Netzwerk Natur - Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm

Mauereidechse im Wertheimsteinpark im 19. Wiener Gemeindebezirk

Mauereidechse im Wertheimsteinpark im 19. Wiener Gemeindebezirk

Natur gibt es nicht nur in Nationalparks, sondern auch in der Stadt. Das Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm Netzwerk Natur ist im Wiener Naturschutzgesetz verankert. Es schützt, pflegt und fördert seltene Tier- und Pflanzenarten sowie naturnahe Lebensräume in der ganzen Stadt. Davon profitieren Pflanzen, Tiere und Menschen.

Das Netzwerk Natur hat eine dauerhafte Erhaltung der Lebensvielfalt in Wien zum Ziel. Es will damit einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Stadt leisten. Begleitend werden fortlaufend seltene Arten und Lebensräume überwacht und festgehalten (Monitoring und Kartierungen). Dies dient als Grundlage für weitere Maßnahmen und die programmbegleitende Öffentlichkeitsarbeit.


Aktivitäten

Im Projektzeitraum 2012 bis 2015 hat sich das Netzwerk Natur zahlreiche Ziele in den Betätigungsfeldern Gebäudebrüter, Feldlandschaften, Wiesen, Gewässer, Weingärten und Grünanlagen gesetzt.

Aktivitäten von Netzwerk Natur

Was wird geschützt?

Zwei Schwerpunkt sollen gesetzt werden:

  • Schutz des Seltenen
  • Förderung des Naheliegenden
Sibirische Schwertlilie

Sibirische Schwertlilie

Aus jeder Artengruppe der streng geschützten Pflanzen und Tiere wurden Stellvertreter ausgesucht und als "prioritär bedeutend" eingestuft. Insgesamt handelt es sich um 19 Pflanzenarten und 69 Tierarten.

Auswahl streng geschützter Tierarten

Zu den gefährdeten Lebensraumtypen, denen im Rahmen von Netzwerk Natur besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird, zählen zum Beispiel Fließgewässer, Tümpel, Teiche, Wiesen und Trockenrasen. Insgesamt sind zwölf Biotoptypen in der Wiener Naturschutzverordnung genannt. Auch naturnahe Lebensgemeinschaften, die sich direkt vor der Haustür befinden, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder Brachflächen, sind Puzzlesteine des Netzwerk Natur. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Tieren an Gebäuden.

Netzwerk Natur im Stadtplan

Im Themenstadtplan "Wien Umweltgut" können Ziele und Aktivitäten von Netzwerk Natur nachgelesen werden:

Für seltene Arten und Lebensräume besteht die gesetzliche Verpflichtung, erhaltende Maßnahmen zu setzen. Nur durch vorausschauendes Handeln kann dieser wichtige Beitrag zum Schutz der Arten- und Lebensraumvielfalt und damit zur Verbesserung der Lebensqualität in der Großstadt Wien geleistet werden.

Der aktive Naturschutz ist aus folgender Sonderstellung, die Wien als Großstadt besitzt, notwendig:

  • Aufgrund der Anteile an den Ausläufern der Alpen und an der pannonischen Landschaft kommen in Wien artenreiche und vielfältige Lebensräume vor.
  • Als wärmebegünstigter Lebensraum besitzen zahlreiche wärmeliebende Pflanzen- und Tierarten hier einen Verbreitungsschwerpunkt.
  • Im städtischen Gefüge ist der Landschaftshaushalt vielfach übermäßig belastet. Dadurch sind die menschliche Lebensqualität und die Lebensmöglichkeiten von Tier- und Pflanzenarten eingeschränkt.
  • In Ballungsräumen treten vielfach besonders große Nutzungskonflikte auf.

Rahmenkonzept

Die Ziele sowie Umsetzungsmaßnahmen des Arten- und Lebensraumschutzprogrammes sind in einem Rahmenkonzept zusammengefasst. In diesem Konzept werden Begründung und Zweck des Programms erläutert, Vorstellungen zur Umsetzung dargelegt und Umsetzungsbeispiele genannt. Auf dessen Basis wurden in jedem Bezirk Arbeitsgruppen gebildet. Diese entwickelten gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus dem Bezirk Ziele und schlugen Maßnahmen für den öffentlichen und privaten Bereich vor. So entstanden Bezirksbände, in denen die einzelnen Ziele sowie Umsetzungsmaßnahmen dargestellt sind.

Naturschutz-Broschüren

Informationen zu ausgewählten Arten wie dem Wiener Nachtpfauenauge oder dem Laubfrosch, Naturschutz-Leitlinien für alle Wiener Bezirke sowie weiteren naturschutzrelevanten Themen:

Herunterladen bzw. bestellen

Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Umweltschutzabteilung (Magistratsabteilung 22)
Kontaktformular