Maßnahmen gegen FGM - Wiener Programm für Frauengesundheit

Als weibliche Genitalverstümmelung (FGM) bezeichnet man operative Eingriffe an den weiblichen Genitalien, wie das teilweise oder vollständige Entfernen von Schamlippen und/oder der Klitoris. Die Eingriffe werden aus traditionellen und kulturellen, nicht aus therapeutischen Gründen vorgenommen.

FGM ist in Österreich strafrechtlich verboten, jedoch leben hier Frauen und Mädchen aus Ländern, in denen FGM praktiziert wird.

Betroffene Mädchen und Frauen können massive gesundheitliche Probleme entwickeln wie Abszesse, Fisteln, Harninkontinenz, Harnwegsinfektionen, gynäkologische und sexuelle Probleme sowie Unfruchtbarkeit. Sie tragen das Risiko einer komplikationsreichen Geburt und sind gefährdet, an seelischen Traumen und Depressionen zu leiden.

Beirat FGM

Unter Leitung des Wiener Programms für Frauengesundheit trifft seit 2007 regelmäßig ein interdisziplinärer Beirat zusammen. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter von Gesundheitsberufen, NGOs sowie Magistratsabteilungen an. Sie tauschen sich zu den Themen FGM-Beratung und -Prävention aus.

Folder für Eltern

Cover des Folders "Ich schütze meine Tochter"

Der Folder "Ich schütze meine Tochter" wendet sich an Eltern und Angehörige von Mädchen aus Ländern mit hoher FGM-Verbreitung: In einfachen Worten werden die Folgen für Körper, Psyche und sexuelle Gesundheit sowie die gesetzliche Lage erklärt.


  • Ich schütze meine Tochter: 300 KB PDF (Deutsch)
  • Ich schütze meine Tochter: 400 KB PDF (Arabisch)
  • Ich schütze meine Tochter: 350 KB PDF (Englisch)
  • Ich schütze meine Tochter: 350 KB PDF (Französisch)
  • Ich schütze meine Tochter: 300 KB PDF (Somali)

Der Folder wurde vom Wiener Programm für Frauengesundheit in Zusammenarbeit mit dem Frauengesundheitszentrum FEM Süd erstellt.

Film "Nein zur Genitalbeschneidung"

2013 wurde der Informationsfilm "Nein zur Genitalbeschneidung" vom Wiener Programm für Frauengesundheit, der MA 57 und dem Frauengesundheitszentrum FEM Süd produziert. Er thematisiert die gesundheitlichen Folgen von FGM und wurde 2016 in Nord- und Südsomalisch, Arabisch, Französisch und Englisch übersetzt.

Video: "Nein zur Genitalbeschneidung"

Leitfaden für MultiplikatorInnen

Der "Leitfaden zum Umgang mit betroffenen Mädchen und Frauen" informiert über das Vorkommen von FGM, die Gesetzeslage in Österreich und die gesundheitlichen Folgen von FGM.

Leitfaden zum Umgang mit betroffenen Mädchen und Frauen: 468 KB PDF

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Strategische Gesundheitsversorgung (Magistratsabteilung 24)
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