Integrations- und Diversitätsmonitor - Daten und Fakten zu Migration, Integration und Diversität in Wien

Auf mehr als 200 Seiten präsentiert der Wiener Integrations- und Diversitätsmonitor 2020 Zahlen, Daten und Fakten zu Migration, Integration und Diversität in Wien.

Seit dem Jahr 2007 werden mit dem Integrations- und Diversitätsmonitoring der Stadt Wien die Veränderungen innerhalb der Wiener Einwanderungsgesellschaft sichtbar gemacht. Das Monitoring ist eine wichtige Grundlage für Entscheidungen von Politik und Verwaltung. Außerdem soll es zu einer Versachlichung der öffentlichen Debatten über Migration und Integration beitragen und auch aufzeigen, wie sich die Verwaltung auf die Diversität einer mobiler gewordenen Gesellschaft einstellt.

Der Wiener Integrations- und Diversitätsmonitor gibt Einblick in 8 für Integration und Diversität relevante Themen- und Lebensbereiche. Der Monitor bildet neben dem Integrationsstand der Wiener Bevölkerung auch den Diversitätsstand von mehr als 50 Wiener Magistratsabteilungen und Einrichtungen ab.

Online-Tagung: Präsentation des 5. Wiener Integrations- und Diversitätsmonitors

Teil 1

  • 1 Min. 14 Sek.: Einleitungsstatement - Christoph Wiederkehr (Vizebürgermeister und Amtsführender Stadtrat für Bildung, Jugend, Integration und Transparenz)
  • 3 Min. 52 Sek.: The significance of cities in the integration process - Claire Charbit (OECD, Head of Unit, Territorial Dialogues and Migration)
  • 11 Min. 35 Sek.: Teilhabe und Einbürgerung in der städtischen Migrationsgesellschaft - Rainer Bauböck (Europäisches Hochschulinstitut in Florenz)
  • 41 Min. 30 Sek.: Präsentation der Ergebnisse des Wiener Integrationsmonitors 2020 - Philipp Hammer (Stadt Wien - Integration und Diversität)

Teil 2

  • 3 Min. 33 Sek.: Präsentation der Ergebnisse des Wiener Diversitätsmonitors 2020 - Kurt Luger (Stadt Wien - Integration und Diversität)
  • 48 Min. 31 Sek.: Expertinnen-Statement - Ilkim Erdost (Geschäftsführerin Verein Wiener Jugendzentren)
  • 52 Min. 31 Sek.: Experten-Statement - Ali Dönmez (Logopäde und Lehrer für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache)
  • 55 Min. 26 Sek.: Expertinnen-Statement - Traude Kogoj (Diversity-Beauftragte des ÖBB-Konzerns)
  • 59 Min. 50 Sek.: Ausblick - Integrations- und Diversitätspolitik in Wien - Christoph Wiederkehr im Gespräch mit Tülay Tuncel
  • 1 Stunde 20 Min. 47 Sek.: Abschlussworte - Ursula Struppe (Abteilungsleiterin Stadt Wien - Integration und Diversität)

Download und Bestellung

Gedruckte Ausgaben können über das Bestellservice der Stadt Wien angefordert werden. Alle älteren Ausgaben des Integrations- und Diversitätsmonitors der Stadt Wien seit dem Jahr 2010 finden Sie in der Wienbibliothek Digital.

Integrationsmonitor

Chancengleichheit und Gleichberechtigung sind die Leitgedanken hinter dem Integrationsmonitoring. Alle Wienerinnen und Wiener sollen gleichen Zugang zu hochwertiger Bildung, guter Arbeit, existenzsicherndem Einkommen und leistbarem Wohnraum haben. Wir stellen uns daher die Frage, ob es für die Stellung in der Gesellschaft einen Unterschied macht, ob jemand Migrationshintergrund hat oder im Ausland ausgebildet worden ist.

Wien ist eine europäische Einwanderungsstadt

Die Zuwanderung von jungen Frauen und Männern hat Wien verändert. Aus einer überalterten und schrumpfenden Stadt wurde in den letzten 30 Jahren eine junge, wachsende Metropole. Anfang 2020 hatten 30,8 % der Wienerinnen und Wiener eine ausländische Staatsbürgerschaft, 36,7 % waren im Ausland geboren, 41,3 % hatten eine ausländische Herkunft und im Jahresdurchschnitt 2019 rund 45,9 % Migrationshintergrund.

Weitere Informationen: Integrationsmonitor - Demografie & Einwanderungsrecht

Einbürgerung und Demokratiedefizit

Die Einbürgerungsrate in Wien ist mit 0,8 % ausgesprochen niedrig. Das restriktive österreichische Einbürgerungsrecht führt - gemeinsam mit dem an die Staatsbürgerschaft gekoppelten Wahlrecht - zu einem massiven Demokratiedefizit: Anfang 2020 konnten 30,1 % der Wiener Bevölkerung ab 16 Jahren aufgrund ihrer fremden Staatsangehörigkeit nicht an Gemeinderats-, Landtags- und Nationalratswahlen teilnehmen.

