Bezirke in Zahlen - Statistiken

Wien ist eine der vielfältigsten Metropolen Europas. Der Blick auf die 23 Gemeindebezirke macht dies deutlich: Altersstruktur, Herkunft, Hunde- und Autobesitz, Wirtschaftsbetriebe, Ausbildung, Einkommen und vieles mehr unterscheidet sich im Stadtgebiet zwischen Wienerwald und Lobau teilweise enorm.

Die Landesstatistik Wien (MA 23) hat die Vielfalt der Bezirke in 23 Bezirksfoldern und 23 Online-Bezirksportraits aufbereitet:

Wien wächst. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Bevölkerungszuwachs von 1 Prozent ist Wien im Vergleich der 10 größten EU-Städte und Bratislava die am stärksten wachsende Stadt seit 2002. Dies ist vor allem auf Zuwanderung aus anderen EU-Ländern und Drittstaaten zurückzuführen. Wien wird auch in den kommenden Jahren attraktiv bleiben und dürfte laut der aktuellen kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Landesstatistik Wien bis zum Jahr 2027 die Heimat von 2 Millionen Wienerinnen und Wienern sein.

Das Ende der 1980er-Jahre einsetzende Bevölkerungswachstum verstärkte sich mit der Jahrtausendwende und ist vor allem auf Zuwanderungsgewinne aus dem Ausland zurückzuführen. Seit 2004 gibt es zudem einen Geburtenüberschuss – die jährliche Zahl der Geburten übersteigt seither jene der Sterbefälle.

Wien ist mit einem Durchschnittsalter von knapp über 40 Jahren das jüngste Bundesland Österreichs. Während das Durchschnittsalter in anderen Bundesländern angestiegen ist, ging es Wien sogar leicht zurück. Dies ist vor allem auf den Zuzug jüngerer Menschen aus dem In- und Ausland und der daraus resultierenden positiven Geburtenbilanz zurückzuführen. Im Wiener Bezirksvergleich schwankt das Durchschnittsalter zwischen 39 Jahren in Simmering (11. Bezirk) und 47 Jahren in der Inneren Stadt (1. Bezirk).

Die Karte macht deutlich, dass in den innerstädtischen Bezirken die Bevölkerungsdichte im Vergleich zu den Außenbezirken generell höher ist. Die Bandbreite schwankt von wenigen tausend Personen in Hietzing (13. Bezirk) bis zu mehr als 25.000 Einwohnerinnen und Einwohnern pro Quadratkilometer im dicht verbauten Margareten (5. Bezirk).

In der Inneren Stadt (1. Bezirk) hat jede zweite Person im Alter von 25 bis 64 Jahren einen Hochschulabschluss. Knapp dahinter folgen die Bezirke 8, 7 und 9. Der Anteil der Personen mit abgeschlossener Lehre ist wiederum im 11., 21. und 23. Bezirk am höchsten. Der Bildungsstand der Bevölkerung Penzings (14. Bezirk) ist dem Wiener Durchschnitt am nächsten.

Mit Ausnahme der Jahre 2010 und 2011 stieg das durchschnittliche Nettoeinkommen der Wiener Beschäftigten seit 2002 kontinuierlich an. Am höchsten ist das Durchschnittseinkommen in der Inneren Stadt (1. Bezirk), am niedrigsten in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk) und in der Brigittenau (20. Bezirk).

Das öffentliche Verkehrsnetz Wiens gehört zu den besten der Welt. Seit der Einführung des 365-Euro-Tarifs im Mai 2012 stieg zudem die Anzahl der verkauften Jahreskarten kontinuierlich an. Zusammen mit einer leicht sinkenden Pkw-Dichte führte dies dazu, dass es in Wien seit 2015 mehr verkaufte Jahreskarten als zugelassene Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner gibt. Der Vergleich zwischen Pkw und Jahreskarten (je pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner) ist nur bedingt zulässig, da im Gegensatz zu den in Wien angemeldeten Pkw nicht alle Jahreskarten-Besitzerinnen und -Besitzer ihren Wohnsitz in Wien haben.

