägt sind und die den Menschen der Umgebung die nötigen Rahmenbedingungen für ein ressourcenschonendes und nachhaltiges Wirtschaften geben. Durch die Verbindung von Schutz-, Entwicklungs- und Bildungsfunktionen sollen Biosphärenparks Modellregionen darstellen. Der Wienerwald ist auch Biosphärenpark.
Erholungs- und Freizeiteinrichtungen
Park, Grünanlage, Sport und Bad (Outdoor), Camping, Friedhof.
Europaschutzgebiet (Natura 2000)
Schutzgebiet, dessen Unterschutzstellung durch eine Verordnung geregelt ist. Schutzzweck: Bewahrung international bedeutender Naturräume und Förderung von Biotopen oder Tier- und Pflanzenarten von europäischer Bedeutung. Diese Gebiete sind von gemeinschaftlicher Bedeutung im Sinne der Flora-Fauna-Habitat- sowie der Vogelschutz-Richtlinie.
Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutz-Richtlinie
Ziel der Flora-Fauna-Habitat (FFH)- und der Vogelschutz-Richtlinie ist die Sicherung der Artenvielfalt durch die Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie wild lebender Arten. Zu diesem Zweck soll ein europaweites Netzwerk besonderer Schutzgebiete mit dem Namen Natura 2000 geschaffen werden. Zusätzlich sehen die Richtlinien einen strengen Schutz für jene Tier- und Pflanzenarten von europäischer Bedeutung vor, die in zwei EU-Richtlinien aufgelistet sind.
Geschäfts-, Kern- und Mischnutzung (Schwerpunkt betriebliche Tätigkeit)
Büro- und Verwaltungsstrukturen, solitäre Handelsstrukturen, Geschäfts-, Kern- und Mischgebiet, Mischnutzung wenig dicht /alter Ortskern.
Geschützter Landschaftsteil
Schutzgebiet, dessen Unterschutzstellung durch eine Verordnung geregelt ist. Schutzzweck: Bewahrung regional bedeutender Naturräume und Schutz kleinräumiger Gebiete, die die Landschaftsgestalt prägen und kleinklimatische, ökologische oder kulturgeschichtliche Bedeutung aufweisen, wie Gewässer, Feuchtbiotope oder charakteristische Geländeformen.
Geschütztes Biotop
Schutzgebiet, dessen Unterschutzstellung durch einen Bescheid der Abteilung Umweltschutz (MA 22) geregelt ist. Schutzzweck: Schutz von Biotopen, die europabedeutsam oder vom Verschwinden bedroht sind. Darüber hinaus auch Bewahrung und Entwicklung von Biotopen gemäß Wiener Naturschutzverordnung und Umsetzung des Arten- und Biotopschutzprogramms.
Glacis
Circa 500 Meter breiter Streifen zwischen der Stadtmauer (um die Innere Stadt) und den Vorstädten (heutige Bezirke 2 bis 9). Diese Fläche durfte aus Verteidigungszwecken nicht verbaut und bewachsen werden. Auf dem Glacis wurden ab 1858 die Ringstraße und die Ringstraßenbauten errichtet.
Grünlandnutzung
Erholungs- und Freizeiteinrichtungen, Landwirtschaft, Naturraum, Gewässer [!].
Die Grünlandnutzung entspricht in der RNK 2014 der Nutzungsklasse Grünflächen mit den Nutzungskategorien landwirtschaftlich genutzte Flächen, Parkanlagen, Wälder, Wiesen, Sport- und Freizeitflächen.
Industrie- und Gewerbenutzung
Industrie, produzierendes Gewerbe, Großhandel inklusive Lager.
Landschaftsschutzgebiet
Schutzgebiet, dessen Unterschutzstellung durch eine Verordnung geregelt ist. Schutzzweck: Bewahrung schöner Landschaften. Geschützt sind Gebiete mit besonderer Landschaftsgestalt, bedeutende Kulturlandschaften oder Landschaften, die der naturnahen Erholung dienen.