Weitere Informationen: Integrationsmonitor - Gleichstellung & Partizipation

Bildung

Immer mehr Wienerinnen und Wiener haben eine höhere Ausbildung ab der Matura abgeschlossen. Die weiterhin deutlichen Abstände zwischen Teilen der Wiener Bevölkerung nehmen langsam ab. Erfreuliche Entwicklungen zeigen sich beim Bildungserwerb: Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren und mit Migrationshintergrund aus Drittstaaten besuchen heute viel öfter Ausbildungen ab der Matura als noch vor wenigen Jahren.

Weitere Informationen: Integrationsmonitor - Bildung

Erwerbstätigkeit und Dequalifizierung

Bildungsabschlüsse aus dem Ausland lassen sich am österreichischen Arbeitsmarkt nur schwer verwerten: 42 % der Wienerinnen und Wiener mit mittlerer oder höherer Bildung aus Drittstaaten sowie 32 % der Wiener Bevölkerung mit mittlerer oder höherer Bildung aus EU/EFTA-Staaten arbeiten in Hilfs-Tätigkeiten und Anlern-Tätigkeiten und sind damit von Dequalifizierung betroffen.

Weitere Informationen: Integrationsmonitor - Beschäftigung & Arbeitsmarkt

Diversitätsmonitor

Der Diversitätsmonitor zeigt, wie die Verwaltung der Stadt Wien mit der gestiegenen Vielfalt ihrer Bevölkerung umgeht. Wurden die Dienstleistungen und Angebote der Stadt an die vielfältigen Bedarfe ihrer Bewohnerinnen und Bewohner angepasst? Wie ist das Diversitätsmanagement in den Abteilungen der Stadt verankert und in welchem Ausmaß spiegelt das Personal auch in seiner herkunftsmäßigen Zusammensetzung die Bevölkerung Wiens wider (Erhebung der Diversität des Personals der Stadt Wien).

Ausbau des Diversitätsmanagements in der Wiener Verwaltung

Mittlerweile ist für die Wiener Verwaltung die Umsetzung einer diversitätsorientierten Politik Teil ihrer Aufgabenerledigung. Dass der Wert und der Nutzen eines professionellen Diversitätsmanagements von einer immer größeren Gruppe an Einrichtungen hoch eingeschätzt werden, zeigen die Ergebnisse des 5. Diversitätsmonitors. So haben 2019 erstmals 53 Einrichtungen der Stadt Wien an der Befragung mitgewirkt (2011 waren es 38).

Sprachkompetenzen der MitarbeiterInnen

Die Sprachkenntnisse des Personals in wichtigen Herkunftssprachen spiegeln die Diversität der Wiener Stadtgesellschaft in weiten Teilen wider (siehe Abbildung S. 24). Vielfach werden diese Kompetenzen in der KundInnen-Beratung eingesetzt und tragen so zur Verbesserung des Dienstleistungsangebots der Stadt Wien bei.

Erhebung der Diversität des Personals der Stadt Wien

Der Status quo des Diversitätsstands der Wiener Magistratsbediensteten wurde erstmals 2013 erhoben. Die vorliegende Auswertung (Stichtag 30.6.2019) bildet zum dritten Mal den aktuellen Stand ab und zeigt im Sinne eines Monitorings gemessene Entwicklungen. Neben dem Gesamtblick auf das Personal mit Wohnsitz in Wien entlang der Merkmale Alter, Geschlecht und Herkunft liefert sie unter anderem auch Aussagen zur Repräsentanz der Bediensteten in Verwendungsgruppen und Dienstklassen sowie in einigen ausgewählten Berufsgruppen.

  • 2019 haben 9,2 % des Personals mit einem Hauptwohnsitz in Wien eine ausländische Staatsangehörigkeit (2016: 7,8 %, 2013: 6,0 %).
  • 25,6 % der Bediensteten haben eine ausländische Herkunft (2016: 25,1 %, 2013: 24,5 %). Innerhalb von 3 Jahren verringerte sich der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Herkunft aus Drittstaaten um 0,9 Prozentpunkte und blieb zwischen 2016 und 2019 unverändert. Der Anteil von Bediensteten mit Herkunft EU/EFTA vergrößerte sich über die Erhebungsperioden 2013 bis 2019 um 2,0 Prozentpunkte, während der Anteil der Bediensteten mit österreichischer Herkunft sich kontinuierlich verkleinerte, insgesamt um 1,1 Prozentpunkte.
  • Das Verhältnis Frauen zu Männern lautete: 65,2 % Frauen, 34,8 % Männer.

Die Bediensteten der Stadt Wien wurden in vielen Ländern geboren

Bei der Erhebung 2019 konnte festgestellt werden, dass 75,0 % aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich geboren wurden und 25 % in 116 anderen Ländern (S. 180).

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