Bildungscampus "aspern Die Seestadt Wiens"

Am 29. September 2015 wurde Wiens fünfter Bildungscampus in der Donaustadt eröffnet. Er wird Platz für bis zu elf Kindergartengruppen, 17 Volksschulklassen und acht Basalen Förderklassen bieten.

Gartenansicht eines terrassenförmig angelegten, mit Holz verkleideten, Baukörpers

Gartenansicht

2012 fand ein EU-weiter Wettbewerb für die Errichtung eines Bildungscampus in aspern Die Seestadt Wiens statt. Aus insgesamt 74 internationalen Einreichungen ging Thomas Zinterl mit ZT Arquitectos Lda aus Lissabon als Gewinner hervor.

Das Gebäude wurde auf einem 4,8 Hektar großen Grundstück errichtet und bietet eine Nettogrundfläche von 12.000 Quadratmetern. Bauherrin ist die BIG Bundesimmobiliengesellschaft. Die Campusanlage ist von der U2-Station "Seestadt" innerhalb weniger Minuten erreichbar.


Campusanlage im Süden der Seestadt

Der Bildungscampus aspern Seestadt ist ein wichtiger Teil der Bildungsbauoffensive der Stadt. Er entspricht in besonderer Weise dem Wiener Campusmodell, das auf eine enge Verflechtung der einzelnen Bildungseinrichtungen ausgerichtet ist. Die Verbindung von Kindergarten und Schule bietet optimale Bedingungen für offene Bildungsarbeit.

Außenansicht eines langgestreckten, dreigeschoßigen Baukörpers mit Fensterbändern und zurückgesetzter Sockelzone, davor ein großzügig angelegter Vorplatz

Straßenansicht

Innenraum mit Blick nach außen durch verglaste Fassade; Wände, Boden und Tische in hellen Farben, hellgrüne Stühle beleben den Raum.

Speisesaal


Die Unterrichts- und Freizeiteinheiten der Schule sind verschränkt. Von 8 bis 15.30 Uhr wechseln sich Lerneinheiten und Freizeitangebot ab. Der Tagesablauf folgt also einem Rhythmus aus Lern- und Freizeitphasen.


Architektonisches Konzept - moderne Ausstattung

Das Projekt zeichnet sich durch sonnendurchflutete Terrassen, eine großzügige Gartenanlage und die kurzen Wege zum ersten Wohnquartier der Seestadt aus. Es ist geprägt durch die kompakte Anordnung aller Räumlichkeiten und die übersichtliche und offene Struktur der Grundrisse.

Zwei Hauptachsen strukturieren das Gebäude, das südseitig und terrassenartig zum Garten- und Freizeitbereich abgestuft ist. Das Untergeschoß beherbergt Turnsäle und den Kindergartenbereich, der unmittelbar an den Garten grenzt. Im Erdgeschoß gibt es gemeinsame Räume wie Medienraum, Bibliothek, Administration, Küche und Speisesaal.

Blick in den Garten mit  zahlreichen Spielgeräten, im Bildvordergrund führen einläufig angelegte Stahlstufen hinab

Spielplatz

Innenraum, an Boden und Wänden mit hellen Holzplatten verkleidet. Im Vordergrund ein Klettergerüst aus dunklen, kubischen Möbeln und dazwischenliegenden Leitern

Turnsaal


In den Obergeschoßen befinden sich die, ebenfalls nach Süden orientierten, "Finger" für Volksschulklassen und Kleingruppen. Diese Cluster verfügen über gemeinsam nutzbare Räume und sollen klassen- und gruppenübergreifendes Arbeiten ermöglichen. In den Klassen haben digitale Whiteboards die grünen Kreidetafeln abgelöst. Die Turnsäle sind mit Cubes bestückt. Sie können wie ein Baukasten-System neu arrangiert werden.


Schwerpunkt Basale Förderklassen

Ein Schwerpunkt des neuen Campus liegt in der Integration von Kindern mit körperlichen Behinderungen. Für sie wurden modernste Therapieräume mit Musik, Wasserbetten, Licht- und Bewegungsspielen eingerichtet. Eigene Ruhebereiche - die sogenannten "Snoezelenräume" - stehen Kindern aller Altersstufen zur Verfügung. Die drei Basalen Förderklassen für Kinder mit körperlichen Behinderungen sowie zwei Nachmittagsgruppen werden in Kooperation mit den Wiener Sozialdiensten Förderung & Begleitung betreut.

Nächste Ausbaustufe bis Herbst 2017

Innenaufnahme, hellgraue Steinplatten am Boden, weiße Wände, gelbe Türen

Gangbereich

Der erste Teil dieses Bildungscampus wird im Vollbetrieb einen Kindergarten für elf Gruppen, eine Ganztagsvolksschule mit 17 Klassen sowie acht Klassen, die für Kinder mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen ausgerichtet sind, beheimaten.

Bis Herbst 2017 soll in der zweiten Ausbaustufe, der Bildungscampus mit einem Bauteil für bundesschulische Einrichtungen ergänzt werden. Es wird eine "Wiener Mittelschule in der AHS" mit 16 Unterstufenklassen und eine AHS-Oberstufe mit zwölf Klassen errichtet. Dann werden rund 2.000 Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr hier Platz finden.


Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

2013 wurde die Forschungsgesellschaft "Aspern Smart City Research GmbH & Co KG" (ASCR) ins Leben gerufen. Die ASCR wird in den nächsten Jahren das Thema Energieeffizienz anhand realer Gebäude am Standort aspern Seestadt erforschen. Der Bildungscampus ist eines der Gebäude, die am Forschungsprojekt teilnehmen.

Auf dem Dach des Campus befindet sich eine eigene Photovoltaikanlage. Die Energieversorgung erfolgt weiters durch zwei Sole/Wasser-Wärmepumpen, die die Energie aus verschiedenen Ab-/Umweltwärmequellen beziehen. Die Räume sind mit einer kontrollierten Raumlüftung ausgestattet, über die auch die Beheizung erfolgt.


Standort

Kontakt

In organisatorischen Angelegenheiten und bei Fragen zum Kindergarten- oder Schulbetrieb des Bildungscampus "aspern Die Seestadt Wiens" kontaktieren Sie bitte die administrative Leitung:

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