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Katastrophenschutz in Wien - Großfeuer

Die Wiener Berufsfeuerwehr ist seit über drei Jahrhunderten zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt im Einsatz. Die Brandbekämpfung ist längst nicht mehr die zentrale Aufgabe der Feuerwehr. Technische Einsätze bei Verkehrsunfällen oder Hilfeleistungen für Menschen in Notsituationen stehen heute im Mittelpunkt.
Großbrände, wie in früheren Zeiten, gibt es nicht mehr. Das hat viele Gründe: Brände werden heute früher erkannt und rascher gemeldet. Was mit dem Münzfernsprecher von einst oft wertvolle Minuten gekostet hat, ist heute mit einem Anruf vom Handy schnell erledigt. Die genaue und schnelle Information der Feuerwehr im Ernstfall.
Der vorbeugende Brandschutz gewinnt immer mehr an Bedeutung. Brände verhindern, statt Brände löschen, lautet das Motto. Bei neuen Gebäuden werden schon im Planungsstadium, unter Einbeziehung von Fachleuten der Wiener Feuerwehr, Brandschutzabschnitte festgelegt und diverse Sicherheitsvorkehrungen eingerichtet.
In einschlägigen Gesetzen wird auf den vorbeugenden Brandschutz hingewiesen. Die Strategie der Wiener Feuerwehr ist rasch erklärt. An oberster Stelle steht bei jedem Einsatz die Rettung von Menschen. In einem zweiten Schritt wird ein mögliches Übergreifen von Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert. Schließlich wird der eigentliche Brand gelöscht.
Im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr alle 14 Minuten aus. Das entspricht 92 Einsätzen pro Tag oder 33.649 pro Jahr. Darunter befinden sich auch Einsätze bei Großbränden, wie zum Beispiel, beim Hofburgbrand 1992 oder beim Brand des "Schuh Ski"-Gebäudes auf der Donauinsel.
Die Magistratsabteilung 68 - Feuerwehr und Katastrophenschutz beschäftigt insgesamt rund 1.600 MitarbeiterInnen. Rund um die Uhr versehen permanent 480 Mann in 25 Feuerwachen ihren Dienst. Ihnen stehen 47 Löschfahrzeuge, zwölf Drehleitern, elf Kommandofahrzeuge und diverse Sonderfahrzeuge zur Verfügung. Im Katastrophenfall kann die Anzahl der Löschgruppen verdoppelt werden.
In der Hauptfeuerwache Am Hof befindet sich die Nachrichtenzentrale der Wiener Feuerwehr. Hier werden sämtliche Meldungen bearbeitet, die telefonisch, mündlich oder über das Tonfrequenz-Übertragungssystem einlangen. Auch die Einsätze werden hier koordiniert. Der Nachrichtenbeamte gibt alle relevanten Daten in den Einsatzrechner ein, der über feuerwehreigene Kabel die benötigten Feuerwachen automatisch alarmiert. Detaillierte Pläne schreiben für jedes erdenkliche Szenario genau vor, welche Fahrzeuge mit welchen Besatzungen ausrücken. Jeder Einzelne weiß im Detail, was zu tun ist.
Von der Alarmierung bis zum Ausrücken dauert es bei Tag maximal 30 und bei Nacht nicht mehr als 60 Sekunden. Die schnelle Bereitschaft und die systematische Verteilung der Feuerwachen garantieren, dass jedes Objekt im Wiener Stadtgebiet innerhalb von nur sieben Minuten erreicht werden kann.
Im Falle eines Großbrandes wird erhöhte Einsatzbereitschaft ausgelöst. Das bedeutet, dass alle Fahrzeuge, die sich nicht bereits am Einsatzort befinden, in ihre Feuerwachen einrücken müssen. Die diensthabenden Mannschaften müssen auch nach der Dienstablöse an ihrem Posten bleiben.
Im Fall einer Katastrophe sieht der Plan vor, dass alle dienstfreien Mannschaften einrücken müssen. Die Nachrichtenzentrale tritt in engen Kontakt mit der Katastrophenleitzentrale im Wiener Rathaus. Von hier kann auch das Warn- und Alarmsystem ausgelöst werden.

Großfeuer

Die Berufsfeuerwehr Wien steht seit über drei Jahrhunderten zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt bereit. Dieser Film zeigt die Feuerwehr im Einsatz und gibt Einblick in ihr Leistungsspektrum.

Länge: 5 Min. 47 Sek.
Produktionsdatum: 2006
Copyright: Stadt Wien

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Im 21. Wiener Bezirk Floridsdorf entsteht das Krankenhaus der Zukunft - das Krankenhaus Nord. Auf 111.000 Quadratmetern Grundstücksfläche werden etwa 2.500 Menschen arbeiten und jährlich 250.000 Ambulanzbesuche erwartet. Das Krankenhaus Nord verfügt über 16 OP-Säle und eine modernste Herzchirurgie. In ausschließlich 1- und 2-Bettzimmern, alle mit Blick Richtung Park, können 785 stationäre Patientinnen und Patienten aufgenommen werden. 22.000 Quadratmeter Dachgärten und 47.000 Quadratmeter Parkfläche sollen die Menschen auch im Krankenhaus durchatmen lassen. Im Jahr 2018, wenn das Haus baulich weitgehend fertiggestellt ist, starten die Behördenbegehungen sowie die technischen und medizinischen Probebetriebe.
Länge: 2 Min. 07 Sek. | © Stadt Wien

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