Der globale Klimawandel wirkt sich auch auf das Wiener Wetter aus. Die Anzahl der Hitzetage, also Tage mit einer Tageshöchsttemperatur von über 30 Grad Celsius, hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Gleichzeitig sank die Zahl der Eistage, an welchen die Temperatur nicht über dem Gefrierpunkt lag.

Wien ist auch die Heimat von knapp 55.000 Hunden. Die "Hundedichte", also die Anzahl von Hunden pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, unterscheidet sich von Bezirk zu Bezirk deutlich. So liegen alle Bezirke mit überdurchschnittlich vielen Hunden (pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner) außerhalb des Gürtels, allen voran in den Bezirken nördlich der Donau (21. und 22.) mit deutlich mehr als 40 Hunden (pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner). In den dichter besiedelten innerstädtischen Bezirken ist die "Hundedichte" deutlich niedriger, am geringsten in Margareten (5. Bezirk).

Wien gehört zu den beliebtesten Städtereisezielen Europas. Touristinnen und Touristen zieht es vor allem in die Innenbezirke (1. bis 9. Bezirk und 20. Bezirk), wo 2 von 3 Gästen übernachten. Die größte Zahl an Gästeübernachtungen entfällt dabei auf die Innere Stadt (1. Bezirk).

Folder – Wien in Zahlen

Ausschnitt Cover Wien in Zahlen 2020

Weitere interessante Zahlen und Fakten finden Sie in den jährlich erscheinenden Foldern der Reihe "Wien in Zahlen". Grafisch komplett überarbeitet und mit neuen Daten versehen, zeigt die Broschüre, wie sehr sich Wien gewandelt hat. 13 Prozent mehr Menschen leben seit 2010 in Wien - insgesamt 1,9 Millionen, zudem 55.000 Hunde, 456 Wildbienenarten und 200 Schafe. Wien zählt zu den beliebtesten Kongressstädten der Welt und verzeichnete 2019 mit 266 internationalen Betriebsansiedelungen mehr als alle anderen Bundesländer zusammen.

Alle verwendeten Bezirks-Kennzahlen stehen als Open Data auf data.gv.at zur Verfügung.


OGD-Daten

Titel

CSV-Download

Arbeitslose Personen seit 2002

31 KB CSV

Bevölkerungsdichte seit 2002

28 KB CSV

Bevölkerungsentwicklung nach Geburtsland seit 2002

31 KB CSV

Bildungsstand der Bevölkerung seit 2008

27 KB CSV

Durchschnittliches Nettoeinkommen seit 2002

25 KB CSV

Durchschnittsalter der Bevölkerung seit 2002

21 KB CSV

Gästeübernachtungen seit 2002

30 KB CSV

Hundebestand seit 2002

24 KB CSV

Jährliche Hitze- und Eistage seit 1955

11 KB CSV

Komponenten der Bevölkerungsentwicklung seit 2002

28 KB CSV

Medizinische Versorgung seit 2002

33 KB CSV

Verkehrsflächen seit 2002

45 KB CSV

Zugelassene Kraftfahrzeuge seit 2002

47 KB CSV

Definitionen

Bevölkerungsdichte
Bevölkerungszahl pro Flächeneinheit (pro Quadratkilometer).
Hundedichte
Gemeldete Hunde pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern
Geburtenbilanz
Zahl der Lebendgeborenen abzüglich der Zahl der Sterbefälle.
Wanderung
bezeichnet die dauerhafte oder vorübergehende Verlegung des Wohnsitzes von Personen.
Wanderungsbilanz
Differenz aus der Zahl der Zuzüge und der Wegzüge in beziehungsweise aus einer Region innerhalb eines Zeitraums
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