Neues Ausbildungszentrum der Berufsfeuerwehr in Betrieb

Im September 2015 startete der Ausbildungsbetrieb im neuen Feuerwehrausbildungszentrum in Floridsdorf. Das Zentrum wird zur Grundausbildung und zur Weiterbildung genutzt.

Feuerwehrmänner bei einer Löschübung

Damit die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Berufsfeuerwehr Wien ihren gefährlichen Job für die Wiener Bevölkerung möglichst effizient und sicher ausüben können, ist sehr viel Ausbildung und praktisches Training notwendig. Die optimalen Möglichkeiten dazu haben sie seit Ende September 2015 im neuen Feuerwehrausbildungszentrum (FAZ) in Floridsdorf.

Nach intensiven, mehrjährigen Planungs- und Vorbereitungsarbeiten startete am Montag, dem 28. September 2015, der Ausbildungsbetrieb im neuen Feuerwehrausbildungszentrum in Wien-Floridsdorf.

Die ersten Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner haben bereits ihre weiterführenden Kurse in der neuen und modernen Ausbildungsstätte begonnen. Ab Jänner 2016 werden bereits die ersten Grundausbildungen beginnen.

Ausbildungskapazität des neuen Zentrums

Im Vollbetrieb wird das Ausbildungszentrum etwa 100 Auszubildende pro Tag betreuen und im Jahr 60 Plätze in der Grundausbildung, 150 Plätze in weiterführenden Kursen und 1.600 Plätze in der Brandhaus- und Körperschutzfortbildung anbieten können. Hierfür stehen sieben Seminarräume mit einer Größe von 40 bis 80 Quadratmetern, ausgerüstet mit interessanten Schaustücken, und ein großer Vortragssaal für 150 Personen zur Verfügung.

Umfassendes Übungsgelände

Modernste Präsentationstechnik sowie Anschauungs- und Übungsmodelle helfen bei der besseren Wissensvermittlung. Auch die praktische Umsetzung des Erlernten kann in der etwa 2.200 Quadratmeter großen Übungshalle trainiert werden. Dort stehen eine Hoch- und Tiefbau-Übungsanlage und Übungsboxen für die Bereiche Verkehrstechnik, Gefahrgut und Haustechnik bereit.

In einem eigenen Abschnitt bestehen neue Möglichkeiten, die Technik zum Öffnen von Fenstern und Türen zu verfeinern. Für die Höhenretterausbildung ist ein Kranausleger vorhanden, um auch Personenrettungen von selbstgefährdeten Personen trainieren zu können.

Dazu kommt eine neu errichtete Flüssiggasübungsanlage zur Ausbildung und zum Training der Strahlrohrführer. In dieser Anlage können besondere Brandereignisse, wie etwa eine Rauchgasdurchzündung, nachgestellt werden, indem eine genau dosierte Flüssiggasmenge eingespritzt wird.

Spezielle Einsatzübungen

Die Bereiche des bestehenden, mit Erdgas befeuerten, Brandhauses, welches über Übungsanlagen für Keller-, Zimmer-, Schlafzimmer- und Küchenbrände verfügt, sowie die Abbrandhalle mit Flash-Over-Container und Industrieflamme wurden in das neue Feuerwehrausbildungszentrum integriert.

Zudem können auf dem nahegelegenen 5.600 Quadratmeter großen Übungsgelände Leopoldau auch speziellen Einsatzszenarien, wie etwa Unfälle von Schienenfahrzeugen (U-Bahn und Straßenbahn) mit den originalen Fahrzeugen beziehungsweise am nachgebautem U-Bahn-Bahnsteig geübt und die erforderlichen Handgriffe vor Ort erklärt werden. Weiters stehen am Übungsgelände auch ein eigens errichtetes Trümmerhaus und ein künstliches Bachbett zur Verfügung um besonders realistische Übungsszenarien darstellen zu können.

Zentraler Standort

Durch diese Maßnahmen konnten die vielfältigen Ausbildungen und Übungen, welche alle Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Wien durchlaufen, an einem Standort konzentriert werden. Das moderne und zentrale Zentrum sorgt daher neben einer weiteren Vereinheitlichung der Ausbildungsbedingungen auch nochmals für eine Steigerung des Qualitätslevels in der Ausbildung.

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