Landwirtschaft
Acker, Weingarten, Gärtnerei, Obstplantage.
Nationalpark
Schutzgebiet der höchsten Schutzgebietskategorie. Die Unterschutzstellung erfolgt durch ein Landesgesetz. Schutzzweck: Bewahrung nahezu ursprünglicher und vielfältiger Naturräume.
Naturdenkmal
Schutzobjekt, dessen Unterschutzstellung durch einen Bescheid der Abteilung Umweltschutz (MA 22) geregelt ist. Schutzzweck: Bewahrung von besonderen Naturgebilden. Geschützt sind Objekte, die die Landschaftsgestalt prägen, besondere Funktionen für den Landschaftshaushalt aufweisen oder von wissenschaftlicher und kultureller Bedeutung sind (zum Beispiel Baumgruppen, Quellen, Felsenbildungen und Ähnliches).
Naturraum
Wald, Wiese.
Naturschutzgebiet
Schutzgebiet, dessen Unterschutzstellung durch eine Verordnung geregelt ist. Schutzzweck: Bewahrung national bedeutender Naturräume und Erhaltung eines intakten Landschaftshaushaltes.
Ökologische Entwicklungsfläche
Schutzgebiet, dessen Unterschutzstellung durch einen Bescheid der Abteilung Umweltschutz (MA 22) geregelt ist. Schutzzweck: Bewahrung, Entwicklung und Vernetzung der Grünstrukturen der Stadt und Umsetzung des Arten- und Biotopschutzprogramms.
Ramsar-Gebiet
Das Übereinkommen zum Schutz der Feuchtgebiete wurde am 2. Februar 1971 in Ramsar (Iran) gegründet (Ramsar Konvention). Es ist von internationaler Bedeutung für den Schutz des Lebensraumes von Wasser- und Watvögeln. Die Donau-Auen zwischen Wien und Hainburg sind das größte zusammenhängende Auwaldgebiet Mitteleuropas und seit 1997 international anerkannter Nationalpark. Der nordwestliche Teil, die Untere Lobau, mit einer Größe von 915,3 Hektar ist seit 1983 Ramsar-Gebiet und seit 2007 Teil des Trilateral Ramsar-Gebietes Donau-March-Thaya-Auen.
Schutzgebiet
Gebiet, das reich an seltenen Pflanzen- und Tierarten ist, das sich durch eine besondere Landschaftsform auszeichnet oder eine besondere Kulturlandschaft ist. Die Unterschutzstellung erfolgt durch ein Landesgesetz, eine Verordnung oder einen Bescheid. Folgende Schutzgebietskategorien werden unterschieden: Nationalpark, Europaschutzgebiet, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Geschützter Landschaftsteil, Ökologische Entwicklungsfläche und Geschütztes Biotop.
Soziale Infrastruktur
Kultur, Freizeit, Religion, Messe, Gesundheit und Einsatzorganisationen, Bildung, Sport und Bad (Indoor).
Straßenraum
Straßenraum begrünt, Straßenraum unbegrünt.
Technische Infrastruktur / Kunstbauten / Sondernutzung
Militärische Anlagen, Kläranlage, Deponie, Energieversorgung, Rundfunkanlagen, Wasserversorgung, Transformationsfläche, Baustelle, Materialgewinnung.
Verkehr
Straßenraum und weitere verkehrliche Nutzungen.
Die Nutzungsklasse Verkehr entspricht in der RNK 2014 der Nutzungsklasse Verkehrsflächen.
Weitere verkehrliche Nutzungen
Parkplätze, Parkhäuser, Bahnhöfe, Bahnanlagen, Transport und Logistik inklusive Lager.
Wohn- und Mischnutzung (Schwerpunkt Wohnen)
Locker bebautes Wohn(misch)gebiet, Wohn(misch)gebiet mittlerer Dichte, dichtes Wohn(misch)-gebiet, großvolumiger solitärer Wohn(misch)bau.
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Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
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